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Energiewende kann nicht vom Mittelstand finanziert werden

Berlin. Ein voraussichtlich leichtes Sinken der EEG-Umlage im kommenden Jahr, die am Mittwoch veröffentlicht wird, kann nur als kleiner Schritt auf dem richtigen Weg angesehen werden. Das erklärte...

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BVMW fordert angemessene Berücksichtigung des regionalen Mittelstandes bei Vergabe öffentlicher Aufträge in Berlin

Berlin. Der Mittelstand in der Hauptstadtregion muss bei der Vergabe von Aufträgen, vor allem bei Großprojekten des Landes Berlin, angemessen...

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BVMW will das Rückgrat der Wirtschaft in der Hauptstadtregion stärken

Hennigsdorf. Der Bundesverband setzt seine Netzwerkarbeit im Interesse des Mittelstandes mit einer weiteren Branchen-Veranstaltung fort. Am 30....

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Fachkräfte

Verzahnung von Bildung und Mittelstand ist ein Erfolgsmodell

Cottbus. "Die Verzahnung von Bildung und mittelständischer Unternehmensstruktur ist das Erfolgsmodell für den Wohlstand unseres Landes und bedeutet...

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Politik

Neugewählte Stadtverordnetenversammlung muss Verantwortung für die Entwicklung der Stadt wahrnehmen

Frankfurt (Oder). Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft gratuliert allen Stadtverordneten, die in die neue Stadtverordnetenversammlung von...

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Erster Mittelständischer Metalltag

Hennigsdorf. Paul Rehfeld, Leiter der Hauptstadtregion Ost beim Bundesverband mittelständische Wirtschaft, ließ es sich nicht nehmen, noch einmal in die blaue Latzhose zu steigen und sich den gelben Helm aufzusetzen. Zum ersten Mittelständischen Metalltag in Hennigsdorf erinnerte er sich gern daran, selbst einmal als Schlosser ausgebildet worden zu sein. „Auch wenn ich ihn nicht lange ausgeübt habe - das ist ein ehrenwerter Beruf.“

Diese Ansicht teilte er sicher mit dem im Stadtklubhaus Hennigsdorf versammelten Auditorium. Vor allem Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft waren zusammengekommen, um essentielle Themen der Metallwirtschaft in Berlin-Brandenburg zu erörtern. 

Die Vorgeschichte dieses innovativen Forums, zu dem auch eine begleitende Fachausstellung gehörte, begann in der H. & Ph. Behr Gießerei GmbH & Co KG. In diesem 1839 gegründeten Traditionsbetrieb, der heute in fünfter Generation geführt wird, fand sich vor drei Jahren der BVMW-Stammtisch Metall zusammen: sechs Enthusiasten begannen mit der Netzwerkarbeit. Vor einem Jahr wurde dann die Idee geboren, den Rahmen weiter als bisher zu ziehen. Dass die Wahl des Tagungsortes auf Hennigsdorf fiel, freut Martin Witt.

Rückgrat der Wertschöpfung in der Hauptstadtregion

Der Stellvertretende Bürgermeister von Hennigsdorf  bricht gern eine Lanze für seinen modernen Industriestandort, der gemeinsam mit Oranienburg und Velten einen der 15 Wachstumskerne im Land Brandenburg bildet. Unternehmen wie Bombardier und Elektrostahl tragen  maßgeblich dazu bei. „Jeder zehnte Metallarbeiter im Land Brandenburg, ist in Hennigsdorf beschäftigt“, so Witt. Er hofft, dass die Veranstaltung ihre Fortsetzung in Hennigsdorf findet.

An Themen fehlt es nicht, wie die von den Kreisverbandsleitern Renate Fonfara und Christian Würzburg moderierte Veranstaltung mit mehr als 100 Teilnehmern zeigte.
 

So beschrieb Professor Dr.-Ing. Ulrich Berger, Sprecher des Clusters Metall Brandenburg, die Metallindustrie im Spannungsfeld zwischen Energiewende und Industrie 4.0. Nach wie vor bildet die Metallindustrie das Rückgrat im Wertschöpfungsprozess in Berlin und Brandenburg. Dabei ist die Branche selbst einem hoch dynamischen Entwicklungsprozess unterworfen, der von der Digitalisierung der Wertschöpfungsketten über die Ad-hoc-Vernetzung der Produktion entsprechend den aktuellen Bedarfen bis hin zur Entwicklung intelligenter Produkte reicht. 

Dr. Thomas Steinbach von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe machte deutlich, wie notwendig das im Aufbau befindliche Rohstoffmonitoring für ein hochentwickeltes Industrieland wie die Bundesrepublik ist. Allein beim Automobilbau ziehe sich die Palette verwendeter Materialien „quer durch das Periodensystem“. Deutschland importierte 2013 Rohstoffe im Wert von 143 Milliarden Euro, davon zwei Drittel fossile Energieträger und ein Drittel Metall in unterschiedlichster Form. Problematisch sei dabei nicht ein Mangel an Rohstoffen - die Erdkruste bietet davon genug - sondern die Marktmacht einzelner Unternehmen und Länder. Um so wichtiger ist es, Entwicklungstendenzen und Bedarf der Industrie im Blick zu behalten. „Zukunftstechnologien wie Photovoltaik, Lasertechnik oder Medizintechnik verändern auch den Rohstoffbedarf. So muss die Gewinnung von Gallium beispielsweise um 400 Prozent gesteigert werden.“

Welt der Materialien verändert sich rasant

Wie sich dabei auch die Welt der Werkstoffe ändert, erläuterte Dr. Thomas Weißgärber, Abteilungsleiter Sinter- und Verbundstoffe am Fraunhofer-Institut Dresden. Bei den Forschungen, mit denen sich das Institut befasst, geht es beispielsweise um MIM-Technik (Metal Injection Molding), die sich in den letzten beiden Jahrzehnten entwickelt hat. „Dadurch sind völlig neue Geometrien der Erzeugnisse möglich, kleinere Teile, die eine breitere Anwendungspalette abdecken“, so Weißgärber. In der Automobilindustrie sorgt Sinteraluminium für die Ablösung von Stahlprodukten. 

Zwei Workshops zu spezifischen Themen der Metallindustrie ergänzten das Programm des Mittelständischen Metalltages.

Mittelständischer Metalltag des BVMW 2014 in Hennigsdorf

Forum Führung mit Dr. Reinhard K. Sprenger im Axica Berlin

Berlin. Das Forum Führung gehört zu den herausragenden Veranstaltungen des BVMW. Bereits in rund zwanzig Städten bundesweit wartet es mit Top-referenten in einem exklusiven Ambiente auf, wie Bundesgeschäftsführer Bernd Adamaschek jüngst in Berlin informierte. Forum Führung bietet dem Mittelstand Information, Anregung und ein Podium zum Gedankenaustausch. 

Begrüßt durch den Präsidenten des BVMW, Mario Ohoven, durch den Bundesgeschäftsführer des BVMW, Bernd Adamaschek, und durch die Leiterin der Hauptstadtregion-Süd, Birgid Zoschnik, erlebten Hunderte Gäste im Axica am Brandenburger Tor unter dem Motto „Meisterhaft führen“ Deutschlands meistgelesenen Managementautor Dr. Reinhard K. Sprenger. Der Top-Coach von europäischem Format vereint auf sich die Superlative seiner Branche: Deutschlands einzigen Management-Guru, der diesen Titel wirklich verdient, nennt ihn die Financial Times, als Deutschlands Management-Autor Nr. 1 preist ihn das Handelsblatt.

Dem Ruf, der ihm vorauseilt, blieb Sprenger nichts schuldig. „Ich rate zur Radikalität des Denkens“,  erklärte er coram publico. Diese Radikalität kann unterhaltsam sein und ist zugleich ein Pladoyer für die Freiheit, die der Einzelne - nicht nur in Führungspositionen - braucht, um zu Bestleistungen zu gelangen. Sprenger polemisiert gegen die „fundamentale Verschulung von Erwachsenen“ und erklärt: „Führung brauchen Sie eigentlich nur im Konflikt.“ Dann allerdings wird „das konkrete Verhalten der wertsetzenden Persönlichkeit zur Spielregel für die  Mitarbeiter.“ Auf Fehler müsse handelnd reagiert werden, nicht anklagend. „Ob jemand ehrlich ist, hängt ausschließlich davon ab, wie auf Ehrlichkeit reagiert wird.“

Soziologie und Philosophie, Wirtschaftslehre und Ethik driften bei Sprenger nicht auseinander, weil er den Menschen als Einheit begreift: „Kein Mensch hat Stärken oder Schwächen; was eine Stärke oder Schwäche ist, entscheidet sich immer kontextuell“. Und als Freund nicht nur der Weisheit, sondern auch der Provokation legt der promovierte Philosoph noch nach und behauptet: „Eine Gesellschaft, die nicht zehn Prozent krimineller Energie toleriert, wandert fast mechanisch in den Totalitarismus - wir sind alle voll dabei.“ Die Mahnung, nicht mit einer Misstrauensgesellschaft die Freiheit zu verspielen, bildet einen zentralen Punkt in Sprengers Vortrag. Ebenso, wie er es für die größte Fehlleistung von Führung hält, Menschen in den Zynismus zu treiben. 

Führung bedeutet für Sprenger „aus den besten elf die beste Elf zu machen“. Also Zusammenarbeit zu organisieren, die sich nicht von allein ergibt. „Nur wenn sie zur gleichen Zeit am selben Ort ein gemeinsam zu lösendes Problem haben, fallen Egoismus und Hilfe zusammen.“ Deshalb empfiehlt er, das Unternehmen „um die Kundenprobleme herum“ zu bauen. „Das einzige, wofür Führung bezahlt wird, ist Erfolg“,  so der Bestsellerautor mit Wurzeln im Sport, in der Musik und in der Pädagogik. 

Für Gesprächsstoff war damit reichlich gesorgt. Auch in der Pause und beim abschließenden Zusammensein suchten viele Kontakt zu Dr. Sprenger und tauschten sich  in den Wandelgängen über das Erlebte aus.    

Forum Führung mit Dr. Reinhard K. Sprenger im Axica Berlin, September 2014

BVMW für angemessene Berücksichtigung des Mittelstandes bei Vergabe öffentlicher Aufträge

Berlin. Der Mittelstand in der Hauptstadtregion muss bei der Vergabe von Aufträgen, vor allem bei Großprojekten des Landes Berlin, angemessen berücksichtigt werden. Das erklärte Christian Würzburg in Berlin bei einem Podiumsgespräch mit dem Bürgermeister und Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller (SPD). Darüber hinaus müsse die Energiepolitik des Landes Rahmenbedingungen schaffen, die für die mittelständische Wirtschaft auch in Zukunft Versorgungssicherheit und bezahlbare Energiepreise gewährleisten, so Würzburg weiter unter Bezugnahme auf das Kommunalpolitische Programm des BVMW. 

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hatte Müller im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Auf ein Wort, Herr Senator…" nach Tempelhof in die Eventlocation Pier 13 eingeladen.

Müller wies darauf hin, dass sich der Senat mit beiden Themen derzeit befasse. Das Vergabegesetz solle "entschlackt" werden. "Allerdings ist es mit einem Olympiastadion wie mit einer Landebahn - das können nur wenige", räumte er ein. Trotzdem habe der Senat ein großes Interesse an der Beteiligung der mittelständischen Unternehmen bei Investitionsprojekten und messe den KMU eine wesentliche Bedeutung bei der Stadtentwicklung zu.

Die angestrebte Rekommunalisierung in den Bereichen Wasser und Energie nannte der Senator die Korrektur eines Fehlers. Dadurch solle auch einer Verteuerung entgegengewirkt werden. Trotzdem sei die Preisentwicklung auf dem Energiemarkt nicht vorhersehbar.   

Während der Diskussion mit mehr als 40 Unternehmerinnen und Unternehmern, die Christian Würzburg moderierte, ging es um die Wachstumsdynamik in Berlin und die damit verbundenen Themenbereiche von der Entwicklung der Infrastruktur über die Nutzung freier Flächen bis zum Wohnungs- und Gewerbebau.

Besonderes Interesse bekundeten die Diskussionsteilnehmer an der Olympia-Bewerbung Berlins, der Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur, den Genehmigungsverfahren für Bauprojekte in den Stadtbezirken und der nachhaltigen Stadtentwicklung.  

"Der Mittelstand zeigt großes Interesse an der Entwicklung Berlins als attraktive, prosperierende Metropole. Wir hoffen, dass Michael Müller als Senator oder auch als möglicherweise zukünftiger Regierender Bürgermeister die Anregungen engagierter Unternehmer aufgreifen und in die politische Debatte über die Zukunft der deutschen Hauptstadt einbringen wird", so Würzburg nach der Veranstaltung. 

Spionage kostet Mittelstand Millionen

Carlo Weber und Dr. Dieter Kapell Foto: Klemt

Potsdam.  „Ich bin froh, dass ich Sie als Gäste begrüßen darf“, eröffnete der Leiter der Abteilung Verfassungsschutz im brandenburgischen Innenministerium, Carlo Weber, die Begegnung mit den Wirtschaftssenatoren des BVMW-Landesverbandes in Potsdam. „Sonst sind wir es, die über Land fahren, um Aufklärungsarbeit zu leisten.“ Die Aufklärung und Abwehr Spionage ist nur eines der Arbeitsgebiete für Weber und seine rund 100 Mitarbeiter. Der Wirtschaft aber entstehen jedes Jahr Millionenschäden durch Spionage oder die Ausforschung durch nationale und internationale Konkurrenz. Gerade kleine und mittlere Unternehmen sind solchen Angriffen oft hilflos ausgesetzt. „Das beginnt schon bei der Frage, womit ein Unternehmen es zu tun hat.“ Während der Verfassungsschutz zuständig ist für das Wirken fremder staatlicher Mächte, geht die Polizei der Ausspähung durch die Konkurrenz nach. Wer den Verdacht hegt, in solch eine Situation geraten zu sein, so Weber, sollte sich an den Verfassungsschutz wenden. Dessen klarer Vorteil besteht in der Diskretion. „Die Sorge um das Image des Unternehmens hält viele ab, darüber zu sprechen. Aber genau dafür sind wir da.“  

Dr. Jörg Treffke vom brandenburgischen Verfassungsschutz wies darauf hin, dass vor allem hochinnovative Unternehmen von Wirtschaftsspionage betroffen sind, und erläuterte das an praktischen Fällen, die von den deutschen Diensten aufgeklärt wurden. Mehr als die Hälfte aller Spionagefälle betrafen den Bereich der Forschung und Entwicklung. Dabei waren 73 Prozent sogenannte Innentäter, als Mitarbeiter. 

„Jedes dritte Unternehmen hatte bereits einen Spionageverdacht, jedes fünfte sogar einen ganz konkreten“, berichtete er. Als risikoreiche Länder gelten Russland, China und die USA. „Allerdings tauchen die USA im Verfassungsschutzbericht nicht auf, weil staatliche Wirtschaftsspionage durch die USA nicht nachgewiesen wurde. Die Behauptungen Edward Snowdens wurde bisher nicht belegt.“ Trotzdem gebe es das klassische Freund-Feind-Modell nicht mehr, so Dr. Jörg Treffke. Die Aufmerksamkeit richte sich auf einen Umkreis von 360 Grad. Dabei geht es um Patentrechtsverletzungen, Plagiate und die Abwerbung von Spezialisten.

Wie schwer es dennoch ist, Wirtschaftsspione dingfest zu machen und den Beweis einer staatlichen Auftraggeberschaft zu führen, zeigt sich daran, dass in einem Drittel aller Fälle Kommissar Zufall der größte Helfer ist. 

Der Verfassungsschutz leistet vor allem „Prävention durch Information“ und bietet Schulungen an, um die Unternehmen zu sensibilisieren. Im Bereich der IT-Spionage sei auch das Nationale Cyber-Abwehrzentrum ansprechbar. Mit seinen zwölf Mitarbeitern kann es zumindest eine Grundprüfung durchführen und im Bedarfsfall  weitere Kontakte herstellen. Wer sich gegen Kriminalität jeder Art schützen wolle, so Carlo Weber, muss jedoch vor allem Eigenverantwortung übernehmen.  

Die Senatoren nutzten die Gelegenheit zu einer lebhaften Diskussion mit den Experten und lobten die angenehme Atmosphäre, in der das Gespräch stattfand.  

Geschäftsmodell-(Re-)Engeneering

Berlin. Wie schaffe ich es, mein Geschäftsmodell greifbar zu machen und wo setze ich bei Veränderungen an? Woher weiß ich, ob mein Unternehmen für die Zukunft gut aufgestellt ist? Wie schaffen es erfolgreiche Unternehmen immer wieder ihre Geschäftsmodelle zu verändern?

Antworten darauf gibt ein interaktives Hands-on-Seminar am 24. Juni von 10 bis 16 Uhr im Fraunhofer-Forum, Anna-Louisa-Karsch-Straße 2 in 10178 Berlin. Dabei lernen die Teilnehmer, mit Hilfe eigens entwickelter Tools und Methoden Geschäftsmodelle zu analysieren, wesentliche Trends zu erkennen und mit Hilfe von Veränderungsmustern Geschäftsmodelle (weiter) zu entwickeln. Das Seminar kombiniert aktuelle Forschungsergebnisse von Fraunhofer-Instituten, insbesondere des Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, mit der Beratungspraxis der Experten von KPMG und der AGILeVIA GmbH. Das Seminar richtet sich an Unternehmer, Inhaber, Geschäftsführer und Business Developer, die die Zukunftsfähigkeit ihres Unternehmens überprüfen und Ideen für die Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells erarbeiten wollen. Informationen zum Ablauf sowie zur Anmeldung gibt es auf der Internetseite www.agilevia.de.

BVMW-Jahresempfang 2014 in Berlin

Bundesverband lud zum Familiensonntag beim Berliner Sechs-Tage-Rennen ein

Auch das berühmte Sechs-Tage-Rennen im Berliner Velodrom ist ein mittelständisches Unternehmen. Mit 15 Mitarbeitern stemmt Geschäftsführer Reiner Schnorfeil eine der bedeutendsten Sportveranstaltungen in der Bundeshauptstadt, die in diesem Jahr zum 103. Mal stattfand. „An den Renntagen wächst die Zahl der Mitwirkenden allerdings auf 75.000“, berichtet Schnorfeil. So viele Zuschauer kommen erwartungsvoll in die Halle mit einer der schnellsten Rennbahnen Europas. Für Berlins Senator für Inneres und Sport, Frank Henkel, gehört das Sechs-Tage-Rennen „seit jeher in de Kreis der herausragenden Traditionssportveranstaltungen“. So erinnert er als Schirmherr des Rennspektakels auf dem Velodrom an das Motto „Januartage sind in Berlin Radsporttage!“

Reiner Schnorfeil hat bereits 1997 als Allein-Vermarkter der Veranstaltung begonnen und wurde 2010 Geschäftsführer.  Er ist sichtlich stolz darauf, „von Anfang an“ dabei gewesen zu sein. Außerdem macht Erfolg natürlich Spaß und erst recht der Hallentrubel bei den anspruchsvollsten Duellen der Spitzenfahrer, der Jubel über Bestleistungen der Publikumslieblinge.  

Seit dem vergangenen Jahr ist die 6-Tage-Rennen GmbH auch Mitglied im Bundesverband mittelständische Wirtschaft. „Wir haben überlegt, wie wir den Sonntag als Familienbrunch nach vorn bringen“, berichtet Schnorfeil. „So wurde mit Renate Fonfara, Kreisgeschäftsführerin des BVMW, die Idee geboren, Mitglieder des Bundesverbandes einzuladen.“ Ein Einstands-Angebot, von dem Renate Fonfara und ihre Mitstreiter gern Gebrauch machten. Für den BVMW in der Hauptstadtregion wurde der Tag zu etwas ganz Besonderem.

Großes VIP-Erlebnis für 190 BVMW-Mitglieder

190 Verbandsmitglieder, deren Familien, Partner, Freunde und Bekannte erlebten im VIP-Bereich des ausverkauften Velodroms, direkt auf der Innenseite der Start- und Zielbahn einen spektakulären Renntag der 68 Fahrer aus 21 Nationen. Unter den Sportlern befanden sich zahlreiche Welt-, Europa- und Landesmeister. Manche entstammen Radsportler-Dynastien, die schon seit Jahrzehnten für Aufsehen im Rennsport sorgten.

„Für mich ist das heute aber nicht nur ein großartiges Radsportereignis, sondern auch ein Unternehmertreffen des BVMW in einer einmaligen Atmosphäre“, meint der BVMW-Kreisgeschäftsführer Christian Würzburg. „Wo könnte man besser miteinander ins Gespräch kommen, neue Kontakte knüpfen und natürlich zugleich spannende und unterhaltsame Stunden miteinander verbringen“, meint BVMW-Kreisgeschäftsführerin Marion Arndt. 

Begeistert zeigten sich auch die Gäste. Für die Gattin eines Neuköllner Familienunternehmens war der Besuch des Sechs-Tage-Rennens beispielsweise eine echte Premiere. „Ich lasse mir noch das eine oder andere erklären, aber das ist gar kein Problem – mein Mann kommt jedes Jahr hierher.“ 

Mit dem Taschenlampenkonzert der Berliner Gruppe Rumpelstil wurde zudem ein Show-Act geboten, der nicht nur die Erwachsenen Spaß bereitete, sondern mehr noch den Kindern. Eingängige Musik und sinnreiche, fröhliche deutsche Texte - auch das ist heute schon ungewöhnlich genug.

Energiewende in Deutschland

Neuenhagen. Die Energiewende, viel beschworen, viel diskutiert und von manchen voreilig zu Grabe getragen, findet statt. Im Land Brandenburg. In Ostdeutschland. Davon ist Gunter Scheibner, Leiter Systemführung bei der 50 Hertz Transmission GmbH in Neuenhagen bei Berlin überzeugt. Das Unternehmen betreut mit seinen 757 Mitarbeitern das insgesamt 9.800 Kilometer lange Höchstspannungsnetz von 400-Kilo-Volt- und 220-Kilo-Volt-Leitungen mitsamt 70 Umspannwerken auf dem Gebiet der ehemaligen DDR und der Freien und Hansestadt Hamburg. Das sind 31 Prozent des Bundesgebietes. 400 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr in das Netz investiert. „Geschuldet ist dies der Energiewende und der Einspeisung durch erneuerbare Energien“, erläuterte Gunter Scheibner den Wirtschaftssenatoren des BVMW-Landesverbandes Berlin-Brandenburg bei ihrem Besuch.

Bei Stürmen wie Xaver laufen wir über

„Allerding realisieren wir ausschließlich Investitionen, bei denen die Refinanzierung über Netzentgelte gesichert ist.“ Die von Dr. Dieter Kapell vorgetragene Forderung des BVMW, Strom so dezentral wie möglich und so zentral wie nötig zu produzieren, sieht Gunter Scheibner längst nicht verwirklicht. „Tatsächlich wird der Strom dort produziert, wo er produzierbar ist - ein deutliches Missverhältnis.“

Deshalb findet die Energiewende im Netzbereich der 50 Hertz Transmisson GmbH statt, so der Energieexperte, der die Branche seit mehr als dreieinhalb Jahrzehnten kennt. Schon 2012 wurde hier ein Anteil von 35 Prozent Erneuerbarer Energien erreicht, also jenes Volumen, das sich die Bundesregierung für das Jahr 2020 zum Ziel gesetzt hat. Zu den Ergebnissen gehört aber auch: „Bei Stürmen wie Xaver laufen wir buchstäblich über.“

Gab es im Jahr 2000 im Bereich der 50 Hertz Transmission GmbH eine installierte Leitung Erneuerbarer Energien von 2.100 Megawatt, so waren es 2012 bereits 20.583 Megawatt. Im Jahr 2024 rechnet das Unternehmen mit 44.800 Megawatt. 

Derzeit laufen Windkraftanlagen mit einer Leistungskraft zwischen jeweils 1,5 und 5 Megawatt. „Die 7,5-Megawatt-Anlagen kommen jetzt, die 10-Megawatt-Anlagen befinen sich auf dem Reißbrett“, so Gunter Scheibner. Auch wenn die hiesige Windvorratsfläche bereits weitgehend genutzt wird, gibt es einen erheblichen Zuwachs durch diese neuen Anlagen. „Man sollte die Technologie weiter entwickeln, die am effektivsten ist. Bei uns ist das die Windenergie.“

Gleichzeitig weist der Experte aber auch darauf hin, dass die Energiewende nicht umsonst zu haben ist. „Die kostet richtig Geld, nicht nur als Anschub zur Durchsetzung der Technologie, sondern auch zur Sicherung des Betriebes mit entsprechenden Technologien.“

Für die Systemführung und die Versorgungssicherheit bedeute die wachsende Durchdringung mit Erneuerbaren Energien eine enorme Herausforderung. Allein durch die Veränderung der Windstärke liegt die Schwankung der eingespeisten Leistung aus Windkraftanlagen binnen eines Tages bei 8.353 Megawatt. Im Extremfall, wie beim Sturmtief Xaver, liegen  plötzlich sogar 11.064 Megawatt auf der Leitung. 

„Liberalisierung des Marktes statt Monopol bedeutet auch, dass der Markt darüber entscheidet, welches Kaftwerk einspeist, und nicht die Warte“, so Gunter Scheibner. 98 Terra-Watt-Stunden wurden 2012 an die Endkunden abgesetzt. Von den 42.900 Megawatt installierter Leistung gehörten 20.583 Megawatt zu den Erneuerbaren Energien. 

Das Interesse am technologischen Umgang mit einer umweltfreundlicheren Stromerzeugung ist groß. Selbst aus Japan kommen die Besucher der 50 Hertz Transmission GmbH. „Auch dort werden entsprechende Gesetze geplant“, weiß Gunter Scheibner. 

Der Job findet seinen Bewerber

Berlin. Es ist so gekommen, wie Kommunikationswissenschaftler es vor mehr als einem Jahrzehnt vorausgesagt haben. Nicht das Vorhandensein von Informationenund die Zugriffsmöglichkeit darauf verursacht heute den größten Aufwand, sondern das effiziente Auffinden. Die Antworten des Internets auf diese Herausforderung heißen intelligente Suche und Interaktivität. Das Webportal Monster.de, erfolgreicher Partner des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, vereint beides. Zu welchem Zweck und mit welchem Ergebnis, das erfuhren Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Hauptstadtregion im November bei einer BVMW-Veranstaltung im Herzen Berlins. 

Das Interesse an der neuen Veranstaltungsreihe Meeting Mittelstand in der Hauptstadt war so groß, dass die Zahl der Anmeldungen zu diesem Abend unter dem Thema „Wachstum sichern - Fachkräfte gewinnen! - Erfolgreiche Personalbeschaffung im Mittelstand“ die Platzkapazität in der Kanzlei Dentons bei weitem überschritt.

68.000.000 Stellengesuche in einem Monat

40 Prozent der Unternehmen, so berichtete  BVMW-Regionalgeschäftsführerin Birgid Zoschnik, finden derzeit nicht die benötigten Fachkräfte. Ihnen zu helfen, hat sich das börsennotierte Unternehmen Monster.de zur Aufgabe gemacht. Es geht um einen riesigen Markt. 68 Millionen Jobs werden im Internet international jeden Monat gesucht. Gleichzeitig ist beispielsweise im Bereich Forschung und Entwicklung jede 15. Stelle nicht besetzbar. In den kleinen und mittleren Unternehmen gab es in diesem Jahr nahezu zehn Prozent unbesetzte Stellen. Und beide Seiten warten doch nur darauf, zueinander zu finden!

Dabei setzen knapp zwei Drittel der Jobsuchenden auf Internetstellenbörsen wie Monster.de, reichlich ein Drittel wendet sich den Webseiten konkreter Unternehmen zu und knapp ein Drittel nutzt Karrierenetzwerke wie Xing. Angesichts des eher abnehmenden Interesses an den samstäglichen Stelenanzeigen in vielen Zeitungen meint Henryk Vogel: „Im Internet ist immer Sanstag, 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche.“

Der Monster-Direktor berichtete darüber, dass sich sein Unternehmen nicht nur neuer Suchtechnologien bedient, sondern auch Recruiting-Trends im Mittelstand forciert, beispielsweise zur papierlosen Bewerbung, die sowohl dem Unternehmen bei der elektronischen Erfassung und Bearbeitung entgegenkommt, als auch dem Jobsuchenden im Informationszeitalter. 

Unternehmen müssen Eindruck machen

Wer im Wettbewerb mit den Großunternehmen die besseren Kandidaten gewinnen möchte, muss selbst als Unternehmen den besseren Eindruck machen. Employer Branding heißt das Schlüsselwort: das eigene Unternehmen zur Marke machen und als Marke bewerben, am besten mit den eigenen Angestellten in ihrem Umfeld, aber auch zielgruppengerecht in sozialen Netzwerken, auf Internetportalen. „Signaltechniker haben sehr oft ein gemeinsames Hobby: die Modelleisenbahn. Also trifft man sie auf den entsprechenden Internettseiten und macht dort auf sich aufmerksam“, erzählte Vogel. 

Ein weiterer Trend ist die Stellenanzeige, die auf mobilen Endgeräten erscheint. Zu den gebündeltenErfahrungen, die sich Monster.de zu Nutze macht, gehört auch, dass vor allem jüngere Menschen mehr an Entfaltung und Kreativität interessiert sind, als an Geld und Sicherheit, an flexiblen Arbeitszeiten und elternfreundlicher Atmosphäre. 

Viele Möglichkeiten stehen mittelständischen Unternehmern offen, um auf solchen Wegen die Mitarbeiterbindung zu erhöhen und zu professionalisieren.  Monster.de als Qualitätssieger im Verhältnis von Bewerbungszahl und Qualität der Bewerber (Westpress Media Leistungstest) kann KMU bei ihrer Präsentation zur Seite stehen. Die enge Partnerschaft mit dem BVMW hat es ermöglicht, deutschlandweit Veranstaltungen zum Thema Fachkräfte-Recruiting durchzuführen. Auf der Inernetseite www.fachkraft-im-mittelstand bieten Monster.de und BVMW gemeinsam wichtige Informationen zur Personalbeschaffung an.

Dentons als Gastgeber des Abends verfügt als Fullservice-Agentur auf dem Gebiet des Arbeitsrechts ebenfalls über umfangreiche Erfahrung. Schwerpunkt der Kanzlei ist die Dauerbetreuung langjähriger Mandanten, wie Dr. Markus Diepold berichtete. Dabei geht es auch um das Gewinnen und Halten von Mitarbeitern durch Employer Branding.  „Sechs Monate dauert es heute, um beispielsweise einen Lokführer zu finden.“ 

Lebensgestaltung ist wichtiger als mehr Geld

Kein Wunder, dass viele Unternehmer ihren Mitarbeitern Zielprämien zahlen, wenn sie die richtige Verstärkung für das eigene Team vermitteln. Um zu sehen, wie sich das Unternehmen auf veränderte Erwartungen von beschäftigten einstellen kann, genügt ein Blick in entsprechende Studien. 

63 Prozent der Arbeitnehmer beklagten bei einer Umfrage die schlechte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch die flexible Arbeitszeitgestaltung - von der Kernarbeitszeit bis zum Lebensarbeitszeitkonto - gewinnt an Bedeutung. Familienzimmer und Kinderbetreung können ein unschlagbares Plus für ein Unternehmen sein. Aber auch Gesundheits- und Altersvorsorge sowie Qualifikationsmöglichkeiten sind gefragt. Für jüngere Menschen ist es nicht unwichtig, welche Rolle Nachhaltigkeit im eigenen Unternehmen spielt, ob es sich sozial verantwortlich engagiert. Schließlich kann Mitarbeiterbindung auch über Vergütungsmodelle gefestigt werden. Dentons hat dafür die Formel SMART: schriftlich fixiert und präzise, messbar nach objektiven Kriterien, anspruchsvoll und herausfordernd, realistisch und erreichbar und schließlich terminiert im Rahmen eines konkreten Zeitraums.   

Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Peter Zierbock von der Firma ttp mit ihren 160 Mitarbeitern kann das bestätigen. Angemessene Ausbildungsvergütungen und Stipendien bieten sich als Stimulanz für potentielle Mitarbeiter an. Fortbildungen und Zielvereinbarungen motivieren gewonnenene Fachkräfte. „Es lohnt sich aber auch, das Mitarbeitergespräch nicht über die Höhe der Vergütung zu führen, sondern über die Arbeitsbedingungen.“ Nicht nur, weil sich dabei die tatsächliche Priorität von Bedürfnissen bei der Lebensgestaltung der Mitarbeiter zeigt, sondern auch, weil der Unternehmer beziehungsweise sein Personalchef daraus selbst neue Vorschläge und Anregungen gewinnen können. In den vergangenen Jahren hat sich zudem gezeigt, dass Mitarbeiterbindung ein Thema ist, das nicht erst mit dem Berufsleben beginnt.
 

Frühzeitig tragende Verbindungen knüpfen

Die JMS Junior Management School bietet in Abstimmung mit der Industrie- und Handelskammer ein zwölfmopnatiges Curriculum an, bei dem eine direkte Förderung durch interessierte Unternehmen stattfindet. Die jugendlichen Teilnehmer haben einen unmittelbaren Ansprechpartner und werden selbst zu Botschaftern für „ihr“ Unternehmen in ihren eigenen sozialen Netzwerken. Für die Unternehmen bedeutet das eine Imagewirkung dort, wie sie tatsächlich benötigt wird. Für Kleine und mittlere Unternehmen wird das Pilotprojekt zudem gefördert. BVMW-Regionalgeschäftsführerin Birgid Zoschnik will dieses Modell auch nach Berlin holen. 

Beim Get-together hatten die Gäste des Abends nicht nur Gelegenheit, sich vertiefend über das Thema auszutauschen. Melanie Piontek, selbst Mitglied im BVMW, hauchte dem Abend mit ihrem Saxophon ein wenig Swing ein.Die hochtalentierte Musikerin hat in den zurückliegenden Jahren charmant und professionell die Berliner Szene erobert - bis hin zu zahlreichen hochkarätigen gesellschaftlichen und Firmenevents, auf denen die Solistin parlierte.  

Großer Beifall für die „Gefährten“

Berlin. Das Stück ist kein Musical und die Geschichte, nach einem Kinderbuch inszeniert, ist eher schlichter Natur undlässt dem Ensemble vor allem im zweitenTeil wenig Raum, über die Kolportage hinaus Charaktere zu entwickeln. Trotzdem dürfte „Gefährten“ zu Recht einer der größten aktuellen Theatererfolge werden. Davon konnten sich auf Einladung des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft und seiner Regionalgeschäftsführerin Birgid Zoschnik im November auch zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Hauptstadtregion überzeugen.

Nach der Begrüßung durch den Hausherrn,Vertriebsleiter Andreas Voigt von der Stage Entertainment Marketing & Sales GmbH, Sponsor Jürgen Stehle von der Salesforce Germany GmbH, Marketing-Direktor Sven Klann-Lejeune von den Grand City Hotels, Uwe Piefke von der Deutschen Post und Birgid Zoschnik gab es einen Sektempfang für die Theaterbesucher, die so noch Gelegenheit fanden, sich im feierlichen Ambiente des traditionsreichen Theaters auf das Bühnenerlebnis vorzubereiten oder auch Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Am Rande beobachtet: Es warensehr viele erfreulich junge Theaterbesucher unter den Gästen - die Inszenierung trifft also nicht nur Herz und Seele der Zuschauer, sondern offenkundig auch einen Nerv der Zeit.

Was aber ist denn nun das Geheimnis dieser Inszenierung des National Theatreof Great Britain nach dem Roman von Michael Morpurgo? Vor allem sind esgewiss die lebensgroßen Tiergestalten,allen voran die titelstiftenden Pferde ausder Handspring Puppet Company. Die Tiere werden nicht nur getreu bis inskleinste Detail durch sinnreiche Mechanismen bewegt - vor den Augen des Zuschauers und je weiter er sich einlässt auf die Geschichte, erwachen sie buchstäblich zum Leben.

Die Symbiose dieser Meisterwerke des Puppenbaus und der diesem keineswegs nachstehenden Kunst der Puppenspieler verzaubert und berührt. Das Herz läuft den wissenden Sinnen davon: Dort vornauf der Bühne, das ist Joey, der alle Leideneiner armen Bauernfamilie, der das ganze Drama des Ersten Weltkrieges zubeiden Seiten der Front erlebt, und seintreuer Freund und Reiter. Zum zweiten ist es die Leistung des gesamten Schauspielerensembles, das diese Geschichte einer tiefen Freundschaft zwischen Pferd und Reiter erzählt, die letztendlich beiden das Leben rettet. Von der Kinderfigur bis zur Gestalt des Sängers, loten sie die Geschichte aus, soweit das Stück auf der einen, der Showcharakter der Inszenierung auf der anderen Seite das zulassen.

Schließlich erlebt das Publikum einen grandiosen Umgang mit Bühnentechnik und Bild. Zeichnung, Malerei, Animation, Licht und Effekte sind wirkungsvoll, aber ohne Effekthascherei, sparsam, aber ohne Askese eingesetzt. Alles ist in sich stimmig und so entsteht ein opulentes Epochengemälde, ohne Überfrachtung und ohne Beliebigkeit. Der brausende Beifall am Ende der Vorstellung war zweifelsohne verdient.

Für den BVMW in der Hauptstadtregion war das gemeinsame Erlebnis ein herausragendes Beispiel, wie Mitglieder ihren Verband leben: als Miteinander, das weit über die politische Interessenvertretung hinaus Zugänge zur Kultur und zum gesellschaftlichen Leben pflegt und schafft, hochkarätige Veranstaltungen mit großartigem Erlebnischarakter anbietet und auch so den Zusammenhalt der Mittelstandes fördert.

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