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Von der Arche profitiert die Wirtschaft

Die Arche Nebra in Wangen im Süden Sachsen-Anhalts hat sich zum Besuchermagnet und Wirtschaftsfaktor entwickelt.
Bettina Pfaff, Geschäftsführerin der Arche Nebra, mit einer Kopie der Himmelsscheibe vor dem Mittelberg.

Wangen - An einen fast spektakulären Ort im Süden Sachsen-Anhalts hatte der BVMW zu einem Unternehmertreffen mit dem Schwerpunkt Tourismus eingeladen. Rund 50 Gäste kamen in die Arche Nebra, in der die Geschichte der Himmelscheibe erzählt wird. "Wir sehen Mitteldeutschland als eine interessante Kulturlandschaft und wollen uns an wechselnden Plätzen mit der reichen Geschichte beschäftigen", sagte Alexander Treizel, der die BVMW-Geschäftsstelle in Halle leitet.

1999 war die älteste konkrete Darstellung des Kosmos, die Himmelsscheibe von Nebra, von Raubgräbern gehoben worden. Erst 2002 kam die das Fundstück nach Sachsen-Anhalt zurück. Zuvor hatten Hehler versucht, das wertvolle Artefakt zu verkaufen. Sein Alter datieren Experten auf 3600 Jahre.

Das Erlebniszentrum lockt seit seiner Eröffnung vor vier Jahren ungebrochen Besucher an. "Jährlich sind es nach dem Ansturm in den ersten Monaten rund 70.000 Gäste, die zu uns kommen", sagte Bettina Pfaff, Geschäftsführerin der Arche Nebra. Sie erlebten eine multimediale Inszenierung der Himmelsscheibe nebst einer Sternenshow im eigenen Planetarium.
Die abenteuerliche Kriminalgeschichte zur Auffindung der Scheibe spielt zudem eine Rolle. Auf insgesamt rund 1.400 Quadratmetern entstanden unter anderem Präsentationsräume, ein Café und ein Verkaufsraum. In Sichtweite des Mittelberges, dort wo die Scheibe mit gut 30 Zentimetern Durchmesser ans Tageslicht kam, wuchs eine riesige Arche in die Landschaft. Goldfarben schimmert ihre Außenhaut. Ein gläsernes Erdgeschoss lässt die Himmelsbarke regelrecht schweben. 4,5 Millionen Euro kosteten Bau und Ausstattung.

Das Erlebniszentrum spielt eine besondere Rolle für den Tourismus in der Region, erklärt Pfaff. Ganz bewusst sei kein klassisches Museum entstanden. Jährlich wechselnde Sonderausstellungen ergänzen die Dauerschau. Das Konzept funktioniert, sagt sie, man schreibe schwarze Zahlen. Das wäre nicht selbstverständlich in solchen Kulturbetrieben. Nachdem das Land mit EU- und Bundesfördermitteln die Arche errichtet habe, werde sie nunmehr als GmbH weitergeführt. Man verstehe sich so als "ganz normales Unternehmen" und habe sich deshalb auch für die Mitgliedschaft im BVMW entschieden. Zudem verstehe man sich als wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region, denn annähernd 40 Arbeitsplätze direkt im Zentrum und bei Kooperationspartner sind entstanden. Zudem sorgen fast 40 Pauschalangebote von Reiseveranstaltern und Hotels dafür, dass möglichst viele von den Besuchern profitieren.

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