Hamburg

  1. News
  2. Veranstaltungen
  3. Mitglieder
  4. Wirtschaftssenat
  5. Initiativen
  6. Kooperationen
  7. Magazin
  8. Presse
  9. Team
  10. Büro

Mitglieder

Unternehmen sollten Vorbild sein

Werden nicht jetzt entsprechende Maßnahmen ergriffen, erwarten Experten in fünf Jahren bundesweit eine Million fehlende Fachkräfte mit Hochschulabschluss sowie 1,3 Millionen Arbeitskräfte mit Berufsausbildung. Dies zu verhindern hat sich das Bildungsgremium des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Hamburg zum Ziel gesetzt. „Wir verstehen uns als Schnittstelle zwischen Unternehmen, Politik, Behörden, Einrichtungen, Jugendlichen, Schulen, Wissenschaft und Land“, erklärt  Gremienleiterin Zohreh Shahin die Intention der Kommission.

Wegen des hohen ausländischen Bevölkerungsanteils von 26 Prozent, legt das Bildungsgremium des BVMW besonderes Augenmerk auf die Ausbildung von künftigen Mitarbeitern mit Migrationshintergrund. Dabei bringt Zohreh Shahin, Leiterin der ICOME Organisation ihre interkulturellen Erfahrungen mit ein. „Es gibt zwar inzwischen viele Einrichtungen und Vereine, die sich um Mitbürger mit Migrationshintergrund kümmern. Trotzdem muss noch vieles unternommen werden“, so  die Wirtschaftsmediatorin. „Von Seiten der Politik erwarten wir darum eine  bessere Qualifizierung der Lehrer und Erzieher in Bezug auf andere Kulturen. Zudem müssen die Rahmenbedingungen für Einwanderer verbessert werden, damit Eltern arbeiten können und somit als Vorbilder für die Kinder dienen.“ Ebenso in der Pflicht sieht das Bildungsgremium des BVMW die Unternehmer und fordert sie auf ihre Türen auch für Berufsanfänger ohne 1A- Zeugnisse zu öffnen. „Sie sollten sogar noch ein Schritt weitergehen“, meint Zohreh Shahin und  jenen, die Initiativbewerbungen schreiben eine zweite Chance geben. Schon oft haben solche Kandidaten mit hervorragenden Leistungen überrascht. Außerdem könnten Unternehmen sich als Vorbilder erweisen,  indem sie die Arbeitskräfte von morgen aufnehmen und ausbilden statt von ihnen zu verlangen, alles zu können, bevor sie überhaupt die Ausbildung anfangen.“

Neben dem speziellen Engagement für Menschen mit Migrationshintergrund wartet das Bildungsgremium mit weiteren, für alle Beteiligten zukunftsweisenden,  Vorschlägen auf. Beispielsweise könnten Fachkräfte durch einen Arbeitgeberzusammenschluss (AGZ) langfristig in mittelständischen Unternehmen gebunden werden. Die AGZ stellt  Fachkräfte ein, die flexibel in den einzelnen Mitgliedsunternehmen eingesetzt werden. Vorteil dabei: Mittelständische Unternehmen können so neues Personal gewinnen und werden wettbewerbsfähiger gegenüber Konzernen und Öffentlichem Dienst. Ebenso interessant und innovativ: Das BVMW-Modell der einjährigen Ausbildung für Erwachsene, das zu einer zusätzlichen Berufsqualifikation führt. Erwachsene können innerhalb eines Jahres einen weiteren Abschluss in einem verwandten Beruf erwerben und erhalten während dieser Zeit parallel zum normalen Ausbildungslohn weiter das Arbeitslosengeld. Gerade älteren Nicht-Erwerbstätigen könnte durch diese Zusatzqualifikation der Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt gelingen.

„Als Stimme des Mittelstands wird der BVMW Hamburg diese und weitere Forderungen und Ideen in die entsprechenden Gremien tragen und sich für ihre Umsetzung stark machen“, so Bildungsgremiumsleiterin Shahin. „Mittelständische Unternehmen werden sich nicht nur bei der Schaffung von Arbeitsplätzen als Vorreiter erweisen, sondern auch bei der Qualifikation entsprechender Mitarbeiter.“
Infos: www.icome.info


Keine Kommentare bisher

neuen Kommentar abgeben

zu den Kommentaren








Veranstaltungen 2012

Die nächsten Termine

Alle TermineVeranstaltungssuche
Ihre BVMW Termine
in der Nähe:



km

Keine Termine gefunden