CADIC Projekt
Im Juli 2010 wurde das Projekt CADIC (Cross-Organisational Assessment and Development of Intellectual Capital) von der Europäischen Kommission bewilligt. CEA-PME wird CADIC, welches von dem 7. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission gefördert wird, koordinieren. Das CADIC Projekt wird von CEA-PME, fünf europäischen Mittelstandsverbänden, fünf Mittelständlern sowie vier renommierten Forschungseinrichtungen getragen. CADIC zielt darauf ab, die Kooperation und Kommunikation von KMU auf lokalem, nationalem und europäischem Level zu fördern. Am 15. Juli 2011 wurde die erste Phase des Projekts erfolgreich abgeschlossen. In der folgenden Phase soll nun die Entwicklung von geeigneten Instrumenten zur Kooperationserleichterung für KMU im Vordergrund stehen.
In Gedenken an Fernando Augusto Morais
Am 11. Juli 2011 starb Professor Fernando Augusto Morais vollkommen unerwartet im Alter von 57 Jahren. Er war sowohl Präsident der größten KMU Organisation Portugals, „Associação Nacional das Pequenas e Médias Empresas“, als auch Vizepräsident von CEA-PME. Professor Morais gab kleinen und mittelständischen Unternehmen in Europa ein Gesicht. Mit seiner dynamischen und engagierten Art war er auch als Berater der Europäischen Kommission sehr gefragt. Erst im vergangenen Juni nahm an einer wichtigen Pressekonferenz von CEA-PME und dem BVMW über die Schuldenkrise in der Eurozone teil. Sein unermüdlicher Kampf gegen unverantwortliche Schuldenaufnahme und Korruption inspirierte unsere Arbeit immens. Wir werden Professor Morais als einen guten Partner und Freund vermissen und sprechen seiner Familie und Freunden unser tiefstes Beileid aus.
Fragen an Spitzenvertreter der Parteien
Was möchten sie für den Mittelstand erreichen?
CDU
"Kleine und mittlere Unternehmen profitieren vom Europäischen Binnenmarkt. Gerade in Zeiten schwerer wirtschaftlicher Herausforderungen müssen wir sicherstellen, dass die mittelständischen Unternehmen weiterhin der Antriebsmotor der europäischen Wirtschaft bleiben. Wir müssen dafür sorgen, dass die kleinen und mittleren Unternehmen in der Europäischen Union schneller und einfacher Investitionen finanzieren können. Bürokratische Hindernisse, die gerade den Mittelstand besonders belasten, müssen abgebaut werden. Wir müssen zudem eine Anlaufstelle anbieten, die kleinen und mittleren Unternehmen unbürokratisch, kostenlos und in deutscher Sprache für alle europäischen Fragen zur Verfügung steht."
CSU
"Gemeinsamer Binnenmarkt, einheitliche Standards, EU-Fördergelder: davon profitiert unser Mittelstand in Europa. Aber er leidet auch unter den hohen Verwaltungslasten, die sich durch Statistikpflichten oder zu umfangreichen Vorschriften ergeben. Deshalb steht das Thema Bürokratieabbau weiterhin ganz oben auf der europäischen Agenda. In der derzeitigen Wirtschaftskrise darf es keine Mehrbelastungen geben. Nur wenn wir die Vorgaben der EU auf ein Minimum beschränken, wird der Mittelstand nicht übermäßig belastet. Die Expertengruppe unter Leitung von Edmund Stoiber hat hier bereits erste Erfolge erzielt. Außerdem wollen wir als CSU die Deutsche Sprache stärken: Antragsformulare für EU-Fördergelder und andere Dokumente müssen in Deutsch verfügbar sein, damit auch unser Mittelstand mit weniger Aufwand von den Fördermitteln profitieren kann."
FDP
"Das war längst überfällig: im Herbst 2008 schaffte die EU-Kommission die „Krumme-Gurken-Richtinlie“ ab. Für die FDP ist das der richtige Ansatz: komplizierte und überflüssige Regeln belasten die mittelständische Wirtschaft nur unötig. Also weg damit! Konkret wollen wir das Vergaberecht anwenderfreundlicher gestalten, den Dienstleistungssektor konsequent liberalisieren und eine konsolidierter Bemessungsgrundlage für die Körperschaftssteuer schaffen. Gerade der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Hier werden Arbeitsplätze geschaffen, hier entstehen die entscheidenden Innovationen. Wir wollen deshalb den Mittelstand stärken: Für die FDP ist das dabei keine leere Wahlparole, sondern Essenz ihrer Wirtschafts-Politik. Ich selbst habe als Berichterstatter für das Innovationsprogramm (CIP) dafür gesorgt, dass die besondere Situation der Mittelständler stärker berücksichtigt wird. Und dafür werde ich mich auch weiter einsetzen."
Grüne
„Wir Grüne bieten dem Mittelstand eine Partnerschaft an für einen neuen wirtschaftspolitischen Aufbruch. Die einseitige marktradikale Politik der zurückliegenden Zeit ist mit der aktuellen Wirtschaftskrise dramatisch gescheitert. Eine Neuorientierung ist notwendig, die auf vernünftige soziale und ökologische Rahmenbedingungen des Wirtschaftens setzt. Soziale und ökologische Marktwirtschaft ist nicht rücksichtloser Casino-Kapitalismus, sie ist auch nicht etatistisch. Der neue Weg setzt im Kern auf eine industrielle Revolution, die sich auf den Umbau unseres Energiesystems gründet. Ehrgeizige Ziele der Energieeffizienz und die konsequente Förderung erneuerbarer Energien sind gerade ökonomisch zu wünschen. Auf diesem Weg können wir allein in Deutschland in den nächsten vier Jahren eine Millionen neue Arbeitsplätze schaffen. Lassen Sie uns daran zusammen arbeiten.“
Die Linke
„Wir setzen uns dafür ein, dass die bestehenden Förderprogramme schnell und möglichst unbürokratisch umgesetzt werden. Soweit die beteiligten privaten Geschäftsbanken aufgrund der anhaltenden Finanzmarktkrise nicht angemessen handeln, müssen die Mitgliedsstaaten bzw. die EU sie dazu veranlassen. Hektisch neue Programme aufzulegen, ist wegen des notwendigen zeitlichen Vorlaufs nicht adäquat. Sinnvoller und effektiver sind abgestimmte Konjunkturpakete. Als Beitrag zur Überwindung der Wirtschaftskrise setzen wir uns für ein europäisches Konjunkturprogramm in Höhe von mindestens einem Prozent des EU-BIP ein, das über Unionsanleihen finanziert werden kann. Statt immer neue „Rettungspakete" für die Banken zu schnüren, fordern wir eine nachhaltige Erhöhung der Investitionen in Bildung, Gesundheit und Umwelt. Dadurch entstehen deutlich mehr Nachfrageimpulse, mehr Aufträge für den Mittelstand und neue Arbeitsplätze, die wiederum die öffentlichen Kassen stabilisieren.“
SPD
"Kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) bilden das Rückgrat der europäischen Wirtschaft und schaffen die meisten Arbeitsplätze für die Bürgerinnen und Bürger Europas. Gerade jetzt, in der Wirtschaftskrise, müssen wir die Bedingungen für KMUs verbessern, um die Wettbewerbsfähigkeit Europas und Arbeitsplätze zu sichern. Deshalb tritt meine Fraktion dafür ein, die rechtlichen Rahmenbedingungen für KMUs durch eine Satzung für europäische private Unternehmen zu verbessern und ihnen einen erleichterten Zugang zum Binnenmarkt und zu Finanz- und Innovationsmitteln sichern. Zudem fordern wir das Darlehensvolumen und die Kapitaldecke der Europäischen Investitionsbank und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung erhöhen und die Gewährung von Krediten vereinfachen. Wir wollen bei der zukünftigen Umwelt- und Binnenmarktgesetzgebung die Situation der KMUs einbringen, um unnötige bürokratische Hürden abschaffen, mehr innereuropäischen Handel und mehr Beschäftigung zu schaffen, und um den europäischen Standort für KMUs dauerhaft zu sichern."
SPD
"In dem Bewusstsein, dass die kleinen und mittelständischen Unternehmen das Rückgrat der europäischen Wirtschaft bilden, und diese auch die meisten Arbeitsplätze in Europa schaffen, werde ich mich mit meiner sozialdemokratischen Fraktion auch in Zukunft für die Förderung von KMU durch eine deutliche Erhöhung der Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovation stark machen. Der 2008 beschlossene "Small Business Act" fängt gerade an zu greifen und wird in Zukunft das Umfeld für KMU-Aktivitäten in der EU maßgeblich verbessern helfen. Für dessen Umsetzung und die Weiterführung von KMU-relevanten Programmen wie CIP (Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation) und zwar mit Blick auf ein intelligentes, umweltfreundliches Wachstum werde ich mich mit meiner Fraktion stark machen".

- Von links nach rechts: Hans Gert Pöttering, Markus Ferber, Jorgo Chatzimarkakis, Reinhard Bütikofer, Lothar Bisky, Martin Schulz, Norbert Glante
Europäische Vereinigung CEA-PME
Europäische Vereinigung der Verbände Kleiner und Mittlerer Unternehmen
CEA-PME
Service für BVMW Mitglieder
- Fördermittelberatung auf europäischer Ebene
- Beratung bei Europäischen Programmen und Projekten
- Interessenvertretung gegenüber der EU
- Seminare und Informationen zu EU-bezogenen Themen
Profil
Die CEA-PME ist eine politisch neutrale Vereinigung von 15 Unternehmensverbänden aus ganz Europa. Wirrepräsentierenunsere Mitgliedsverbände, denen sowohl in der EU als auch in EU-Anrainerstaaten über 300.000kleine und mittelständische Unternehmenaus allen Wirtschaftszweigen angehören, gegenüber den europäischen Institutionen. Darüber hinaus pflegen wir eine aktive Zusammenarbeit mit 11 Partnerorganisationen aus Europa und Übersee. An der Spitze der CEA-PME steht seit 2002 Mario Ohoven, der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft.
Ziele
Die CEA-PME bündelt bei wichtigen Fragen die Interessen der Mitglieder, um so politische Entscheidungsprozesse auf EU-Ebene wirkungsvoll und nachhaltig zu beeinflussen. Unser Ziel ist es, kleinen und mittleren Unternehmeneine Stimme zu verleihen, damit ihre Interessen angemessen vertreten werden. Schließlich sind innerhalb der EU über zwei Drittel der Beschäftigten in KMU tätig und der Mittelstand ist traditionell ein Motor für Wachstum und Beschäftigung. Wir bieten daher eine solide Plattform, um den Belangen der KMU gegenüber den Institutionen der Europäischen Union Gehör zu verschaffen und über europäische Themen zu informieren.
Aktivitäten
Die CEA-PME ist auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene damit befasst, wirtschaftliche und politische Informationen bereitzustellen sowie eine aktiveInteressenvertretung für KMU zu gewährleisten. Dabei kommen der Vereinigung ihre etablierten und zuverlässigen Verbindungen in die europäischen Institutionen (Parlament, Kommission und Rat) zugute. Auch bei Fragen zu Projekten, Programmen und Fördermitteln kommen Mitglieder in den Genuss einer fachkundigen Unterstützung. CEA-PME und seine Mitglieder beteiligen sich regelmäßig an EU-finanzierten Forschungsprojekten.
Kontakt
CEA-PME
Avenue de la Renaissance 1
B-1000, Bruxelles
Belgien
Telefon: +32 (0) 27 39 62 61
Telefax: +32 (0) 27 39 62 79














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