22. Mai 2012 | Forum Südwestpark | Nürnberg | keine Teilnahmegebühr
21. Juni 2012 | Nürnberg
25. Juni 2012 | Nürnberg
25. Oktober 2012
in der Metropolregion Nürnberg

Das Milliardenspiel – Die Macher im Fußball und die Macht des Geldes

BVMW-Talk im Park zum "Milliardengeschäft Fußball"

Gutes Personal ist teuer. Aber muss eine „Fachkraft“   wie Christiano Ronaldo gleich 93 Millionen Euro Ablösegeld kosten, „nur“ weil er schöne Tore schießt? Wie kann sich ein Verein eigentlich horrende Spielergehälter leisten, wenn er bei 400 Millionen Jahresumsatz 330 Millionen Euro Schulden angehäuft hat, wie Real Madrid? Und lohnt sich Sportsponsoring wirklich nur für Großunternehmen oder kann auch der Mittelstand davon profitieren? In diesem Spannungsfeld bewegte sich der BVMW-Talk im Park „Das Milliardenspiel – Die Macher im Fußball und die Macht des Geldes“ am 20. Juli 2010 in Nürnberg. Organisiert wurde die Veranstaltung von Edgar Jehnes (BVMW Nürnberg) und Wolfgang Herrmann (BVMW Fürth).

Vor rund 170 Gästen im vollbesetzten Forum des BVMW-Mitglieds Südwestpark (rund 200 Unternehmen, 7000 Arbeitsplätze) diskutierte „Kicker“-Chefredakteur Klaus Smentek mit Ralf Woy (Vizepräsident und Finanzchef beim 1. FC Nürnberg) und Prof. Dr. Alfons Madeja (Professor für Betriebswirtschaft und Sportmanagement, Inhaber SLC management) ein spannendes Thema.

Zweistellige Millionensummen als Ablöse, atemberaubend hohe Spielergehälter und Provisionen, exorbitante Schulden bei manchen Vereinen: Schlagworte wie diese sagen viel aus über den Weg, den der einstige Proletensport Fußball in den vergangenen Jahren genommen hat. Heute ist der Kampf von 22 Männern in kurzen Hosen um einen Ball längst kein simples Spiel mehr, sondern ein Event, das Menschen aller Schichten und Altersklassen fasziniert und mit dem sich Unmengen an Geld verdienen lassen. 2,03 Milliarden Euro erlösten die Profivereine zuletzt laut einer McKinsey-Studie im Auftrag der Deutschen Fußball Liga DFL. Der Deutschen liebster Sport ist längst auch ein Wirtschaftsbetrieb, der den Vergleich mit manchem Dax-Konzern nicht zu scheuen braucht.

„Fußball ist ein Milliardenspiel“, sagte denn auch der Sportmanagement-Experte und UEFA-Berater Alfons Madeja während der Diskussion. Und weil dieses Milliardenspiel eine überaus emotionale Plattform ist, kann Fußball durchaus auch mittelständischen Betrieben Chancen bieten  - beispielsweise um den Bekanntheitsgrad zu steigern oder nach innen wie nach außen attraktiver zu werden. Das sah auch Ralf Woy so: „Mittelständler agieren zwar oft im Verborgenen, sind aber eine wichtige Stütze für uns“, so der „Club“-Finanzchef.

Madeja verteidigte die Spitzengehälter und die teilweise irrwitzigen Transfersummen für Spieler: „Entscheidend ist nicht die absolute Summe, sondern ganz nüchtern und ohne Neid die Kosten-Nutzen-Rechnung.“ Und so ist es denn auch möglich, dass zum Beispiel ein Star wie Michael Ballack für ein bisschen Ballgekicke mit geschätzten sechs Millionen Euro im Jahr mehr als das Zwanzigfache des Gehalts der Bundeskanzlerin kassiert - vom Lohn einer Krankenschwester ganz zu schweigen. Sportmanagement-Experte Madeja ist überzeugt, dass sich die Umsätze der Clubs sogar weiter steigern ließen, würden sich die Vereine noch konsequenter wie Wirtschaftsunternehmen verhalten. „Die Arbeit der Krankenschwester ist natürlich auch sehr wichtig“, tröstete Madeja. „Sie hat nur leider Pech, dass ihr dabei nicht Millionen Menschen zuschauen wollen.“

Veranstaltungen 2012

Die nächsten Termine

Alle TermineVeranstaltungssuche
Ihre BVMW Termine
in der Nähe:



km

Keine Termine gefunden

Bayern

Geschäftsstelle Nürnberg Ost