Bremen braucht mehr als erneuerbare Energie
Bremen – „Auch wenn die bundesdeutsche Atompolitik das bestimmende Thema im eher ruhigen Wahlkampf um den Bremer Senat ist, dürfen unsere Landespolitiker nicht vergessen, dass für Bremens Zukunft nicht nur erneuerbare Energien eine Rolle spielen“, erklärt Karl-Heinz Freitag, Landesbeauftragter Politik des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) Bremen.
„Selbstverständlich steht der Mittelstand einer kontrollierten Energiewende positiv gegenüber“, sagt Freitag. „Neben den ökologischen Gründen sehen wir auch erhebliche wirtschaftliche Chancen für kleine und mittelständische Unternehmen im Bereich der regenerativen Energie. Letztlich wird der Bremer Senat die Energiepolitik des Bundes aber nur bedingt beeinflussen können. Eine der dringlichsten Aufgaben zu lösen, den desolaten Bremer Haushalt zu sanieren, liegt hingegen voll und ganz in der Hand des künftigen Senats.“ Darüber hinaus erwarte der Mittelstand eine zügige Weiterentwicklung Bremens zum Logistik-Standort mit ordentlichen Verkehrswegen zu Wasser und auf der Schiene sowie der Straße. „Romantische Forderungen nach einer Reduktion der Autoproduktion, wie sie in diesen Wahlkampftagen zu hören waren, sind dabei ebenso kontraproduktiv wie realitätsfremd“, warnt der BVMW-Landesbeauftragte. Schließlich sei für die Hafenstadt die Infrastruktur ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Aufschwung, welcher sich auch positiv auf dem Arbeitsmarkt niederschlage.
Ebenso kritisch sieht Karl-Heinz Freitag den von Teilen der Politik geforderten flächendeckenden Mindestlohn: „Vor dem Hintergrund des immer stärker werdenden Fachkräftemangels ist dieser Versuch der Einmischung in die Tarifautonomie sicher nicht zielführend. Unternehmen, die händeringend qualifizierte Mitarbeiter suchen, werden wohl kaum die Löhne drücken. Die neue Regierung der Hansestadt wäre daher gut beraten, die vom BVMW als Stimme des Mittelstands schon seit langem geforderten Reformen und Investitionen in die Bildungspolitik zu realisieren.“ Abschließend erklärt der BVMW-Landesbeauftragte: „In Bremen müssen eine Vielzahl ernster Probleme gelöst werden, will man nicht den Anschluss an die anderen Wirtschaftszentren im Norden verlieren. Mit seiner Innovationskraft wird der Mittelstand als tragende Säule der Bremer Wirtschaft auch in Zukunft maßgeblich zur positiven Entwicklung der Hansestadt beitragen. Eine ebensolche innovative Energie erwatet der BVMW darum auch von einem neuen Bremer Senat.“
(Abdruck honorarfrei)
Kontakt: Karl-Heinz Freitag, Landesbeauftragter Bremen Politik, Tel.: 0421 - 16489763
Mail: karl-heinz.Freitag@bvmw.de


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