- 03.02.
Verlader mögen speditionellen Mittelstand
Deutschlands Verlader bevorzugen bei der Vergabe von Transport- und Logistikdienstleistungen oftmals den mittelständischen Spediteur vor...
- 02.02.
Mobile Werbung fällt auf
Düsseldorf – Werbung im Mobile Internet steigert die Markenbekanntheit und bleibt in den Köpfen der Nutzer hängen. Dies geht aus der heute...
- 31.01.
Gelangensbestätigung erschwert EU-Binnenhandel – Bürokratische Neuregelung jetzt abschaffen
Als „bürokratische Hürde für den Mittelstand“ hat der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, die...
Mittelstand begrüßt zusätzliche Maßnahmen gegen Kriminalität
Frankfurt. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) begrüßt die zusätzlichen Maßnahmen des Landes Brandenburg zur Eindämmung der Kriminalität in der Grenzregion. "Wir sehen in der...
Hände weg von der Förderung der Solarenergie!
Wustermark. Mit einem dringenden Appell hat sich der Landesgeschäftsführer des BVMW in Berlin-Brandenburg, Dr. Dieter Kapell, an...
Auf den märkischen Allen künftig nur noch Tempo Zehn
Potsdam. Die Aufforderung des brandenburgischen Verkehrsministeriums an die Landkreise, das Tempo auf Alleen auf 70 Stundenkilometer zu drosseln,...
Sechs Kilometer Autobahn entlasten die ganze Stadt - BVMW fordert zügigen Weiterbau der A 100
Berlin. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) spricht sich energisch für die Verlängerung der A 100 in Berlin aus. "Sechs Kilometer...
Straßen als Wirtschaftsfaktor
Bundesverband mittelständische Wirtschaft fordert weiterhin konsequenten Ausbau der Infrastruktur
Leitfaden für Unternehmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege
Das Thema Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege rückt angesichts der demografischen Entwicklung im Land Brandenburg seit einiger Zeit stärker in den Blickpunkt der Arbeitsmarktpolitik.
Mit der Verabschiedung des Gesetz über die Pflegezeit im Jahr 2008, sind zunehmend auch die Unternehmen mit dieser Problematik konfrontiert. Das stellt besonders für die kleinen- und mittelständischen Unternehmen eine große Herausforderung dar, da die personellen, finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten oft begrenzt sind. Verstärkend kommt hinzu, dass die KMU jetzt schon unter Fachkräftemangel leiden.
Über 40% der Pflegenden müssen den Spagat zwischen Pflege und Beruf meistern . Das bedeutet für die Unternehmen , dass sie ein pflegefreundliches Arbeitsumfeld schaffen müssen, das die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege sichern hilft. Die Pflege erfordert viel Kraft von den Betroffenen und erhöht das Risiko krankheitsbedingt auszufallen. Aber Fehlzeiten kann sich kein Unternehmen leisten.
Was kann ein Unternehmer tun, um seine pflegenden Beschäftigten zu unterstützen?
Diese Frage stellten sich auch die Experten des Projekt „Vereinbarkeit von Pflege und Arbeit International- PARI“, das im Rahmen der Richtlinie des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie zur Förderung des Transnationalen Wissens- und Erfahrungsaustausches realisiert wurde.
Da unsere Unternehmer keine Pflegespezialisten sind und auch andere Aufgaben zu erfüllen haben, sollte ein Werkzeug geschaffen werden, dass es den Unternehmern ermöglicht, mit geringen Aufwand seine pflegenden Mitarbeiter zu unterstützen.
Unter Federführung des Zentrums für Sozialforschung Halle e.V. an der Martin-Luther-Universität in Halle und der tamen. Entwicklungsbüro Arbeit und Umwelt GmbH und des BVMW OHV/HVL ist ein Leitfaden für Unternehmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege entstanden, den wir hier als pdf zur Verfügung stellen.
Neben Informationen für Unternehmen zu gesetzlichen Grundlagen, Kosten und Finanzierung, enthält er konkrete Handlungsmöglichkeiten mit den entsprechenden Instrumentarien für die Erfassung der Struktur und Bedarfe der Pflegeverantwortlichen, eine Auflistung möglicher Unterstützungsangebote und eine Übersicht praxiserprobter Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege.
Ein weiter Teil des Leitfadens enthält Informationen für pflegende Beschäftigte, die der Unternehmer unkompliziert an seine Mitarbeiter weitergeben kann.
Für den Landkreis Oberhavel wurde der Leitfaden durch die Darstellung der Pflegedienstleistungsstruktur im Landkreis ergänzt, so dass man sofort den konkreten Dienstleister kontaktieren kann.
Mit diesem Leitfaden geben wir den Unternehmen ein Instrument in die Hand, mit dem sie effektiv in der konkreten Situation reagieren, ihre Mitarbeiter unterstützen und somit für das Unternehmen erhalten können.
Leitfaden für Unternehmen
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1. Unternehmer-Solarkonferenz setzt Zeichen
Wustermark. „Ich kann Fred Kehler als Mitglied des BVMW-Landeswirtschaftssenats und Geschäftsführer der B5Solar nur zu seiner Initiative beglückwünschen und allen Partnern von der Nagel Group bis zur Zukunftsagentur Brandenburg danken“, sagte Dr. Dieter Kapell zum Abschluss der 1. Unternehmer-Solarkonferenz im GVZ Wustermark. 200 mittelständische Unternehmer hatten sich dort getroffen, um das komplexe Thema der Solarenergie und Photovoltaik zu erörtern, unternehmerische Chancen auszuloten, politische Rahmenbedingungen zu beleuchten und sich mit Nachdruck dafür einzusetzen, dass die beschlossene Energiewende mit Leben erfüllt wird. Auf dem Unternehmnsgelände der Nagel Group war zu diesem Zweck nicht nur ein temporäres Konferenzzentrum entstanden. Darüber hinaus gab es Ausstellungen zahlreicher Unternehmen der Branche, die Gelegenheit, mit einem metallic glänzenden Elektro-Roller Probe zu fahren und die Möglichkeit, mein Come-togehter neue Kontakte zu knüpfen. Die Teilnehmer der Konferenz kamen vor allem aus der Hauptstadtregion. Den weitesten Weg hatte zweifellos Kevin Ying von der Tianwei New Energy aus China. Der Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, Ralf Christoffers, setzte ermutigende Zeichen für die energiepolitische Strategie des Landes bis 2030. Eine wichtige Säule dafür sei die gesellschaftliche Akzeptanz bei der Nutzung Erneuerbarer Energien, so der Minister. „Wir verfügen in Brandenburg über keinen konfliktfreien Energieträger“, sagte er unter Verweis auf rund 30 Bürgerinitiativen, die sich im Zusammenhang mit der Energiepolitik gebildet hätten. Es finde nicht nur eine Verlagerung der Energieerzeugung von Süden nach Norden und von zentralen Produktionseinrichtungen zu dezentralen statt. „Die Energiewende bedeutet auch einen tiefen Einschnitt in die Lebenswirklichkeit der Menschen“, so Christoffers. Zugleich seien in der Hauptstadtregion 15.000 Arbeitsplätze mit den Erneuerbaren Energien verbunden.Gegenüber dem Bund fordert Christoffers eine Beteiligung am Ausbau des 110-KV-Netzes in Brandenburg. Eine Studie der BTU Cottbus habe gezeigt, dass von zwei Milliarden Euro für den notwendigen Netzausbau allein 1,2 Milliarden Euro für das 110-KV-Netz benötigt würden. Diese Kosten soll nach dem Willen des Bundes das Land tragen. „Dadurch werden Regionen mit einem hohen Anteil Erneuerbarer Energien benachteiligt“, so Christoffers.
Auch Dr. Dieter Kapell nutzte das Podium, um deutliche Worte in Richtung Berlin zu artikulieren: „Herr Rösler, wir sagen Ihnen: Hände weg vom Einspeisegesetz! Hände weg von der Solarstromförderung.“ Zugleich forderte der Landesgeschäftsführer des BVMW die Gemeinden auf, Dachflächenkataster zu schaffen, um der Photovoltaiik den Weg zu ebnen. Für den Mittelstand sei die Energiewende eine Herausforderung und ein Abenteuer, sagte Dr. Kapell weiter. Der Mittelstand beanspruche zu Recht einen hohen wirtschaftlichen Anteil an der Umgestaltung des Energie-Mixes. Das betreffe neben der Stromerzeugung auch die Gebäudesanierung, das Gebäudemanagement und weitere Dienstleistungsbereiche. "Mittelständisch zu sein, bedeutet dezentral zu wirken. Das entspricht auch der Veränderung der Energiepolitik hin zu dezentralen Lösungen, die an die regionalen Quellen und Möglichkeiten anknüpfen.“
Wie Investitionen in die Photovoltaik finanziert, geplant und umgesetzt werden können, aber auch, welche Arten von Modulen die Zukunftstrends bestimmen und wie sich der globale Markt entwickelt, erfuhren die Konferenzteilnehmer in den zehn Vorträgen von Firmenvertretern, Dienstleistern und Politikern. Zum Abschluss des Tages verabschiedete die Tagung eine Erklärung, mit der die Konferenzteilnehmer die politischen Entscheidungen zur Energiewende ausdrücklich unterstützen. "Wir rufen gleichzeitig dazu auf, die Energiekonzepte der Länder Brandenburg und Berlin und damit die Energiewende durch aktives Handeln zu begleiten".
Tropical Islands folgt einer Vision
Krausnick. Was ist nun eigentlich Tropical Islands? Eine Art Holodeck für verhinderte Globetrotter? Ein überdachtes Spaßbad? Ein Freizeitpark ohne Kassenschluss? Und was macht man mit diesen Deutschen, die beim Stichwort Tropen so oft an die Karibik denken und so selten an Fernost? Mit solchen Fragen schlägt Rainer Wilkens sich seit fünf Jahren herum. Dass der Marketingexperte daran seine Freude hat, merkten die 30 Unternehmer aus dem Süden Brandenburgs sehr schnell bei ihrem Besuch in Krausnick, den BVMW-Kreisgeschäftsführer Ralf Henkler mit Tropical Islands gemeinsam organisiert hatte.
„Wenn Sie in die Halle kommen, was kaufen Sie? - Ästhetik“, erklärte Wilkens. Seine Aufgabe sieht er darin, „aus Psychologie Euros“ zu machen. Denn in der 66.000-Quadratmeterhalle stecken an die 100 Millionen Euro Investitionen. Die größte freitragende Halle der Welt ist eine Sammlung von Superlativen: mit dem höchsten Rutschenturm Deutschlands, mit 10.000 Quadratmetern Regenwald, 30.000 Pflanzen und Gehölzen von vier Kontinenten, mit 8.000 Quadratmetern Dampfbad-Landschaft und alles in allem 5.000 Gästen, die sich gleichzeitig in der Halle amüsieren und die beschäftigt sein wollen. Aber Wilkens, der die Unternehmer auf vielen entdeckungsreichen Pfaden durch dieses Dorado führte, visiert ein „vierdimensionales Themenhotel“ an, wobei „die vierte Dimension das Klima ist“. Deshalb erkennt heute jemand, der vor ein paar Jahren dort war, Tropical Islands kaum noch wieder.
„Natürlich ist es leichter, ein Produkt neu auf den Markt zu bringen, als ein Produkt mit einem etwas verkorksten Start zu replatzieren“, räumt Wilkens ein. Doch gerade diese Herausforderung sucht er. Die Auslastung der Übernachtungsmöglichkeiten liegt mittlerweile bei 70 Prozent - und es wird weiter gebaut. In der Halle an einem Fluch-der-Karibik-Schloss und davor an den Novasol-Ferienhäusern. Denn Rainer Wilkens und das Tropical Islands-Team folgen keinem Plan, sondern einer grandiosen Vision.
Wissenschaft trifft Wirtschaft
Eberswalde. Nachhaltigkeit ist zu einem Schlüsselbegriff für die wirtschaftliche Entwicklung der Hauptstadtregion geworden. Die Initiative des BVMW, gemeinsam mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNE) den 1. Unternehmertag „Wissenschaft trifft Wirtschaft“ zu veranstalten, traf auf ein entsprechend großes Interesse. Mehr als 100 mittelständische Unternehmer, Wissenschaftler und Vertreter des BVMW nutzten die Gelegenheit, um sich in Vorträgen und Workshops über technologische Entwicklungen, Partnerschafts-Möglichkeiten und Firmenangebote auszutauschen.
Die „grüne Fachhochschule“, wie Professor Hans-Peter Priorr sie in seinem Vortrag nannte, bietet 15 Studiengänge zum Bachelor oder Master an. Die HNE verfügt über ein Zentrales ökologisches Labor, ein eigenes Technikum und ein Sprachenzentrum. Sie beschäftigt sich mit Schwerpunktthemen wie Nachhaltigkeit und ländlicher Raum, Energie und Klimawandel, Technologietransfer, Internationalisierung, Unternehmensgründung, Forschung und Entwicklung.
Rund 1.900 Studierende - davon 80 aus dem Ausland - werden von 50 Hochschullehrern betreut. Die Hochschulbibliothek mit Beständen der früheren Forstakademie, die bis auf das Jahr 1830 zurückreichen, gehört zu den interessantesten ihrer Art und ist auch öffentlich nutzbar. Ein speziell eingerichteter Career Service unterstützt die Studierenden bei der Karriere-Planung und arbeitet dabei eng mit zahlreichen Unternehmen zusammen. Eine Transferstelle dient als Ansprechpartner für Unternehmen, Verbände und Einrichtungen. Sie organisiert Fachtagungen und Weiterbildungen, vermittelt Praktikanten und Diplomanden, die sich mit unternehmensspezifischen Themen befassen, unterstützt Projekte der Forschung und Entwicklung und präsentiert die HNE bei Messen und Kongressen. In Zukunft will die HNE auch die Zusammenarbeit mit der Europa-Universität Viadrina intensivieren und grenzüberschreitende Projekte mit polnischen Partnern entwickeln. Auch ein Studiengang Landwirtschaft soll entstehen.
Die Teilnehmer des 1. Unternehmertages überzeugten sich davon, dass die HNE mit ihrem Technikum de gesamte Wertschöpfungskette abdeckt: Von der Holz-Trocknung bis zur CAD-gestützten Verarbeitung. Lebhaft genutzt wurden die rund zwei Dutzend Fachvorträge von Wissenschaftlern und Unternehmern auf dem Waldcampus.
BVMW-Regionalgeschäftsführer Paul Rehfeld zeigte sich zufrieden mit dieser Auftaktveranstaltung. „Wir alle wissen, dass Unternehmen anders ticken als Hochschulen. Und es kann auch niemals darum gehen, aus der Hochschule ein Unternehmen und aus dem Unternehmen eine Hochschule machen zu wollen. Was wir wollen, ist das gegenseitige Kennenlernen und Verstehen, die gemeinsame Arbeit an Projekten. Es ist wichtig, eine gemeinsame Sprache zu finden.“
Platin für die Haare
Berlin.„Die Frauen mögen es ja auch manchmal schwer haben, aber wir Männer müssen uns rasieren“, soll Kurt Tucholsky gesagt haben. Damit aus der Tortur ein Genuss wird, gibt es Gilette samt Procter & Gamble Manufacturing.
Gilette, weil die Firma auf dem deutschen Rasierermarkt 80 Prozent Anteil hält. Procter & Gamble, weil in deren Berliner Fabrik im Jahr eine Milliarde Rasierköpfe produziert werden. Jeder davon hat drei bis sechs Klingen, hochveredelt, ein technologisches Meisterwerk. Wer es kennt, wird sich nicht mehr wundern, dass er für solche kleinen Packungen das entsprechende Geld bezahlen muss. Und selbst das stimmt nur in Maßen: Rechnet man die tägliche Stoppelorgie gegen die Materialschlacht holder Weiblichkeit vor dem Morgenspiegel, braucht Mann auch kein schlechtes Gewissen zu haben. Längst ist er als kosmetische Zielgruppe entdeckt. Längst ist gut Aussehen und Riechen nicht nur korrekt, sondern auch cool.
Ganz am Rande: Mit dem Rasieren stehen die Herren natürlich auch schon lange nicht mehr allein und auch bei ihnen geht es nicht nur um den Bart. Deshalb reicht die Palette der Berliner Klingenmacher nicht nur von Mach 3 bis Fusion Power, sondern schließt die Venus-Produkte für die moderne Dame ein.
Gute Zeiten also für die Industrie. Wer weiß, ob die beiden amerikanischen Seifensieder sich das hätten träumen lassen, als sie ihr Unternehmen einst gründeten? Heute steht Procter & Gamble für 300 Marken, die weltweit vertrieben werden, darunter 50 Führungsmarken, von denen die meisten in sämtlichen deutschen Haushalten bekannt sind. Mit seinen insgesamt 127.000 Mitarbeitern erreicht der in Boston beheimatete Konzern einen Jahresumsatz von 82,6 Milliarden US-Dollar, wie der Geschäftsführer der Procter & Gamble Manufacturing in Berlin, Alfons Schömer, berichtet.
Auch der Hauptstadtbetrieb steht als Zeugnis für eine rasante Entwicklung. Er ist nicht nur einer der 16 Produktions- und Logistikstandorte in Deutschland, sondern war mit seinen 1.100 Beschäftigten auch Vorreiter bei zahlreichen innovativen Technologie-Einführungen. Er exportiert in europäische Länder ebenso, wie nach Afrika oder in den Nahen Osten.
Wer mit der kleinen Klinge eine kleine Fabrik assoziiert, sieht sich gründlich im Irrtum, wenn er die fast 19.000 Quadratmeter umspannende Produktionsszenerie erlebt. Vom aufgerollten, biegsamen Stahlband bis zum anschmiegsamen Rasierkopf sind es etliche Schritte. Was einstmals streng gehütete Weltraumtechnologie war, findet sich heute in den chemischen Verbindungen wieder, mit denen die superscharf gehärteten und geschliffenen Schneiden gebändigt werden, damit sie beim Barbieren sanft über die Haut gleiten. Teflon und sogar Platin werden dabei verarbeitet.
Schömer ist stolz darauf, dass die ersten fünf Plätze bei der Stiftung Warentest durch Gilette-Produkte gehalten werden. Denn Bart ist keineswegs Bart. „Einzigartig wie ein Fingerabdruck“, nennt Schömer ihn. Produktionsleiter Robert Kinner berichtet, dass vor der Markteinführung eines neuen Produktes 30.000 Probanden zu Tests und Interviews eingeladen werden - rund um die Erde. „Es gibt natürlich auch ganz unterschiedliche Rasiergewohnheiten, denen wir gerecht werden müssen. Der eine fährt einmal leicht über die Wange, der andere unternimmt mit einem Zweieinhalb-Kilo-Druck eine Kreuzfahrt auf seinem Hals“. Verletzen soll sich niemand dabei. Nur zufriedene Kunden kommen wieder.
Denn umkämpft ist auch dieser Markt. „Unsere Produktivität ist das Wichtigste, was wir im Auge behalten müssen. Durch die Integration in den Konzern können wir Programme für die Wertschöpfung entwickeln und umsetzen und gewährleisten die Zuverlässigkeit aller Prozesse bei hoher Kosteneffizienz.“
Hochmotivierte Mitarbeiter, die ihre Fähigkeiten in einem Wertekanon entfalten, sind eine wichtige Voraussetzung dafür. „Berlin, Hauptstadt der Klinge“ heißt eines ihrer Motti, „Wir machen Sieger“ ein anderes. Die Formel 85-15-1 verweist auf wachsende Zuverlässigkeit der maschinellen Prozesse, höhere Produktivität und das Bewusstsein, ein geschlossenes Team zu bilden. So wie die 90 Ingenieure im Werk die Technologieführerschaft im Blick haben, kümmert sich das Management um eine Pflege der Unternehmenskultur an jedem Arbeitsplatz. „Jeder Arbeiter ist Geschäftsführer von etwas und lernt, sich entsprechend zu verhalten.“
Gutes Geld gibt es bei Procter & Gamble nicht nur aus Traditionsbewusstsein. „Wir mobilisieren Menschen, unternehmerisch zu denken“, berichtet Kinner. Die Führungskräfte werden im eigenen Konzern entwickelt. Eine High Performance Organisation (HPO) schafft Strukturen, in denen das möglich ist und die das Vertrauen der Mitarbeiter, die Achtung und den Respekt voreinander fördern.
„Führung setzt kulturelle Erfahrung voraus, auch in anderen Ländern mit verschiedenen Geschäftsmodellen.“ Das Ergebnis ist spürbar. Auch auf der eigenen Haut.
Haben Banken eine Zukunft?
Berlin. „Leidenschaft für den Mittelstand“ nennen Stefan C. Heilmann, Lars Härle und Dr. Ulrich Puls die Geschäftsphilosophie ihrer 1999 gegründeten IEG Investment Banking, und sie verstehen sich als Banker im klassischen Sinne. Als „Prozessmanagern“ geht es ihnen nicht darum, eigene Finanzprodukte an den Markt zu bringen, sondern die Finanzierung von Unternehmen und ihren Projekten zu bewerkstelligen. Aber haben Banken überhaupt eine Zukunft? Auf diese Frage gab es für die Wirtschaftssenatoren im BVMW-Landesverband Berlin-Brandenburg auch bei ihrem Besuch keine letzte Antwort.
Die IEG beobachtet die Veränderungen an den Finanzmärkten genau. Sie verzeichnet ein steigendes Risikobewusstsein, höhere Anforderungen an die Kreditvergabe, steigende Eigenkapital-Anforderungen, ein Kreditrationierung vor allem im Bereich von Kreditvolumen zwischen einer und 50 Millionen Euro, die Zentralisation von Entscheidungsprozessen und die Fokussierung auf größere Volumina. „Die Zinsen werden steigen, das Geld wird deutlich tzeurer“, sagt Stefan C. Heilmann voraus. Außerdem sehen die Investment-Banker eine nachlassende Loyalität der Banken gegenüber ihren Kunden. Jahrzehntelang einer Hausbank treu zu sein, bedeutet heute nicht mehr, einen Bonus per se zu besitzen. Im Osten Deutschlands, so die Erfahrung, gäbe es keine Investition über fünf Millionen Euro, die ohne Landesbank beziehungsweise Landesbürgschaft realisiert würde.
Deshalb entstehe ein neuer Bedarf an Finanzierungspartnern vor allem bei Mittelstandsunternehmen, seien neue Finanzierungsarten und Finanzierungsquellen gefragt. „Bei einem Finanzierungsbedarf über eine Million Euro brauchen Sie wirklichn Hilfe.“
Die IEG versteht sich deshalb „als verlängerte Werkbank der Finanzabteilung“. Dabei habe die Finanzierungszusage Priorität gegenübeer der Fristigkeit, die Fristigkeit gegenüber den Konditionen. „Banken werden tendenziell durch direkte Investoren ersetzt“, so Heilmanns Prognose. Da verlange den Kreditinehmern eine wachsende Professionalität ab. „Auch wenn Politiker das mnachmal als Affront betrachten: Das Wachstum Deutschlands wird zunehmend nicht mehr durch die Banken finanziert.“ Die Banken würden deshalb verstärkt zu ihrem klassischen Geschäft zurückkehren. Staatliche Regulation werde hingegen benötigt, „wo Banken sich aufführen wie Hedgefonds“.
Was aber sollten Mittelstandsunternehmer indessen tun, um die Finanzkrise unbeschadet zu überstehen?
Die Ratschläge widersprechen einander. Liquid bleiben, so lautet die eine Devise. In Sachwerte investieren, heißt der andere Tipp. Nichts von beiden, meinen die Investment-Banker, denn sie glauben nicht, dass eine Krise mit größeren Banken-Ausfällen Halt mach vor Immobilienwerten. Mit vier Prozent Rendite ist die Immobilie in Deutschland in ihren Augen ohnehin kaum mehr, als ein Inflationsschutz. „Unternehmerische Konzepte und Leistungen kosten auch Geld, aber sie zahlen sich aus“, meinen sie deshalb. „Alle Industrie-Services haben Zukunft in Deutschland, je hochwertiger, um so besser.“ Die Themenfelder reichen weit: Energie, Medien, Gesundheit, Digitalisierung für den Endverbraucher und vieles mehr zählt Dr. Ulrich Puls auf.
Der Schritt auf neue Märkte ist ebenso erfolgversprechend. „Die kleinen und mittleren Unternehmen müssen sich mit der Globalisierung befassen, mit spannenden Märkten von Indien bis Afrika, von der Türkei bis Polen.“ So verfährt die IEG Investment Banking auch selbst.
Rabat ist für mich eine Stadt in Marokko – sonst nichts
„Wenn wir unsere Mitarbeiter mit Erdnüssen bezahlen, sind wir von Schimpansen umgeben“, sagt Klaus Kobjoll. Oder: „Rabat ist für mich eine Stadt in Marokko – sonst nichts.“ Solche Bonmots, und die liefert der seit 40 Jahren unternehmerisch tätige Hotelier am laufenden Band, reichten gut und gern aus, um einen Abend zu füllen. Die drei Stunden würden auch dem neuester Forschung entsprungenen Rat der Marketingstrategen aus Übersee gerecht, beim Angebot für den Kunden Erlebnis und Bildung miteinander zu verbinden. Doch viel interessanter an dem Urbayern, der mit knapp tausend Mark zusammengeborgtem Startkapital einst als erster Deutscher eine Creperie eröffnete und inzwischen 14,5 Milionen Euro in seine Projekte investiert hat, ist die Synthese zwischen Marktforschung und Unternehmensstrategie, zwischen einem ganzheitlichen und dabei offenen und entwicklungsfähigen Konzept auf der einen und dessen Verwirklichung in einem organischen Gesamtprojekt auf der anderen Seite.
Wie das funktioniert, erläuterte Kobjoll in der Berliner Mercedeswelt am Salzufer beim Forum Führung des BVMW. Wer seinem Vortrag im vermutlich weltgrößten Autohaus folgte, kann nachvollziehen, dass der 63-Jährige auch heute noch „Schmetterlinge im Bauch“ hat, wenn er sich an die Arbeit macht. Dazu brauchte er nicht enmal die Liste der Top-Auszeichnungen herzuzählen, die er „Prinnzessinnen“ nennt und von denen jedes Jahr mindestens eine auf der Agenda seines Schindlerhofes steht - European Quality Award inklusive.
Unter dem Motto „Wa(h)re Herzlichkeit“ weihte Kobjoll Unternehmerinnen und Unternehmer in das einfachste, aber auch bestechendste Geheimnis erfolgreicher Dienstleister ein: den Überraschungsfaktor Freundlichkeit. Die Basisqualität der Branche zu bieten und darüber hinaus die Erwartungen der Kunden zu erfüllen, ist das eine. Doch das einzige, was der Kunde sich merkt – und was er weiter erzählt – ist das unvorhergesehene Angenehme, dem er begegnet. Nicht als netter Charakterzug der Angestellten, sondern als Ergebnis gemeinsamer Analyse. So ließ Kobjoll seine Lehrlinge und Profis auf Ideenblättern 50 Details zusamentragen, von denen sie sich im Alltag beeindrucken lassen – und setzte die besten gemeinsam mit ihnen in Unternehmensphilosophie um, denn: „Service-Qualität ist ein emotionales Erlebnis“.
Da lassen sich die oft verwechselten Regenschirme mit einem unaufdringlichen Schließsystem fixieren, hängen am Ausgang die aktuellen Polizeiblitzer im Umkreis von 20 Kilometern, staunen die Herren, dass sie über der Keramik zu ihrer Verrichtung ein Pult mit der Tageszeitung vorfinden, genießen Gäste das haptische Erlebnis einer hölzernen Badewanne mitten im Raum, bekommen Sehschwache zum Studium der Karte eine Brille passender Dioptrienzahl gereicht und die Tageungsteilnehmer in der Kaffeepause eine Sonnenbrille. Die Galerie der Stammgäste im Backoffice erlaubt auch Azubis schon nach wenigen Tagen, die Ankommenden so zu bedienen, wie sie es erwarten – nein, viel besser, eben individuell.
„Von der Gastronomie zur Gastfreundschaft“, nennt Kobjoll das. Was er aus den Bedingungen seiner Branche ableitet und mit moderner Verkaufspsychologie, bayerischem Charme und kaufmännischer Chuzpe untersetzt und mit zahllosen Beispielen belegen kann, das erweist sich am Ende als eine Arbeits- und Lebensphilosophie. So werden „Verkaufswege zu Kapillarsystemen“, ist Konjol überzeugt. „Jedes Geschäft, das sie heute abschließen, ist ein Beziehungsgeschäft.“
Aus den 30.000 D-Mark Umsatz seines ersten Unternehmerjahres sind inzwischen mehr als sieben Millionen Euro Jahresumsatz geworden, die er mit 53 Mitarbeitern und 21 Auszubildenden erwirtschaftet: mehr als doppelt so viel pro Kopf, wie in der Branche üblich. Sie arbeiten länger dafür, als 35 Stunden in der Woche. Trotzdem haben sie den Schindlerhof auch im Ranking der arbeitnehmerfreundlichen Unternehmen europaweit ganz nach vorn gebracht. Auf klassische Werbung verzichtet Kobjoll zugunsten eines komplexen Erscheinungsbildes in den neuen Medien, vom eigenen Web-Portal über Xing und Facebook bis zu Twitter und Google+. Allein die Internetseite verzeichnet jährlich eine viertel Million Besucher und die kosten Kobjoll nach eigenem Bekunden nur 150 Euro im Monat. „Gewinn ist lediglich ein Ausdruck von Effizienz“, meint er und verweist auf die „Balance zwischen Umsatz und Wachstum“, die zu finden für jeden Unternehmer eine Herausforderung ist. Doch unter dem Strich zählt das, was sich nicht nachahmen lässt, was das Unternehmen davor bewahrt, „me too“-Produkte anzubieten. „Das Nichtkopierbare sind die Beziehungen des Unternehmens zu seinen Mitarbeitern und seiner Mitarbeiter zu seinen Kunden.“
BVMW-Präsident Mario Ohoven, der das Forum Führung eröffnet hatte, fand sich in Kobjolls durchaus tiefgründiger Agilität in jeder Hinsicht bestätigt. Es ist die Pflege einer seriösen Unternehmenskultur, die Erfolg von Misserfolg trennt, unabhängig davon, wie groß dieses Unternehmen ist. Und auch die Bundesgeschäftsführung und die Sponsoren des Abends von Telekom, Post und SAP zeigten sich in der Pause beeindruckt. Die Gefühle eines Menschen treffen sekundenschnell auf den Punkt. Deshalb ist Herzlichkeit der schnellste Weg zu ihm.
Zertifikate für effiziente Nutzung von Energie
Das Thema Zertifizierung stand im Mittelpunkt der achten Energie Lounge Deutschland im nhow-Hotel Berlin. Es war bereits die dritte Veranstaltung dieser Reihe, die in der Bundeshauptstadt stattfand. Als Vertreterr des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft begrüßte Paul Rehfeld die Besucher mit dem Geständnis, bekennender Nutzer von traditionellen Glühlampen zu sein. „Die Abwägung der Vor- und Nachteile von Maßnahmen im Interesse einer höheren Energieeffizienz muss, wie man sieht, jeder für sich treffen.“ Zugleich verwies er auf Möglichkeiten, die ebenso wie die Energie Lounge Deutschland bei dieser Entscheidungsfindung helfen können – wie beispielsweise das Netzwerk Bauen und Energie Berlin-Brandenburg im BVMW.
Den rund 35 Unternehmerinnen und Unternehmern stand bei der Energie Lounge Deutschland ein kompetentes Podium aus Fachleuten und Vertretern von Dientleistungsunternehmen der Branche zur Verfügung. Angesichts steigender Energiepreise sind nach DIN 16001 zertifizierte Energie-Management-Systeme eine Chance, die Kosten im Griff zu behalten, wie Dirk Hermel vom Mitveranstalter Energy Werk erläuterte. Da im kommenden Jahr mit grundlegenden Veränderungen bei der Steuerbegünstigung zu rechnen sei, biete das Zertifikat voraussichtlich eine essentielle Grundlage für die Steuerbegünstigung von Unternehmen für ihr Energie-Management. Hermel riet zu einer „kontinuierlichen Beschäftigung mit dem Thema“, um nachhaltige Effekte zu erzielen. An einem Musterbeispiel legte er dar, dass es für Unternehmen preisgünstiger ist, Strom einzusparen, als Strom zusätzlich zu kaufen. Während die Einsparung einer Kilowattstunde lediglich Kosten von 0,5 bis 1 Cent verursache, müssten für eine zusätzliche Kilowattstunde je nach Energieträger 5 bis 43 Cent ausgegeben werden.
Stefan Meyer von der Firma SGS legte dar, wie sich der Zertifizierungsprozess bei Unternehmen vollzieht. Der Zertifizierungszyklus beträgt drei Jahre, wobei es ein jährliches Überwachungsaudit gibt.
Simone Stein-Lücke von der Firma Bonne Nouvelle beschrieb ein modernes Energiemanagement vor allem als Imagefaktor gegenüber Kunden, Geschäftspartnern und auch Mitarbeitern des Unternehmens. Zudem gäbe es viele Möglichkeiten „zwischen Gutbürgertum und Business“, um auf umweltgerechtes Verhalten aufmerksam zu machen und es selbst vorzuleben – von der CO2-neutralen Brötchentüte bei der Familienbäckerei bis zur Photovoltaikanlage auf dem Dach der Montagehalle.
Schießanlage als Volltreffer - Senatoren besuchten den Weltmeister und Olympiasieger Manfred Kurzer
Frankfurt. Nichts ist mehr übrig vom maroden Charme und überholten Standards des vergangenen Jahrhunderts. Die Schießanlage an der Eisenhüttenstädter Chaussee bietet internationales Wettkampfniveau. Sie verbindet Leistungssport, Nachwuchsförderung, Breitensport und Tourismus.
„Es gibt nur drei Anlagen in Deutschland, die alle Disziplinen des Sportschießens anbieten. Wir gehören dazu“, berichtete der Leiter der Einrichtung, Manfred Kurzer, den Senatoren des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) Berlin-Brandenburg. Sie kamen nach Frankfurt, um das mit 5,5 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II geförderte kommunale Projekt in Augenschein zu nehmen - und um es beim Pistolenschießen unter der Anleitung von Schießleiter Lutz Rechenbach und beim Skeetschießen mit Manfred Kurzer auch gleich selbst zu erproben.
Manfred Kurzer, Olympiasieger, Europa- und Weltmeister, führt das nur dreiköpfige Team, das die gesamte 27-Hektar-Anlage wartet und ihre Nutzer betreut. „Noch wird gebaut, aber im Oktober erfolgt die offizielle Übergabe.“ Bereits jetzt hat der Deutsche Schützenbund hier zweimal sein Pokalfinale ausgerichtet. Nationalkader aus Deutschland, Schottland, England und Weißrussland haben sich in Frankfurt auf die Pistolen-Weltmeisterschaft vorbereitet. Sechs Vereine trainieren hier ebenso wie DSB- und Landeskader, Sportschüler und Gäste. Auch eine Großkaliber-Anlage entsteht, wo auf laufende Scheiben geschossen wird und die von Jägern genutzt werden kann. „Wir sind nicht nur Anlaufpunkt für den Leistungssport, sondern haben uns auch dem Breitensport und dem Tourismus geöffnet.“
Das Gelände gehört der Stadt Frankfurt (Oder). Damit ist die Schießaanlaage Teil des kommunalen Eigenbetriebes und wird von Bund und Land gefördert.
Aber auch in die Ungestörtheit der Anlieger wurde investiert. 25 Meter hoch ist die Schallschutzwand. „Ein bedeutendes Projekt der Sport- und Tourismusförderung in den Händen der Stadt“, zeigten sich die Senatoren und BVMW-Landesgeschäftsführer Dr. Dieter Kapell beeindruckt. Er überreichte gemeinsam mit Manfred Kurzer die Urkunden an die Schützenkönige des BVMW-Landesverbandes. Anke Orban setzte sich beim Pistolenschießen auf 25-Meter-Distanz mit 75 Ringen durch. „Ich habe vorher noch nie geschossen“, gestand die Mitarbeiterin der Firma fibu 1 2 3, die online-gestützte Finanzbuchhaltung anbietet und sich als Sponsor für diese BVMW-Veranstaltung engagierte. Dr. Ulrich Böttger von der Berliner Anwaltskanzlei Börgers war der beste Skeet-Schütze.
5. Internationaler Marketingtag in Frankfurt
Frankfurt. Ein Rekordergebnis bei der Beteiligung mittelständischer Unternehmen verzeichnete in dieser Woche der 5. Internationale Marketingtag in Frankfurt. Rund 300 Unternehmer, die meisten von ihnen aus der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg, informierten sich im Kleist Forum Frankfurt über Möglichkeiten zum Auf- und Ausbau internationaler Wirtschaftsbeziehungen. Ein Drittel der Teilnehmer kam aus Branchen des produzierenden Gewerbes. Viele von ihnen haben bereits an den vorausgegangenen Marketingtagen teilgenommen.
Wirtschaftsexperten aus 35 Ländern standen zur Verfügung, um die bereits im Vorfeld des Marketingtages formulierten 850 Anfragen in persönlichen Gesprächen zu beantworten. Darüber hinaus fanden Länderforen zu Brasilien, China, Russland, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten statt. Diese Präsentationen werden auch im Internet unter der Adresse www.marketingtag-ffo.de veröffentlicht. An der Veranstaltung, die gemeinsam von der Messe und Veranstaltungsgesellschaft, vom RKV Berlin-Brandenburg und vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) ausgerichtet wurde, waren auch die IHK-Außenhandelskammern und die Auslandsbüros des BVMW beteiligt.
Brandenburgs Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten Ralf Christoffers, der den Marketingtag eröffnete, schlug vor, eine neue Veranstaltungstradition entstehen zu lassen. „Europa steht am Scheideweg“ und müsse sich im internationalen Wettbewerb „anders positionieren“, erklärte der Minister. Brandenburg engagiere sich in Brüssel für eine gemeinsame Außen- und Außenwirtschaftspolitik der Europäischen Union. Er halte nichts davon, einzelne Länder aus dem Euroraum herauszubrechen, so Christoffers. Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion müssten vielmehr eine Einheit bilden. In Brandenburg stünden die Zeichen das zweite Jahr in Folge wieder auf Wachstum. „Die Globalisierung ist für den Mittelstand heute eine Riesen-Chance zur Innovation“, so der Minister mit Blick auf die Märkte in China, Russland, aber auch in anderen Regionen der Welt.
Dr. Ulrich Hoffmann vom Projektträger RKW erklärte: „Wachstum durch Internationalisierung ist unser Thema.“ Der Bedarf an Informationen wachse mit dem voranschreitenden Prozess der Wirtschaftsintegration, wie sich am Beispiel Polen gezeigt habe.
Das bestätigte auch der Landesgeschäftsführer des BVMW in Berlin-Brandenburg, Dr. Dieter Kapell. „Bei einer schrumpfenden Bevölkerung und einem stagnierenden Binnenmarkt gibt es als Lösung nur die Außenwirtschaft.“ Der BVMW werde deshalb über seine mehr als 30 bereits bestehenden Auslandsbüros hinaus sein internationales Engagement noch verstärken.
„Unsere Mittelstandsunternehmer bekunden zu zwei Dritteln Interesse an Exportmärkten. Immerhin die Hälfte sind an preis- und qualitätsgerechten Importen interessiert. Ein Drittel will zielgerichtet ausländisches Know how aufnehmen und ebensoviele Unternehmer sind an Mitarbeitern aus anderen Ländern interessiert, sei es an Spezialisten oder auch an qualifizierten Dienstleistern und Produzenten.
Dagegen zeigt nur eine verschwindend geringe Zahl Interesse an einer Produktionsverlagerung ins Ausland. „Mittelstand heißt auch: Arbeitsplätze im Land halten und gewinnen“, betonte Kapell.
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