Neujahrsempfang 2010 im Unstrut-Hainich-Kreis

 
Gemeinsamer Start ins neue Jahr; von links nach rechts: Günther Richter, Landesgeschäftsführer Hesse/Thüringen des BVMW - Prof. Dr. Roland Merten (PL), Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur - Hermann Klöppner, Harald Zanker (SPD), Landrat des Unstrut-Hanich-Kreises

Mühlhausen: Auch in diesem Jahr fand der nunmehr zum 16. Mal stattfindender Neujahrsempfang ein großes Interesse. Er stand unter den Hauptthemen "Bildung" und "Krisenbewältigung".
Mehr als 250 Vertreter von Wirtschaft, Politik und Verwaltung waren zum Neujahrsempfang, den der BVMW-Kreisverband organisiert hat, erschienen.
Den Gastvortrag zum Thema „Die Bildungspolitik der Koalitionsregierung in der Legislaturperiode“ hielt in Vertretung des Kultusministers Staatssekretär Prof. Dr. Roland Merten (PL). „Die Landesregierung fördert die frühkindliche Bildung durch Verbesserung der Betreuungsqualität in den Kindertagesstätten. Dazu haben die Koalitionspartner zu Beginn des Jahres einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht. Künftig besteht demnach ab dem 1. Geburtstag ein Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung“, so Staatssekretär Merten. Besonders ging er auf die Entwicklung der Grundschulen ein und sprach zum Thema der strukturellen Weiterentwicklung der Berufsbildenden Schulen. „Die demografische Situation macht eine sinnvolle Klassenbildung erforderlich, damit das Berufsschulnetz erhalten bleibt, auch wenn die Wege länger werden.“ Die duale Ausbildung bedürfe auch weiterhin des Engagements der zahlreichen mittelständischen Ausbildungsbetriebe. Landrat Harald Zanker gab einen Ausblick über die regionale Wirtschaftsentwicklung und zu den Projekten des Konjunkturpaketes II. Dabei informierte er über die kritische Finanzsituation. Hermann Klöppner, richtete sich mit der Botschaft an die Gäste des Abends: "Wir werden den Karren aus den Dreck ziehen. Wir die Mittelständler können die 2009 prägende  Krise zur Chance machen, wenn wir optimistisch, flexibel und schnell sind, innovative Lösungen entwickeln und im Bewusstsein behalten, wie wichtig Familie, Freunde und eine starke Gemeinschaft sind"
Das Jugendblasorchester Kammerforst unter Leitung von Dietmar Fischer sorgte erneut für die musikalische Umrahmung. Anschließend fand der wichtigste Programmpunkt statt - der Gedankenaustausch bei Speis und Trank.
An diesem Abend konnte UNICEF Spendengelder in Höhe von 550,00 € verbuchen. Dank den Spendenwilligen!

Diashow: Neujahrsempfang 2010 in der Kreisstadt Mühlhausen (Fotos: D. Volkmann und H.Klöppner)

Auszeichnung Mittelstand - Alfred-Johann Heyl - "Unternehmer des Jahtres 2009" des Unstrut-Hainich-Kreises

Unternehmer des Jahres 2009 ist Alfred-Johann Heyl – der Bundesverband mittelständische Wirtschaft würdigte am 27.11.2009 den Chef des Unternehmens Heyl GmbH & Co. KG. Es war keine einfache Aufgabe für die unabhängige Jury, aus den zwölf nominierten Unternehmern eine Entscheidung zu treffen. Sie fiel am Ende einstimmig auf Alfred-Johann Heyl, dem geschäftsführenden Gesellschafter der Heyl GmbH & Co. KG Bad Langensalza. Alle Bewertungskriterien auf der Grundlage der Auslobung des Wettbewerbs (TA berichtete) bezüglich eines beispielgebenden und vorbildlichen Engagements in Wirtschaft und Gesellschaft wurden von Alfred-Johann Heyl erfüllt.

In einer Laudatio voller Emotionen würdigte Bürgermeister Bernhard Schönau (FDP), Alfred-Johann Heyl als beispielgebenden Unternehmer mit sozialer Kompetenz. „Alfred-Johann Heyl ist eine Unternehmerpersönlichkeit, welche ein Geschäft aus der Familie übernahm, es zum Erfolg führte und gleichzeitig sich vorbildliche in den sozialen sowie gesellschaftlichen Bereichen arrangiert.“ so Bernhard Schönau. Alfred-Johann Hey, der Sohn einer traditionellen Müllerfamilie, erlernte ab 1966 das Müllerhandwerk. Anschließend folgte das Studium der Müllerei- und Mühlenbautechnik an der deutschen Müllerschule in Braunschweig. Nach seinen beruflichen Tätigkeiten in der Schweiz sowie in Betrieben in Bayern und Rheinland-Pfalz trat Alfred-Johann Heyl 1982 in den Familienbetrieb ein. Mit seinen auch international gewonnenen Know-How und Erfahrungen entwickelte sich das Unternehmen in Fulda spürbar weiter. Mit dem Fall der Mauer und der deutschen Wiedervereinigung öffneten sich auch für Alfred-Johann Heyl neue Wege. 1991 gründete er die Heyl GmbH & Co. KG in Bad Langensalza und erhält nach schwierigen Verhandlungen mit der Treuhand den Zuschlag zur Übernahme der Vereinigten Mühlen GmbH Bad Langensalza und der Gothaer Getreidelagerhaus und Mischfutter GmbH in Gotha. 1992 erfolgte die Investition in die modernste Weizenmühle in den neuen Bundesländern am Standort Bad Langensalza. Weitere Investitionen folgten. So wurde ebenfalls am 27.11.09 die hochmoderne Durummühle eingeweiht. Das Unternehmen zählt heute zu den leistungsstärksten Getreidemühlen-unternehmen Deutschlands und ist seit 2004 ein gleichberechtigter
Partner innerhalb der Grain Millers GmbH & Co. KG. Beliefert werden Bäckereien, die Brot- und Teigwarenindustrie, Handelsketten, der Großhandel und landwirtschaftliche Betriebe und zwar nicht nur deutschlandweit sondern auch im Ausland.

Aktuell trägt Alfred-Johann die Verantwortung im Unternehmen Heyl GmbH & Co. KG für 250 Mitarbeiter und in der gesamten Gruppe über 400 Mitarbeiter und 15 Auszubildende.
Dank der Bodenständigkeit eines Mittelständlers ist es Alfred-Johann Heyl gelungen, sein Unternehmen als einen traditionsreichen Familienbetrieb mit visionärer Gestaltungskraft aller Mitarbeiter zu entwickeln. Die Firmen-philosophie ist getragen von sozialer Verantwortlichkeit gegenüber den Mitarbeitern und der Region.
Am Ende der Veranstaltung übergab Alfred-Johann Heyl einen Scheck in Höhe vob 2.000 Euro an den evangelischen Kindergarten "St. Martin" in Bad Langensalza.
Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) hat sich zum Ziel gesetz, durch die öffentliche Anerkennung von Leistungen beispielgebender Mittelständler, zur Gründung einer eigenen wirtschaftlichen Existenz und zur
Übernahme bestehender Unternehmen, Mut zu machen, um dadurch der Jugend eine Perspektive aufzuzeigen.

Diashow: Auszeichnung Mittelstand - Alfred-Johann Heyl - "Unternehmer desahres 2009" des Unstrut-Hainich-Kreises

Unternehmerfrühstück am 1. Dezember 2009

DachPacht - eine Alternative zur Eigeninvestition in Photovoltaik

Unser Mitglied Dr. Frank Thalmann informierte die anwesenden Gästen zu den Möglichkeiten "Photovoltaik-Anlagen auf Dächern und Freiflächen" durch Investoren errichten zu lassen.
Der Investor gestaltet alle Bedingungen, garantiert Statik, Bausubstanz und übernimmt ges. Garantie für 20 Jahre.
Dem Unternehmer entstehen keine Kosten und Aufwendungen, er erhält eine Miete. Es kommen erneuerbare Energien zum Einsatz!
Eine weitere Möglichkeit besteht in der eigenen Investition, wobei "Umweltbanken",auf Anfrage evtl. auch regionale Banken (DKB z.B.) die Finanzierung ausschließlich mit der Sicherheit der Anlage, ohne Obligo des UN', finanzieren. Die Investitionszulage wird dabei einbezogen.

Für weitere Informationen steht Ihnen Herr Dr. Frank Thalmann, 0163-1638400, gern zur Verfügung

 

Bindung von Fachkräften in unserer Region

Frau Ines Hamann stellte unter diesem Thema das Studentenprojekt der Fachschule für Bau, Wirtschaft und Verkehr in Gotha vor. Unterstützung erhielt Frau Hamann von Frau Anke Reck, Dozentin in Betriebswirtschaft und Betreuerin der Projektarbeit. "Bindung von Fachkräften bedeutet auch eine ausreichende und flexible Bereitstellung von Kindertagesstättenplätze", so Frau Hamann selbst Mutter von vier Kindern.
Das moderne, marktgerechte und auf Erfolg orientierte Unternehmen stellt sich immer stärker auf die aktuellen Marktbedingungen seiner Branche ein. Es stützt sich auf seine Stammmannschaft und verstärkt diese mit jungen zukunftsorientierten Arbeitnehmern/innen. Gleichzeitig ist eine immer stärker werdende Flexibilität der Arbeitszeit erforderlich.
Es reicht nicht, dass ausreichend Kindertagesstätten vorhanden sind oder geschaffen werden, sonder auch hier ist eine Anpassung auf die veränderten Marktbedingungen erforderlich.
Im Anschluss des Vortrages entwickelte sich eine lebhafte Diskussion.

Unternehmertreffen am 15. Oktober 2009

 
Voller Stolz zeigt Bernhard Schönau (li.) das sanierte Kultur- und Kongresszentrum (Foto: Hermann Klöppner)

"Eine Stadt trägt grün - Bad Langensalza erlebenswert"

 Eindrucksvoll und voller Emotionen präsentierte Bernhard Schönau, Bürgermeister der Stadt Bad Langensalza, die Entwicklung seiner Stadt in den letzten 20 Jahren.
Früh hatten er und sein Stadtrat erkannt, dass die innerstädtischen Brachflächen, Industriebrachen, als Motor der Stadtentwicklung zu nutzen sind.
Bereits 1991 wurde die Altstadtsanierung zum obersten Ziel erklärt und es wurden seitdem die notwendigen Schritte konsequent eingeleitet und durchgeführt.
Dabei betont Bernhard Schönau, dass nicht auf Hilfe von außen gewartet wurde, sondern aus eigenen Mitteln ein kommunales Förderprogramm auf den Weg gebracht wurde, mit dem schnell und unkompliziert erste Maßnahmen realisiert werden konnten.
Für die Neugestaltung der öffentlichen Räume oder für die Nachnutzung brachliegender innerstädtischer Flächen, Baulücken und leerstehender Immobilien wurden städtebauliche und architektonische Wettbewerbe ausgelobt. Die Ergebnisse gaben immer wieder wichtige Impulse und dienten als Ideensammlung für Lösungen der städtebaulichen Herausforderungen.
Der Höhepunkt und auch gleichzeitig ein zusätzlicher Motor der bisherigen Entwicklung der Stadt ist das Landesprojekt „Mensch, Natur und Städtebau 2009“. Mit dem Start am 02. Mai 2009 war ein unverrückbarer Termin fixiert, welcher mit dem ehrgeizigen Ziel verbunden war, ein Fest auf den Straßen und Plätzen in der sanierten Innenstadt durchzuführen.
Mit der Unterstützung aller Bewohner und den überdurchschnittlichen Arrangement der beteiligten Baufirmen wurde dieses Ziel erreicht.
Anschließend führte Schönau uns durch die Ausstellung „20 Jahre nachhaltige Stadtentwicklung Bad Langensalza“ und den Stadt Umlandgarten.
Voller Stolz zeigte uns Schönau den Saal des sanierten Kultur- und Kongresszentrum.
Der absolute Höhepunkt war die anschließende Besichtigung der gerade erst fertig sanierten Gottesackerkirche inklusive der unter der Kirche liegenden Grabgruften.

Unternehmerabend am 15. Oktober 2009

 
Mit Herz und Seele dabei - Manfred Großmann (3.v.re), Leiter Nationalpark Hainich berichtet über die Entwicklung des Nationalparks (Foto: Hermann Klöppner)

„Das Naturerlebnis in Thüringen – der Nationalpark Hainich

Insider behaupten, der Oktober ist der Monat um die farbliche Vielfalt des Hainichs zu bewundern und Manfred Großmann, Leiter Nationalpark Hainich, ist die Persönlichkeit um die fachkundigen Informationen zu erhalten. - Beide Aussagen stimmen.
Unternehmer aus vier BVMW-Kreisverbänden waren der Einladung gefolgt.
Leider war an diesem späten Nachmittag das Wetter nicht so perfekt. Die Farbenpracht ging etwas im herbstlichen grau unter und so auch der Sonnenuntergang.
Doch Manfred Großmann hat mit seinen Ausführungen diesen nichtplanbaren Umstand wieder wettgemacht. Wir merkten Manfred Großmann ist mit Leib und Seele mit „seinem“ Nationalpark verbunden.
Die Besichtigung des am 14. Mai 2009 um eine zweite Schleife erweiterten Baumkronenpfades war beeindruckend.
Beim anschließenden Besuch der Nationalparkausstellung konnte sich jeder im Trockenen ein Bild vom Nationalpark und der Arbeit aller Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung machen.
Wir drücken Manfred Großmann die Daumen, dass sein Projekt, den Nationalpark Hainich zusammen mit vier weiteren deutschen Buchenwald-Schutzgebieten als UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen zu werden, gelingt.
Beim abschließenden Essen im Forsthaus Thiemsburg wurden die Eindrücke des Nachmittags, die politische Ist-Situation im Bund und Land erörtert sowie kreisübergreifende Kontakte geknüpft.

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