Straßen als Wirtschaftsfaktor
Bundesverband mittelständische Wirtschaft fordert weiterhin konsequenten Ausbau der Infrastruktur
Potsdam. Die teilweise geringe Auslastung von Gewerbegebieten in Brandenburg führt der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) auch auf eine mangelnde Infrastruktur zurück. Dafür stehe die Landespolitik mit in der Verantwortung. Eine Autobahnanbindung mit einer Fahrzeit von mehr als 30 Minuten sei heute ein Wettbewerbsnachteil, der sich kaum aufwiegen lasse, erklärte der Landesgeschäftsführer des BVMW in Berlin-Brandenburg, Dr. Dieter Kapell.
„Das Land kann die Vermarktung der Gewerbegebiete durch eine konsequente Entwicklung der Infrastruktur unterstützen. Das mahnen wir vor allem im Verkehrsbereich an, mit dem wir alles andere als zufrieden sind. Die fehlenden Umgehungsstraßen, die halbfertige Oder-Lausitz-Trasse, die ewige Baustelle A 12 mit schlussendlich dennoch zu geringer Kapazität und die sträfliche Vernachlässigung der Landesstraßen lasten schwer auf dem märkischen Mittelstand. Moderate Steuern und eine zielorientierte Förderpolitik könnten ebenfalls noch weitaus stärkere Katalysatoren der Entwicklung sein, wobei hier auch der Bund herausgefordert ist“, erläuterte Dr. Kapell.
„Vermarktungserfolge wird es auch weiterhin am ehesten dort geben, wo die mittelständische Wirtschaft durch Städte und Landkreise unterstützt wird. Gefragt sind nicht nur gute Bedingungen für Existenzgründer, sondern auch Entwicklungsflächen, damit erfolgreiche Unternehmen, die expandieren wollen, nicht ausweichen müssen. Neben den Preisen für Energie und Medien spielen weiche Standortfaktoren eine wachsende Rolle. Auch was die Bildung von branchenübergreifenden Netzwerken und geschlossenen regionalen Wirtschafts-Kreisläufen begünstigt, gewinnt an Bedeutung", ergänzte der BVMW-Landesgeschäftsführer.








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