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Münster

08. Juni 2016: Forum Führung - Gehirnforschung für Führungskräfte

Prof. Dr. Manfred Spitzer:
Gehirnforschung für Führungskräfte

Die moderne Gehirnforschung beschäftigt sich nicht mehr nur mit Wahrnehmen, Fühlen und Denken, sondern mit den neurobiologischen Grundlagen unseres Sozialverhaltens: Angst und Achtsamkeit, Boni und Bestechung, Fairness und Vertrauensbildung, Empathie, Geld und Stress. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Aufarbeitung sind keineswegs trivial und haben große praktische Relevanz. 

Fairness beispielsweise ist kein romantischer Luxus, sondern ein menschliches Grundbedürfnis. Unfair behandelt zu werden, bereitet uns Schmerzen. Ihre Auswirkungen sind nicht nur spürbar, sondern auch auf der Verhaltensebene nachweisbar. 

Beispiel Boni: Zum einen hemmt der Gedanke an Geld prosoziale Gedanken und Handlungen. Zum zweiten macht Geld in Form von Boni nachweislich intrinsische Motivation kaputt. Und drittens schiebt es Vergleichsprozesse an, die auf Ungleichheit abheben. Dies wiederum steht kooperativem Verhalten im Wege. 

Soziale Neurowissenschaft bietet uns neue und wichtige Einblicke in die Funktionsweise unseres Gehirns und damit unserer selbst als Gemeinschaftswesen. Diese neuen Erkenntnisse sollten erfolgsorientierte und zugleich verantwortungsbewusste Führungskräfte nutzen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Teilnehmerrekord beim Marketing Kongress zum Thema Pricing


Mit rund 350 Vertretern aus münsterländischen Unternehmen fand am 26. April im Mövenpick Hotel in Münster der inzwischen traditionelle Marketing Kongress des BVMW statt. Pricing war dieses Mal das Leitthema. Mit Prof. Oliver Roll aus Osnabrück gab einer der führenden Pricing-Experten Deutschland in seiner Einführung einen Überblick dazu und betonte die hohe Bedeutung der richtigen Preispolitik. „Der Preis ist das Herz der Wirtschaft,“ so Roll. „ Er beeinflusst den Gewinn von Unternehmen wie kein anderer Faktor.“ Dies bestätigte Klaus-Dieter Ludmann in seinem folgenden Best-Practice Beispiel von apetito. Dort läuft seit mehreren Jahren ein Change-Prozess zur gezielten und optimierten Preisfindung. In einem Interview beleuchteten Carmen und Jürgen Budke die Einflussfaktoren auf den Preis und die notwendigen Margen im stationären Handel. Der steigende Preisdruck durch den online-Handel führe zu neuen Modellen der Händler, aber auch Unterstützungskonzepten der Lieferanten. Kostenpflichtige Beratung in interessante Rabattsysteme zugunsten des stationären Handels zeigten die innovativen Ansätze. Bastian Hübschen von Brooks stellte zudem das mutige Konzept des Laufschuh-Spezialisten vor: Brooks beliefert seit 2014 europaweit nicht mehr den online-Handel. Ludger Teriete von der Destillerie Dwersteg verband in seinen Ausführungen die Preisstabilität zum einen mit einer wichtigen Markenbildung und daraus resultierendem Bewusstsein, in Verhandlungen auch einmal nein zu sagen, um Preisstabilität zu erhalten.  Den Abschluss machte der Verhandlungsexperte Lars Effertz. Seine wichtige Botschaft: Nicht auf starren Positionen verharren, Sichtweise ändern und einzelne Bestandteile des Angebotes überprüfen, die den Preis möglicherweise beeinflussen können und damit Spielraum entsteht. Als Kommunikationsexperte hatte er natürlich für Teilnehmer auch Empfehlungen zu Überzeugungsstrategien und Rhetorik.

Mittelstand im Hörsaal

Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor

„Wirtschaft trifft Wissenschaft - Willkommen zum 6. Semester in der Unternehmens-Fakultät“, begrüßte Petra9 Adamaschek vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW)   die rund 100 „Studierenden“ aus dem münsterländischen Mittelstand am Montag Abend im Fachhochschulzentrum. Die inzwischen etablierte BVMW-Veranstaltungsreihe  „Unternehmen Hörsaal“ fand wieder in Kooperation mit der FH Münster statt. „Wir freuen uns über diese sehr erfolgreiche und strategische Zusammenarbeit,“ betonte Gastgeber Carsten Schröder, Vizepräsident der FH Münster. Die münsterschen Hochschulen informieren in diesem Format über neueste Erkenntnisse aus Forschung
und Wissenschaft. Dieses Mal ging es um Unternehmenskultur. Prof. Frank Striewe zeigte, wie wichtig dieser „weiche“ Faktor zukünftig immer mehr den Erfolg von Unternehmen sein wird. Anhand von bekannten Beispielen belegte er, wo fehlende oder falsche Leitbilder den Erfolg gefährden, eine offensichtlich gute Unternehmenskultur die positive Entwicklung manchmal sogar erst ermöglichen.

Wie gerade mittelständischen Unternehmen diesen Prozess einleiten und umsetzen können, erläuterte Striewe im zweiten Teil. Er betonte dabei, wie wichtig die Einbindung von Mitarbeitern ist, da eine von oben „verordnete“ Kultur wenig authentisch wirke und selten zu guten Ergebnisse
führe. Ein in Zeiten des Fachkräftemangels nicht zu unterschätzender Zusatzeffekt sei die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität.

Führen wie im Airliner Cockpit

Petra Adamaschek, Heinz Leuters, Bernd Adamaschek

„Führen wie im Cockpit“: Das attraktive, emotional besetzte Thema bescherte uns schnell eine ausgebuchte Veranstaltung. „Boarding completed“ hieß es zum „Start“  – alle Teilnehmer waren aufgrund des großen Interesses überpünktlich. Heinz Leuters hat es während des „Fluges“ verstanden, den Vergleich Flugzeugführer-Unternehmensführer bildhaft darzustellen. Als Pilot, Unternehmer und Führungsexperte vermittelt er dies kompetent und authentisch vermittelt, darin waren sich alle Teilnehmer einig.   

 

Neujahrsempfang 2016

Stefan Richter, Walter Kohl, Petra Adamaschek, Bernd Adamaschek

Walter Kohl inspirierte die Gäste

Den Neujahrsempfang des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) richtete am Montagabend erneut die Provinzial-Versicherung aus. Veranstalter Petra und Bernd Adamaschek und Vorstandsmitglied Stefan Richter begrüßten rund 250 Gäste aus Unternehmen des Münsterlandes. Gastreferent Walter Kohl inspirierte die Teilnehmer mit seinem Vortrag "Kraftquelle für Entscheider - Versöhnung und Sinn".

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