Ifo-Geschäftsklima in NRW trübt sich ein
06.09. Die Stimmung unter den Managern in Nordrhein-Westfalen hat sich im August im Vergleich zum Vormonat verschlechtert. Der Saldo des ifo-Geschäftsklimaindex für NRW sank im August um 10,2 auf 4,9 Saldopunkte, bleibt aber trotz der deutlichen Eintrübung der Lagebetrachtung weiterhin positiv.
Die Zahlen decken sich mit den aktuellen Einschätzungen der mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmer des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) in NRW. Hierzu erklärt Herbert Schulte von der Landesgeschäftsführung des Verbandes:
„Die Auftragsbücher sind voll, die aktuelle Geschäftslage bleibt nach wie vor positiv. Allerdings belasten die drohenden Staatspleiten europäischer Volkswirtschaften und die damit verbundene Eurokrise die Zukunftserwartungen unserer Betriebe. Prognosen sind zu diesem Zeitpunkt mit außergewöhnlich instabilen Faktoren belastet und führen in der Folge zu dem ermittelten skeptischen Ausblick (-7,5)für die kommenden sechs Monate. Der Aufschwung hängt derzeit an einem seidenen Faden und muss dringend durch gezielte Mittelstandsförderung gefestigt werden. Die Politik könnte mit einer nachhaltigen Entlastung durch einen konsequenten Abbau der Bürokratielasten und ein Umdenken in der Besteuerung der Unternehmensgewinne dazu beitragen, die Betriebe substantiell zu stärken. So sollten Investitionen in Forschung und Entwicklung steuerlich bevorzugt werden und die Initiative „Mittelstandsfreundliche Kommune“ vorangetrieben werden.“



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