10.06.2010 

Südosten Berlins darf 20 Jahre nach dem Mauerfall nicht von der Entwicklung der Berliner Infrastruktur abgekoppelt werden

Berlin. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft appelliert an die Politik in Berlin, den Ausbau der A 100 konsequent fortzusetzen. "Der Verzicht auf den Ausbau der A 100 wäre ein Schlag gegen die Ansiedlungs- und Investitionsbestrebungen im Südosten der Stadt", warnte der Landesgeschäftsführer des BVMW in Berlin-Brandenburg, Dr. Dieter Kapell am Donnerstag in Berlin.

"Die Verlängerung der A 100 ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil des Verkehrskonzeptes für Berlin, um ein Kollabieren der Transportwege in naher Zukunft zu verhindern. Er ist auch die Konsequenz aus den bisherigen Investitionen. Es dürfte dem Steuerzahler schwer zu vermitteln sein, weshalb er für ein Millionenprojekt aufkommen muss, das dann ohne Not praktisch in der Sackgasse endet."

 

Dr. Kapell verwies in diesem Zusammenhang auch auf eine Umfrage des ADAC, nach der 63 Prozent der Berliner im Osten der Stadt für den Weiterbau der Autobahn sind. "Die Menschen sehen nicht ein, weshalb sie zwanzig Jahre nach dem Mauerfall von der Entwicklung der innerstädtischen Infrastruktur der deutschen Hauptstadt abgekoppelt werden sollen. Und das gilt in ganz besonderem Maße natürlich für den Mittelstand, der auf funktionierende Transportwege und enge Autobahnanbindungen angewiesen ist." Nicht zuletzt die Erreichbarkeit des Großflughafens Berlin Brandenburg International muss nach Ansicht des BVMW Priorität bei den Berliner Verkehrsplanungen genießen.

 

Schließlich ist die Verlängerung der A 100 auch umweltpolitisch ein "maßvolles, ökologisch sinnvolles Projekt", unterstrich Dr. Kapell. "Der Südosten der Stadt wird dadurch von Lärm und Schmutz entlastet. Das liegt im Interesse aller."

 


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