Russische Künstler zu Gast beim BVMW

Moskau und Berlin verbindet eine lange, wechselvolle Geschichte. Viele zeitgenössische Moskauer Künstler haben sich für ihr Leben und Wirken die deutsche Metropole als Standort auserkoren.

Anlässlich der Feierlichkeiten des Berliner Senats zur 20-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Moskau werden acht russische Künstler aus Berlin vom 17. November 2011 bis 15. Februar 2012 ihre Arbeiten in der Bundesgeschäftsstelle des BVMW präsentieren.

Lernen Sie die Künstler und ihre Arbeiten kennen, tauschen Sie sich aus mit Gästen aus Wirtschaft, Politik und Diplomatie und feiern Sie mit uns die kulturelle Interaktion zwischen Deutschland und Russland.

Die Künstler: Danja Akulin, Evgeni Dybsky, Andrej Krioukov, MAK, Nikolai Makarow, Slava Nikolaev, Maria Redkina, Dmitry Vrubel

„Der Mittelstand.“ sprach mit Kurator Dimitry Stroutchenkov.

Der Mittelstand: Gibt es Verbindendes in den Werken dieser Künstler?

Stroutchenkov: Gemeinsame Elemente werden schwer zu finden sein. Die Künstler sind unterschiedlich alt, haben verschiedene Interessen und Vorstellungen, sind dementsprechend auch in ihrer Kunst sehr unterschiedlich orientiert. Andrei Krioukov  oder Evgeni Dybsky zum Beispiel setzen eher auf die traditionellen Techniken der alten italienischen und holländischen Meister mit all ihrer Schönheit.
Im Gegensatz dazu gibt es die Arbeiten von Dmitry Vrubel, die auf dem Rechner erstellt und zum Teil gedruckt werden. Der Aspekt der Materialbeherrschung fällt dabei weg. Dafür spielt die Idee und die Botschaft hinter der Arbeit eine umso wichtigere Rolle. Kurz gesagt, es sind sehr verschiedene Menschen mit sehr verschiedenen Ideen und Vorgehensweisen. Aber gerade das macht die Ausstellung umso interessanter.

Welche Unterschiede bestehen zwischen dem russischen und dem deutschen Kunstmarkt?


Stroutchenkov: In Deutschland ist es die Konkurrenz, die den Markt bestimmt, in Russland sind es bestimmte Individuen, die die Richtlinien festlegen. Es gibt Experten, die behaupten, es gäbe gar keinen russischen Kunstmarkt mehr, die Lage sei so katastrophal, wie alles in Russland im Moment, dass viele Künstler versuchen, Russland zu verlassen.
In der heutigen globalisierten Welt ist der Kunstmarkt ohnehin sehr international. Der Zugang zu diesem Markt ist von Deutschland aus um vieles einfacher als von Russland aus.

Welche Bedeutung hat es für die Künstler, hier zu leben und auszustellen?
 
Stroutchenkov: Alle  Künstler, die an dieser Ausstellung teilnehmen, haben ihre Karriere in Moskau begonnen, bevor sie nach Berlin gekommen sind. Interessanterweise kamen sie zu unterschiedlichen Zeiten und teilweise aus unterschiedlichen Ländern nach Deutschland. Eugen Dybsky zum Beispiel verbrachte mehrere Jahre in Italien. Nikolaj Makarov wanderte schon in den Siebzigern aus und kam über New York nach Berlin.
Sie alle sind ein nicht mehr weg zu denkender Teil der heutigen Berliner Kunstszene. Viele deutsche und internationale Stars haben Arbeiten von diesen Künstlern in ihren Sammlungen. Die Künstler wissen es zu schätzen, in Deutschland zu arbeiten und von hier aus auf dem internationalen Kunstmarkt zu agieren.

Was erwartet die Besucher bei Moskau.Kunst.Berlin?

Stroutchenkov: Das Besondere der Ausstellung ist, dass sie so viele verschiedene Arbeiten und Charaktere vereint. Von jung bis alt, von traditionell und realistisch bis unkonventionell und Pop wird alles vertreten sein. Vor allem erwarten die Besucher Neuentdeckungen in den Ausstellungsräumen.

Mit freundlicher Unterstützung von:

                 

Titelbild: Bruderkuss von Dmitri Vrubel

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Eröffnung der Ausstellung

Mittwoch, 16. November 2011, 18.00 Uhr

Begrüßung
Mario Ohoven
Präsident des BVMW,
Rolf Schütte
Protokollchef des Landes Berlin.

Zur Ausstellung spricht
Irina Zlotina, Publizistin.

Musikalische Unterhaltung von


Informationen zur Anmeldung
ausstellung (please no spam) @ (please no spam) bvmw.de oder +49 30 533206-16

Öffnungszeiten

Montag - Donnerstag 9-17 Uhr
Freitag 9-16 Uhr

BVMW-Bundesgeschäftsstelle
Mosse Palais
Leipziger Platz 15
10117 Berlin

Die Austellung endet am 15. Februar 2012