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Mittelstand begrüßt zusätzliche Maßnahmen gegen Kriminalität

Frankfurt. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) begrüßt die zusätzlichen Maßnahmen des Landes Brandenburg zur Eindämmung der Kriminalität in der Grenzregion. "Wir sehen in der Ankündigung von Innenminister Dr. Dietmar Woidke, kurzfristig drei zusätzliche Polizeihundertschaften zeitweilig zur Kontrolle des Grenzraumes in Südbrandenburg, Ostbrandenburg und bei der BAO Grenze einzusetzen, einen Schritt in die richtige Richtung", erklärte der Landesgeschäftsführer des BVMW in Berlin-Brandenburg, Dr. Dieter Kapell, am Montag in Frankfurt.

"Der Verweis des Innenministers bei seinem Besuch am Freitag in Frankfurt (Oder) signalisiert uns, dass das Problem der ausufernden Kriminalität endlich auch von der Landesregierung mit dem nötigen Ernst behandelt wird. Wir gehen mit Dr. Woidke konform, wenn er bei der Bekämpfung der Kriminalität in der Grenzregion davon spricht, dass dies kein Sprint sein wird, sondern ein Marathonlauf. Aber wir machen auch darauf aufmerksam, dass der Existenzbedrohung mittelständischer Unternehmen durch Eigentumsdelikte sofort und energisch begegnet werden muss."

Dr. Kapell verwies darauf, dass neben dem drastischen Anstieg der Fahrzeugdiebstähle und ähnlicher Delikte zunehmend mittelständische Unternehmen betroffen sind: "Vom abgezapften Diesel über den verschwundenen Werkstattwagen bis zu dem vom Firmengelände gestohlenen Bagger reicht die Palette." Das Land habe vor dieser Entwicklung zu lange die Augen verschlossen. "Bei der Reform der brandenburgischen Polizei geht es nicht nur um die Präsenz vor Ort und die versprochene Beibehaltung der Zahl an Streifenwagen und Revierpolizisten bis 2020. Es geht auch darum, dass eine Aufklärungsquote im Bereich der KfZ-Kriminalität von unter 20 Prozent nicht akzeptabel ist."

Allerdings dürfe den Bediensteten und Beamten der Polizei nicht der schwarze Peter zugeschoben werden. "Wir hören oft mit bitterem Unterton, dass Verdächtige auf freien Fuß gesetzt werden mussten oder Überführte mit milden Strafen davonkamen. Für die Polizisten ist es vermutlich oft schwer, sich davon nicht demotivieren zu lassen. Deshalb erwarten wir auch von der Justiz, dass sie die Möglichkeiten ausschöpft, die unsere Gesetze bieten."

Die mittelständische Wirtschaft, so Dr. Kapell, sei zur Zusammenarbeit mit Polizei und Verwaltung nicht nur bereit, sondern zeigten den Willen, an der Kriminalitäts-Prävention mitzuwirken. "Die mittelständischen Unternehmen haben mit solcher Kooperation gute Erfahrungen gemacht. Sie auszubauen und zu intensivieren, liegt im ureigenen Interesse der Unternehmen."


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