Suchergebnisse

Ergebnisse werden geladen.

Geschäftsstelle Frankfurt/Oder & Oder-Spree

Wirtschaftssenat Berlin-Brandenburg besuchte chinesisches Unternehmen Astronergy

Frankfurt (Oder). Eine spannende Zeit nennt  Sven Klaus Starke die Transformation von Conergy zu Astronergy - und sie ist mit der Umbenennung der Straße zum Unternehmen in Chint-Allee noch längst nicht zu Ende. Aber es gibt Etappen-Erfolge, wie das Audit für sämtliche Zertifikate, die sich im Label Made in Germany vereinigen, oder wie der neuerliche Besuch des Vorstandsvorsitzenden der  chinesischen Chint-Gruppe, Cunhui Nan, Anfang Juni in Frankfurt, als eine weitere Produktionslinie hochgefahren wurde und es in der Stadt weitere Gespräche über Kooperationspotentiale und Entwicklungsmöglichkeiten gab.

Sven Klaus Starke erwartet Schub für die Solarindustrie

Seit 2009 hat der Starke das ins Trudeln geratene Unternehmen fest in die Hand genommen und dabei auch mit der „leicht depressiv geprägten Mentalität“ der Frankfurter gerungen. In der Stadtverwaltung fand er Partner, für die er des Lobes voll ist. Die Vision von der möglichen Ein-Gigawatt-Fabrik hat er deshalb noch lange nicht aufgegeben. 

Nachdem Zellfertigung und Waferproduktion aufgegeben wurden, konzentiert sich die Frankfurter Produktionsstätte auf eine nahezu vollautomatisierte Modulfertigung. Fast vier Millionen davon wurden bisher in Frankfurt hergestellt. Auch die letzten technologischen Lücken sollen Zug um Zug geschlossen werden. Das Bild wird schon heute von Robotern beherrscht. Gearbeitet wird rund um die Uhr in Zwölf-Stunden-Schichten mehr als 200 Mitarbeitern.  Dabei orientiert sich die Astronergy  vor allem auf den europäischen Wachstumsmarkt. 

Bei einem Besuch von Wirtschaftssenatoren des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Berlin Brandenburg erklärte Starke: „Wir stehen nach der Insolvenz und nicht, wie viele andere, davor.“ Mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein verweist er auf die Kapazität des Werkes von 700 Modulen je Produtionslinie pro Tag - dreieinhalb Millionen sind das im Jahr. Ein eigenes Qualitätslabor und ein eigenes Testfeld im Außenbereich sorgen darüber hinaus dafür, dass Astronergy höchsten Kundenansprüchen  gerecht werden kann. 

„Eigentlich steckt die Solarbranche noch in den Kinderschuhen“, so Sven Klaus Starke. „Ich erwarte in den nächsten zehn bis 15 Jahren noch einen Riesensprung.“ Dann nämlich, wenn neue Speichertechnologien die Photovoltaik erheblich attraktiver machen. Dazu, ist Starke sich mit dem Geschäftsführer des berlin-brandenburgischen BVMW-Wirtschaftssenats, Dr. Dieter Kapell, einig, bedarf es jedoch einer spürbar stärkeren Unterstützung durch die Bundespolitik.
 

Beeindruckt von der Leistungsfähigkeit des Unternehmens, meinte Dr. Dieter Kapell nach dem Besuch: „Nicht nur für  die Stadt, sondern für die gesamte Region ist Astronergy eine Chance, die nicht verspielt werden darf.“

Heiterer Unternehmerabend zum Verkehrsrecht im Autohaus Spree-Eck Eisenhüttenstadt

Eisenhüttenstadt. Pünktlich zum Inkrafttreten des neuen Flensburger Punktekataloges lud der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) in der vergangenen Woche zu einem Unternehmer-Verkehrsrechtsabend in das Autohaus Spree-Eck ein.  Nicht nur Unternehmer aus der Region nutzten die Gelegenheit, bei einem kleinen Quiz quer durch den Regelwald ihre Kenntnisse zu überprüfen und aufzufrischen. Zu Gast war auch die  Bürgermeisterin der Stadt Dagmar Püschel und sogar das Eisenhüttenstädter Ordnungsamt zeigte Präsenz und Fachkunde.

Sven Kussatz, erfahrener Fahrlehrer seit 1987 verstand es, Änderungen im Verkehrsrecht und klassische Punkte-Fallen unterhaltsam zu vermitteln. Was Wunder, werden in der Fahrschule Easy Drive und beim atw zentrum doch nicht nur Motorrad- und Autofahrer geschult, sondern auch Kran-, Bus- Lkw- und Gabelstaplerfahrer.

Rechtsanwalt Thomas Wetzel trug Beispiele aus dem Schatz seiner praktischen Erfahrungen bei und wies besonders auf das richtige Verhalten bei Unfällen hin. Fast unverzichtbar gewordenes Utensil für alle Kraftfahrer: die Handykamera oder ein Fotoapparat, mit dem im Falle eines Zusammenstoßes nicht nur die Schäden, sondern auch die Örtlichkeit und die Unfallsituation dokumentiert werden sollten. Es kann auch sinnvoll  sein, neben möglichen Schäden festzuhalten, was an den beteiligten Fahrzeugen unbeschädigt blieb. Das neue Punktesystem zeichnet sich dadurch aus, dass es nur noch Sachverhalte aufnimmt, die tatsächlich die Verkehrssicherheit betreffen. Alle anderen Verstöße werde weiterhin mit Bußgeldern, zum Teil allerdings wesentlich höheren als bisher, geahndet. Deutschland, bislang in der Europäischen Union eher durch eine moderate Ahndung von  Delikten herausragend, schließt damit allmählich zu anderen Ländern auf.

Der Gastgeber des Abends, Marko Lehmann, und seine beiden Verkaufsprofis Tom Gietz und Siegmund Scholz, stellten zum Abschluss den Unternehmern zwei Top-Modelle aus der aktuellen Volkswagen-Flotte vor, die neben Fahrkomfort und Sicherheit vor allem umweltfreundlich und verbrauchsarm konzipiert sind. Klemt

UniPack - Geduld in Germany

Eisenhüttenstadt. Gemeinhin wird mit dem Label Made in Germany vor allem Qualität in Germany verbunden. Wer allerdings einmal erlebt hat, wie schwer es für ein mittelständisches Unternehmen ist, eine Welt-Innovation auf dem internationalen Markt zu platzieren und durchzusetzen, der weiß, dass sich dahinter vor allem auch Geduld in Germany verbirgt. Eckhard Wilberg, Geschäftsführer der Unitechnik Automatisierungs GmbH Eisenhüttenstadt, kann ein Lied davon singen, das viele Strophen hat.

 Die erste war eine Idee. Der Chef des ingenieurtechnisch fokussierten Unternehmens, das in vielen Ländern der Welt tätig ist, bemerkte eine Lücke in der Abfertigung des Fluggepäcks, die umso stärker ins Gewicht fällt, je größer die Flugzeuge werden. Vom Fließband rollen die Gepäckstücke der Passagiere zu den Normcontainern, aber von selbst finden sie darin nicht ihren Platz. Also hieven Arbeiter Stück für Stück in die Metallbehälter, möglichst schnell und möglichst so, dass wenig Raum verschenkt wird. Mehrere Tonnen in einer Schicht. Eine Knochenarbeit, was für hohe Fluktuation sorgt. 

„Wenn man nicht riskieren möchte, dass die Abfertigungszeiten sich vor allem bei den großen Maschinen über Gebühr verlängern, wäre es gut, wenn diese Lücke verschwände“, meinten Wilberg und sein Team, doch die alten  Branchenhasen winkten ab: Da hätten sich doch wohl schon ganz andere die Zähne ausgebissen. Roboter sind ja ganz schön – wenn sie immer dasselbe tun. Ein Auto lackieren oder einen Satz Schrauben festziehen oder elektronische Bauteile verlöten. Aber die zauberhafte Koordination von menschlicher Hand und menschlichem Auge, das aus Erfahrung resultierende Einschätzungsvermögen für die räumliche Situation, das brächte so leicht kein Roboter zuwege. Auf den Bändern kommen schließlich Handtäschchen und Golfausrüstungen, Rucksäcke und Surfbretter, Schalenkoffer und Skier angerauscht, kreuz und quer und jedes von einer anderen Geometrie. 

 „Wir bauen mit unseren Partnern, die Marktführer im Maschinenbau sind, modernste Walzwerke in  China, liefern die Steuerungs- und Automatisierungstechnik für Komplettanlagen und warten sie von Indien bis Österreich mit unseren Fachkräften vor Ort ebenso, wie vom Arbeitsplatz in Brandenburg“, dachte sich Wilberg. „Vielleicht ist es ja wirklich nicht leicht, einen Verladeroboter für Flughäfen zu bauen, aber machbar müsste solch ein Roboter doch sein, wenn er nur das richtige Händchen dafür hätte.“ Mit Dietmar Jost hatte Wilberg einen Gleichgesinnten an seiner Seite, der  das Projekt UniPack unablässig nach vorn trieb. 

Durch die Entwicklung von zwei Millionen programmierten Rechenschritten pro Arbeitsgang und eine patentierte Teleskophand waren nicht nur mehrere Jahre ins Land gegangen – Unitechnik konnte seine Entwicklung durch eine Pilotanlage in der Praxis vorführen. Die teleskopierbare Hand des UniPack ist inzwischen so weit ausgereift, dass sie auch industriell gefertigt werden kann.

Die Anerkennungen beim Wettbewerb Deutschland – Land der Ideen, beim Zukunftspreis des Landes  Brandenburg und beim Innovationspreis Berlin-Brandenburg blieben nicht aus. Nur die Luftfahrtunternehmen selbst blieben skeptisch. „Manchmal war es zum Verzweifeln“, gibt Eckhard Wilberg zu. „Alle fanden´s toll und keiner wollte es bezahlen. Wir waren kurz davor, die Flinte ins Korn zu werfen.“

Doch manchmal kann das Pech der anderen auch der eigene Erfolg sein. Mit dem Flughafen BER hat die Unitechnik einen Standort für ihren Verladeroboter UniPack gefunden, mit Easyjet ein Unternehmen, das die Gunst der Stunde zu nutzen gewillt ist. „Nach sieben Jahren Entwicklung und Optimierung haben wir einen Vertrag unterschrieben, der nach erfolgreichem Probelauf auf einen weltweiten Einsatz zielt“, erklärt Wilberg. Sechs Monate soll der Roboter laufen, drei Monate davon unter alltäglichen Betriebsbedingungen, dann will Easyjet sich entscheiden. „Daraus könnte eine ganze Industrie für die Ausrüstung großer Flughäfen europa- und weltweit entstehen“, erklärt Eckhard Wilberg und es klingt, als könne er sich durchaus anfreunden mit diesem Gedanken. Neben der Entwicklung und Montage gäbe es dann einen Produktionszweig bei Unitechnik. „Das wäre der Traum und – natürlich – wir könnten damit auch Geld verdienen.“ Die Hoffnung ist nicht unbegründet. 

Allerdings ist der erfahrene Firmenchef niemand, der alles auf eine Karte setzt.

Schon im vergangenen Jahr hat Unitechnik die eigene Mannschaft wesentlich verstärkt. Derzeit gibt es knapp hundert Mitarbeiter. Seit drei Jahren setzt das Unternehmen auf duale Ausbildung, die gemeinsam mit der Berufsakademie Sachsen /  Staatlichen Studentenakademie Bautzen realisiert wird. Studenten werden gefördert, Diplomarbeiten entwickelt und begleitet, die den Absolventen in spè den Einstieg in das Unternehmen erleichtern und Unitechnik zugute kommen. An einer Privathochschule in Teltow werden eigene Spezialisten weiterqualifiziert. „Wir sind stolz darauf, Bildungspartner gefunden zu haben, die im Bereich der Automatisierung ausbilden.“ Der seit 1992 langfristig herangezogene Nachwuchs bildet inzwischen nahezu die Hälfte des Unitechnikteams und erlaubt es, immer anspruchsvollere Herausforderungen anzunehmen.       

Gutscheine für das Wohlbefinden

Frankfurt. Arbeitgeber haben die Möglichkeit, ihren Arbeitnehmer Bezüge im Wert von bis zu monatlich 44 Euro durch die Überlassung von Gutscheinen unkompliziert und lohnsteuerfrei zuzuwenden. Über die vom Bundesgerichtshof bereit entschiedenen Anwendungsfälle (Benzin und Büchergutscheine) hinaus, gibt es viele praktische Gestaltungsmöglichkeiten. Zahlreiche Unternehmen verbinden diese Möglichkeit beispielsweise mit präventiven Maßnahmen zur Gesunderhaltung und verringern so gleichzeitig ihren Krankenstand, verbessern das Wohlbefinden und damit die Motivation und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter. 

Heike Lehmann, Inhaberin des HeiLehauses in Frankfurt (Oder), sieht darin eine hervorragende Möglichkeit der Gesundheitsvorsorge, bei der sie als Partnerin der Unternehmen wirkt. Die Arbeitnehmer erhalten mit ihrer Unterstützung geldwerte Zuwendungen und die Arbeitgeber können die Belastung durch Lohnnebenkosten verringern. „Das HeiLehaus in Frankfurt (Oder) steht für ein ganzheitliches Gesundheitskonzept. Das bedeutet nicht nur, Belastungen zu mindern,  sondern auch ein Leben in Ausgeglichenheit von Körper, Seele und Geist zu ermöglichen und nachhaltige Unterstützung zur Gesund-erhaltung zu bieten.“ 

Leistungen und Produkte für Unternehmen

So bietet das HeiLehaus nicht nur Entspannungstechniken und -methoden, Massagen und komplette Wohlfühlprogramme an, sondern auch Medizinprodukte, die die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützen sollen. „Da ich selbst vor Jahren schwer erkrankt war, kann ich die von mir angebotenen Medizinprodukte auch aus meiner persönlichen Erfahrung heraus nur empfehlen.“ Unternehmen können Produkte und Dienstleistungen in Form von Gutscheinen nutzen, die auf der Grundlage von Verträgen mit dem Arbeitgeber direkt an die Arbeitnehmer ausgereicht werden. „Dadurch wird der organisatorische Aufwand für die Unternehmen minimiert.“ 

Darüber hinaus ist Heike Lehmann bundesweit als Beraterin und Trainerin unterwegs. Schwerpunkte ihrer Kurse, Seminare und Vorträge sind Ernährung, Stressbewältigung und Stressvermeidung. Verschiedene Firmen und Einzelpersonen werden von ihr dauerhaft betreut. 

„Meine Arbeit zielt immer auf Nachhaltigkeit. Dazu gehört die Erarbeitung eines konkreten Bedarfs und eines Konzepts kurz-, mittel- und langfristiger Maßnahmen, aber auch die gemeinsame Überprüfung seiner Umsetzung.“ Dabei kooperiert Heike Lehmann oft auch mit Spezialisten unterschiedlicher Bereiche. 

Individuelle Lösungen statt vorgefertigter Konzepte

Häufig beginnen die Probleme bereits beim Betriebsklima. Die Optimierung von Arbeitsabläufen, Maßnahmen zur Teambildung, die Verbesserung innerbetrieblicher Kommunikation sind wichtige Faktoren dafür. „Das ist immer auch ein Kampf gegen eingefahrene Gewohnheiten. Ob er erfolgreich ist, sieht man an manchen Ergebnissen relativ schnell, bei anderen bedarf es der Wiederholung und Kontrolle.“ 

Wichtig sind Heike Lehmann individuelle Lösungen anstatt vorgefertigter Konzepte. „Es gibt keine Generallösung, sonst wären wir alle glücklich, gesund und zufrieden.“

Das HeiLehaus in Frankfurt (Oder) ist im Internet auf der Seite www.heilehaus-ffo.de zu finden. 

Bundesverband begrüßt das Bekenntnis der Bürgermeisterin von Frankfurt (Oder) zu kleinen und mittleren Unternehmen

Frankfurt (Oder). Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft begrüßt das Bekenntnis der Bürgermeisterin von Frankfurt (Oder), Dr. Claudia Possardt, zu den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Stadt. "Für die Mittelstandsunternehmen in Frankfurt (Oder) ist es gut zu wissen, dass die Bürgermeisterin und Kämmerin der Stadt ihnen den Rücken stärkt", erklärte der Kreisgeschäftsführer des BVMW in Frankfurt (Oder), Dr. Dieter Kapell.

"Natürlich verbinden wir damit die Hoffnung, dass den Worten auch Taten folgen werden. Vor allem, wenn es um die Steuerhebesätze geht, die in Frankfurt (Oder) leider erhöht wurden, aber auch bei der Unterstützung von Unternehmensansiedlungen in der Stadt", so Dr. Kapell weiter.

Er bedauerte, dass die Bemühungen um eine wirtschaftliche Neuausrichtung der Stadt auf der Grundlage der Solarindustrie nicht im gewünschten Maße gelungen ist. "Die Schuld daran trägt nicht die Stadt Frankfurt (Oder) und auch dem Land Brandenburg ist kein Vorwurf zu machen. Der unberechenbare Paradigmenwechsel in der Förderpolitik des Bundes und die Entwicklung der internationalen Märkte haben dazu beigetragen." 

Dr. Kapell erinnerte an die Position des BVMW, vor allem Forschung und Entwicklung (FuE) zu stärken. "Hier hat Frankfurt Traditionen und kann auf eine lange, erfolgreiche Entwicklung verweisen. Der Ausbau der FuE-Kapazitäten ist zugleich eine Chance für neue Ansiedlungen. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft mit seinem bundesweiten Netzwerk steht dabei gern als Partner zur Verfügun.
 
Bürgermeisterin Dr. Claudia Possardt hatte zuvor in der Märkischen Oderzeitung erklärt:  "Wir müssen neue Investoren in die Stadt bekommen. Nach meinem Empfinden wird zu oft auf die großen Investoren gesetzt. Wir sollten auch die kleinen, mittelständischen Frankfurter Betriebe unterstützen und fördern."

Geldscheine bitte nie heißer als bei 40 Grad waschen...

Bundesbankdirektor Joachim Löwer erklärt, wie sich Falschgeld schnell erkennen lässt. Foto: Klemt

Frankfurt. Die Chance, einen falschen Geldschein in die Hand zu bekommen, ist etwa so groß, wie der Gewinn eines Vierers mit Zusatzzahl beim Lotto. Insofern hatten die Teilnehmer der Veranstaltung „Das Geschäft mit den Blüten blüht – wie können wir sie erkennen“ Glück. 

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) hatte dazu Bundesbankdirektor Joachim Löwer von der Filiale Berlin ins Frankfurter City Park Hotel eingeladen. Der graumähnige Finanzfachmann hatte neben vielen guten Ratschlägen auch eine Handvoll echter falscher Scheine im Gepäck und ermunterte die Gäste zum Vergleich. Einige der Blüten hätten gute Chancen gehabt, damit die Hotelrechnung zu bezahlen. Aber natürlich machte das keiner. Schon, weil es für die wissentliche Weitergabe von Falschgeld ein Jahr Gefängnis gibt – ohne Bewährung. Für die unwissentliche Weitergabe gibt es ein misstrauisches Stirnrunzeln. Und wer den im Falle des Betrogenwordenseins sichersten Weg geht – zur Polizei nämlich, muss den Verlust einkalkulieren: Falschgeld wird nicht ersetzt. Aber wie gesagt: die Wahrscheinlichkeit ist ehr viel geringer als ein Bußgeldbescheid wegen Falschparkens oder Geschwindigkeitsüberschreitung. Zumindest beim Durchschnittsautofahrer. 

Prägnant erläuterte Löwer, der auch Kassierer, Buchhalter und ähnliche Berufsgruppen professionell schult, die Erkennungsmerkmale der Zahlungsmittel. 80 Prozent der Fälschungen entfallen auf die 20- und 50-Euro-Banknoten, nur jeweils ein Prozent auf die Fünfer und Fünfhunderter. Im vergangenen Jahr wurden bei einer umlaufenden Menge von zwei Milliarden Scheinen 41.500 Fälschungen entdeckt. Bedenkt man, dass es EU-weit sogar knapp 15 Milliarden Scheine sind, ist das eine sehr geringe Menge, ebenso wie die 60.000 gefälschten Münzen. Auch dabei gibt es noch Unterschiede zwischen Hochburgen – Hafenstädte und Metropolen – und der Provinz. 

Bankautomaten sind sicher

Rund fünf Mal im Jahr kommt jeder Schein wieder bei der Bundesbank an und wird kontrolliert. Am Geldautomaten, versichert Löwer, wird es deshalb immer und ausschließlich sauberes Geld geben. Wer Pech hat, kann aber auch eine echte Banknote in eine Fälschung verwandeln. „Bitte waschen Sie ihr Geld nie heißer als 40 Grad und benutzen Sie ein Waschmittel ohne optische Aufheller“, rät Löwer lachend. Besonders groß ist die Lebensdauer des Geldes allerdings auch sonst nicht. Zwei Milliarden Banknoten werden jährlich nachgedruckt. Für einen 5-Euro-Schein endet der Rundflug zumeist nach etwa 14 Monaten. Der jetzt neu herausgegebene Schein soll drei Monate länger durchhalten. Außerdem weist er neue Sicherungsmerkmale auf - öffentlich bekannte ebenso wie geheime. „Das ist der Wettlauf, den wir uns immer mit den Fälschern liefern.“ 

Neueste Meldungen

Leiter des Kreisverbands
Dr. Dieter Kapell Dr. Dieter  Kapell

Westufer 25
15299 Frankfurt / Oder
Tel: work+49 33606 4812
Fax: fax+49 33606 77457
Funk: cell+49 172 3936122
E-Mail: dieter.kapell (please no spam) @ (please no spam) bvmw.de
Kontaktdetails

Berlin Brandenburg

Frankfurt/Oder, Oder-Spree