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Herzlich willkommen im Salzlandkreis,

beim Kreisverband Bernburg, Aschersleben, Staßfurt des  Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW).

Ihnen, den aktiven Unternehmern der Region, bietet der BVMW-Kreisverband eine moderne unternehmerische Gemeinschaft. Alle Aktivitäten des Kreisverbandes sind darauf gerichtet, die wirtschaftlichen Ziele der Mitgliedsunternehmen zu fördern.
Entsprechend der Verbandsphilosphie bieten wir Ihnen eine Plattform für persönliche Kontakte zu Partnern, die wie Sie als mittelständische Unternehmer, Freiberufler oder Selbständige tätig sind. Ebenso zu leitenden Angestellten mit unternehmerischer Verantwortung, Politikern oder Mitarbeitern von Behörden, Hochschulen, Wirtschafts- und Wissenschaftseinrichtungen und Banken.
Eine wichtige Kontaktebene für alle Mitglieder sind die regelmäßig stattfindenden Unternehmertreffen verschiedenster Art. Erfolgreiche Verbandsmitglieder stellen sich vor, geben wichtige Informationen zu aktuellen Problemen unternehmerischer Arbeit. Experten informieren zu wichtigen Neuigkeiten für eine erfolgreiche Unternehmensführung.  So verschaffen Sie sich entscheidende Wissensvorsprünge im Wettbewerb.

Einen Einblick in die bisherigen Veranstaltungen des laufenden Jahres erhalten Sie auf dieser Seite.
Die Unternehmertreffen der Vorjahre können Sie im Veranstaltungsrückblick (linke Navigationsleiste)  noch einmal nacherleben.

Unternehmertreffen zum Thema "Industrie 4.0 * Stadtwerke Staßfurt * 09.03.2016

Dieses Unternehmertreffen war eine gemeinsame Veranstaltung vom BVMW-Kreisverband und der Stadt Staßfurt.

In seiner Begrüßung hob der Oberbürgermeister Sven Wagner zunächst die Bedeutung der Digitalisierung für seine Stadt hervor. Ich meinte, der Wettbewerb der Standorte sei bereits in vollem Gange. Welcher ist der schnellste, welcher bindet langfristig die meisten innovativen, digitalaffinen Unternehmen bzw. die Unternehmen, die von einer schnellen Breitbandinfrastruktur abhängig sind.
Sven Wagner  bezeichnete letztere als das Rückgrat für die schnelle Digitalisierung der Regionen und damit als Standortfaktor Nr. 1 für Kommunen, die sich als guter Wohn- Wirtschafts- und Bildungsstandort verstehen wollen.
Er schätzte ein. dass Deutschland und besonders Sachsen-Anhalt hier aber noch Entwicklungsland sei.
Die große Mehrzahl der Unternehmen der Stadt Staßfurt würde die Breitbanderschließung als eine der vordergründigsten Aufgaben betrachten.
Er versicherte, dementsprechend diesen Aufgaben einen entsprechenden Stellenwert in seiner Arbeit einzuräumen. Ein Beleg und wichtiger Schritt in diese Richtung sei auch die heutige Veranstaltung.

Danach begrüßte Dr. Helmhard Kraft die anwesenden Unternehmer und gab eine kurze Einführung in das Thema aus Sicht des Verbandes.
Er betonte, dass dieses Thema auch beim BVMW einen hohen Stellenwert genießt. Das wurde nicht zuletzt deutlich beim letzten BVMW-Jahresempfang in Berlin, bei dem EU-Digitalkommissar Günther Oettinger Antworten auf die Fragen gab,
Ist Europa fit für die Digitalisierung? Wie können die Chancen der Digitalisierung erfolgreich genutzt können?
Helmhard Kraft berichtete, dass nach Ansicht des EU-Kommissars der geplante Ausbau der Breitbandnetze richtig sei, aber schon jetzt erkennbar nicht ausreiche. Um alle Transportbedürfnisse für Daten in Deutschland zu erfüllen, müsse unser Land konsequent die Gigabyte-Gesellschaft anstreben.
Die Digitalisierung erstrecke sich auf alle Lebensbereiche und müsse ein digitales Europa ohne Grenzen sein. Dazu gehöre eine paneuropäische flächendeckende Konnektivität.
„Kümmern Sie sich in diesem Jahr um die digitale Grundkompetenz“, gab Günther Oettinger den Vertretern aus Wirtschaft und Politik mit auf den Weg.
Der Kreisgeschäftsführer informierte auch über eine Rede des Ministerpräsidenten Estlands, Taavi Rõivas, der ebenfalls in Berlin zu Gast war. Und das nicht ohne Grund.
Zum einen haben Deutschland und Estland bezüglich des Mittelstandes viel gemeinsam. Aber zum anderen ist Estland Deutschland einen großen Schritt voraus. Denn die Esten leben die Digitalisierung, in Unternehmen und in der Verwaltung.
Rõivas hätte gezeigt, wie digitale Lösungen in seinem Land zu mehr Effizienz und zu wirtschaftlichem Wachstum beitragen.

Mit großem Interesse erwarteten dann die Teilnehmer den Vortrag von Holger Seidel, Geschäftsfeldleiter Logistik- und Fabriksysteme des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF.
Sie wollten Antworten auf solche Fragen haben, wie
Was verbirgt sich eigentlich wirklich hinter "Industrie 4.0" und betrifft das überhaupt mittelständische Unternehmen? Und falls ja, ist dies mehr Chance oder Risiko oder beides?
Welche Technologien sind die Treiber und wie werden sie die Arbeitswelt verändern? Was sind eigentlich disruptive Geschäftsmodelle?
Die Unternehmer kamen voll auf ihre Kosten.
Holger Seidel informierte umfassend über die Thematik.

Er erläuterte zunächst, dass die Bezeichnung „Industrie 4.0“ für die vierte industrielle Revolution steht, die durch eine immer intelligenter werdende Automatisierungstechnik, die Menschen bei ihrer immer komplexer werdenden Arbeit unterstützen soll, gekennzeichnet ist.

Wesentliche Aussagen in seinem Vortrag waren u.a.:

Industrie 4.0 bedeutet einen grundlegenden Paradigmenwechsel: von einer zentralen Steuerung zu einer dezentralen Selbstorganisation mit dem Ziel maximaler Wertschöpfung und minimalem Ressourcenverbrauch.

Als großer Innovationstreiber wird das Digitale die Welt radikal verändern.
Es werden neue Produkte, Dienstleistungen, Applikationen und Geschäftsmodelle durch neue Ausprägungen bei Geschwindigkeit, Miniaturisierung, Konnektivität, Lagerung, Identifikation, Geo-Information, Robotik und Simulation erscheinen.

Die neue Stufe der Organisation und Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette wird sich zunehmend an kundenindividuellen Wünschen orientieren. Voraussetzung hierfür ist die Verfügbarkeit aller notwendigen Informationen in Echtzeit.

In einer Smart Factory würden Menschen, Maschinen und Ressourcen so selbstverständlich kommunizieren wie in einem sozialen Netzwerk.

Die Arbeitswelt wird nachhaltig verändert werden
Die Veränderungen werden große Auswirkungen auf die klassischen Arbeitsplätze haben. So werden nach Schätzungen 50 bis 70 Prozent der Arbeitsplätze mit standardisierten oder wiederholenden Aufgaben zukünftig entfallen.
Es wird sich das Arbeitsumfeld der Menschen wandeln. Assistenz-, Prüf- und Lernsysteme bieten Entscheidungsunterstützung und Belastungsregulation.
Die jungen Talente werden neue Anforderungen stellen. Der Lifestyle wird wichtiger als Profit. Die Dynamisierung der Geschäftsmodelle erfordert eine zunehmende Flexibilität: zeitlich, räumlich und arbeitsorganisatorisch.
Ebenso wird sich eine Verschiebung auf den Kompetenzfeldern ergeben.

Der Mittelstand ist derzeit im Gegensatz zu vielen Großunternehmen durch eine nur geringe Investitionstätigkeit in Richtung Digitalisierung und fehlendes Fachwissen über diese Schlüsseltechnologien gekennzeichnet.

Zum Schluss bot Herr Seidel den Unternehmern die Unterstützung des Fraunhofer-Instituts in Magdeburg an.

Sven Wagner
Helmhard Kraft
Holger Seidel
 


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Unternehmertreffen zum Thema "Marketing im YouTube-Zeitalter" * Salzland Center Staßfurt * 09.02.2016

Das Unternehmertreffen sollte der Frage nachgehen:
Videoproduktion im YouTube-Zeitalter - Haben Foto & Print ausgedient?

In seiner Begrüßung hob Kreisgeschäftsführer Dr. Helmhard Kraft hervor, dass der Kreisverband mit der Wahl dieses Themas neue Entwicklungen und Herausforderungen nicht verschlafen, sondern auf der Höhe der Zeit bleiben möchte.

Die Referenten, Florian  Arndt,  Geschäftsführer der Sons of Motion Pictures GmbH,  und Roman  Rögner,  Geschäftsführer von PICMENTION Medienproduktion GbR, junge erfolgreiche Unternehmer und BVMW-Mitglieder aus Leipzig, stellten zunächst sich und ihre Unternehmen vor.

Ihre Ausgangsthese war dann: Die Digitalisierung hat das Mediennutzungsverhalten verändert. Das bewegte Bild, der Film oder das Video, ist dabei ein zentraler Angelpunkt.
Im Zeitalter des Web 3.0 gingen 77 Prozent der Bevölkerung online. Und das bei einer täglichen Nutzung von über 170 Min. Die Bedeutung des Fernsehens nimmt ab, die der mobilen Endgeräte zu. Die Werbung im TV verlagert sich immer mehr in das Internet.
Damit wird der Film zu einem hervorragenden Medium, um das Unternehmen, die Produkte oder die Dienstleistung glaubhaft und authentisch darzustellen. Damit sich der Kunde über die Produkte besser informieren kann und diese dann auch kauft.
Tatsächlich wollen 65 Prozent aller Kaufinteressenten vor dem Kauf ein Video über das Produkt sehen. Mindestens 44% sehen regelmäßig Online-Video-Werbung. Die Kaufbereitschaft steigt um 13 Prozent. Mit einem Video beworbene Produkte werden bis zu 12 Prozent öfter gekauft.

Und nicht zuletzt, so meinten die Referenten, werden Websites mit Videos von Google eindeutig belohnt, was das Ranking der Internetseiten anbetrifft.
Das sei bedeutsam im Zusammenhang mit der Suchmaschinenoptimierung SEO (search engine optimization), die dazu dient, dass Webseiten im organischen Suchmaschinenranking in den unbezahlten Suchergebnissen auf höheren Plätzen erscheinen.

Des Weiteren gaben Sie zu bedenken, dass YouTube inzwischen die weltweit zweitgrößte Suchmaschine und damit eine Werbeplattform wie Google darstellt.

An konkreten Beispielen zeigten dann Florian Arndt und Roman Rögner welche Möglichkeiten es für die Unternehmen außerhalb des Internets für den Einsatz von Filmen und Videos gibt, z.B. für Messen, E-Mails oder Kinowerbung. Dabei gingen sie auf die unterschiedlichen Filmarten, wie Imagefilm, Dokumentation, Werbespot, Erklär- bzw. Produktvideo ein.

Das Fazit der Veranstaltung:
Der Videokonsum wächst stetig. Videos genießen immer mehr Aufmerksamkeit. Da die Kosten für Videoproduktionen rückläufig sind, sind diese für den Mittelstand bezahlbar geworden.
Videos haben das größere Potential gegenüber Foto & Print.

Und hier zu Ihrer Information ein Making-of der Sons Of Motion Pictures GmbH.

Florian Arndt
Roman Rögner


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Unternehmertreffen in der Zuckerfabrik Könnern * 24.11.2015

Das BVMW-Unternehmertreffen fand in einer der modernsten Zuckerfabriken Europas statt. Die Teilnehmer hatten sich zu einer Besichtigung der Zuckerfabrik Könnern eingefunden. Das natürlich während der aktuellen Kampagne.

Nach der Begrüßung durch den Leiter des Kreisverbandes, Dr. Helmhard  K r a f t , wurden die teilnehmenden Unternehmer vom Standortleiter Produktion/Technik, Martin  C o r b a c h , willkommen geheißen.
Er informierte – ausgehend vom Mutterunternehmen Pfeifer & Langen GmbH & Co. KG - über das Werk in Könnern.
So berichtete er, dass Anfang der 1990er Jahre das traditionsreiche, 1870 gegründete, rheinische Zuckerunternehmen Pfeifer & Langen von der Treuhand vier Gesellschaften mit zehn Zuckerfabriken in Sachsen-Anhalt und Brandenburg erworben hatte. In nur 18 Monaten errichtete das Unternehmen mit Sitz in Köln ein komplett neues Werk und investierte am Standort mehr als 265 Millionen Euro. Es verfügt über die gleiche Kapazität wie alle zuvor geschlossenen Fabriken zusammen und nahm 1993 die Produktion auf. Die Pfeifer & Langen Gruppe hat 2.501 Mitarbeiter und erzielte 2014 einen Umsatz von 1.177 Millionen Euro. Sie ist nach Süd- und Nordzucker der drittgrößte deutsche Zuckerproduzent.

Bezüglich der Zuckerfabrik Könnern waren die von ihm genannten Dimensionen der Produktion für viele der Gäste überraschend. "Bis zu 17.500 Tonnen Rüben verarbeiten wir an Spitzentagen", führte er aus. Täglich würden etwa 700 LKW für Nachschub sorgen. 2015 liegt der Zuckergehalt bei etwa 17,5 Prozent. 170 Stammmitarbeiter erhalten während der Kampagne Unterstützung von 34 Saisonkräften. Außerdem erlernen 21 Auszubildende einen Beruf in der Produktion oder der Verwaltung. "Auf diese Weise sorgen wir für selbst für unsere Fachkräfte der Zukunft", begründete Martin Corbach dieses Engagement. In Könnern werden Raffinade und Weißzucker erzeugt und unter der Marke "Diamant" in Kleinpackungen für den Haushaltsbereich sowie in Großgebinden für die industrielle Verarbeitung abgepackt.

In einem zweiten Vortrag wurden die anwesenden Unternehmer durch Dr. Bernd  K o r d t s  (praxikom – Kommunikation & Marketing Dr. Bernd Kordts) zunächst in die Geheimnisse des Zuckers eingeweiht. Es erinnerte stellenweise an den Chemieunterricht vergangener Zeiten.
Weiterhin bereitete er die von ihm durchgeführte Betriebsbesichtigung vor. An Hand eines Überblicksfotos vom Werk ging er zunächst theoretisch alle Stationen der Zuckerproduktion durch – von der Annahme der LKWs mit Wiegen und Probennahme bis zum Versand.

In einem professionell geführten Rundgang wurden die Teilnehmer dann durch alle Betriebsbereiche geführt. Das war sehr beeindruckend. Nicht zuletzt im Außenbereich, war doch inzwischen Dunkelheit eingetreten. Dazu begleitete sie der typische Geruch der Zuckerrübenverarbeitung.
Besonders beeindruckend war, die wuchtigen Gebäude, die dem Firmenareal sein Gepräge geben, aus der Nähe zu erleben. Nicht zuletzt das erst im vergangenen Jahr errichteter 75 Meter hohe vierte Silo, das die Silhouette des Werkes deutlich bestimmt. 80.000 Tonnen des "weißen Goldes" können dort gelagert werden. Ein Blickfang war auch der weithin leuchtende Kalkofen.

Nach der Betriebsbesichtigung nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit zur Diskussion.
Danach wurden sie herzlich mit einem "give away" mit Produkten von Pfeifer & Langen verabschiedet.

 

 

Martin Corbach
Dr. Bernd Kordts


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Unternehmertreffen in der Rundfunk- und Fernsehgeräteausstellung * 13.10.2015 * Staßfurt

Das Unternehmertreffen fand beim Verein der „Freunde der Staßfurter Rundfunk- und Fernsehtechnik e.V.“ in den Räumen der Verwaltung des ehemaligen VEB Fernsehgerätewerke Staßfurt statt.

Nach der Begrüßung durch den Leiter des Kreisverbandes, Dr. Helmhard Kraft, stellte der Vorsitzende des Vereins, Franz Korsch, der  bis 1988 langjähriger Mitarbeiter und Betriebsdirektor des Fernsehgerätewerkes war, zunächst den Verein vor.
Dessen Ziel sei es, die Geschichte des traditionsreichen Standortes der Rundfunk- und Fernsehproduktion in Staßfurt zu erforschen und zu bewahren sowie die hier produzierten Gerätetypen zu sammeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die gezeigten Geräte seien jeweils Stand der Technik mit überregionaler Bedeutung gewesen.
Es sei ein wesentliches Anliegen, vor allem den jungen Leuten diesen wichtigen Teil der Geschichte der Wirtschaft der Region näherzubringen.

Einen kurzen historischen Abriss begann er mit der Feststellung, dass bereits im Jahre 1928 in Staßfurt mit einem Super- (heterodyn) Empfänger ein Gerät entwickelt und erstmals in Serie gebaut wurde, womit ein technisch-technologischer Vorsprung bis in die 30er Jahre gesichert werden konnte. Dieser sicherte dem Unternehmen - nun „Staßfurt Imperial“ - eine große Markt-Bekanntheit und große wirtschaftliche Erfolge.
Ab 1931/32 wurde auch die Fertigung der erforderlichen Lautsprecher aufgenommen.
Doch ab 1936 begann eine Umstellung des Produktionssortiments zugunsten von Funkgeräten für das Militär, bis ab 1942 ausschließlich Militärtechnik gefertigt wurde.
Nach dem Krieg entwickelte sich das Unternehmen als „Stern-Radio Staßfurt" zu einem großen Radio-Produzenten.
Mit der Einführung der Fernsehens zum Massenprodukt in den 50-60er Jahren und der Entwicklung des Fernsehgerätewerkes zum alleinigen Hersteller von Fernsehgeräten in der DDR wurden technisch und technologisch herausragende Leistungen im Unternehmen ermöglicht. Das Werk entwickelte sich auch durch seine bauliche Ausdehnung zu einem hochmodernen Unternehmen der Heimelektronik in der DDR mit bis zu 2.500 Beschäftigten.
Fernsehgerätegeschichte schrieb das erste ab 1969 in Staßfurt produzierte volltransistorisierte Farbfernsehgerät „Color 20", das von den Entwicklern in Staßfurt zu einem Zeitpunkt zur Serienreife geführt wurde, als alle Welt noch mit Röhren bestückte Farbfernseher produzierte. Es eröffnete den Reigen einer Vielzahl der in den nachfolgenden Jahren im VEB Fernsehgerätewerke Staßfurt entwickelten und hergestellten Farbfernsehern wie den Color oder Chromat, Colormat oder Colorlux, Siesta oder Colani.
1980 wurde die Delta-Röhre durch die Inline-Röhre abgelöst. Der größte Teil der Geräte wurde für das Inland gefertigt.
Nach der Wende übernahmen das dann die Westfirmen. Es habe harte Auseinandersetzungen und Fehlentscheidungen gegeben, die zu der bekannten Entwicklung geführt haben. Ab 1996 sei ein wirtschaftliches Arbeiten nicht mehr möglich gewesen.

Klaus-Peter Meier, ebenfalls seit 46 Jahren im Betriib, betonte noch einmal, dass im Radio- und Fernsehgerätewerk Staßfurt echt Geschichte geschrieben wurde.
Zunächst wandte er sich der Entwicklung von TechniSat zu. Er informierte, dass der eigentlich aus der Stahlrohrfertigung stammende Unternehmer Peter Lepper im Jahre 1987 das Unternehmen In Daun/Eifel gründete, um benutzerfreundliche Satellitenprodukte für Endverbraucher herzustellen.
In dem in Staßfurt gegründeten Produktionsstandort der TechniSat Digital GmbH wurde 1998 die Fertigung von Fernsehgeräten aufgenommen. Damit fand eine alte Tradition in  Staßfurt seine Fortsetzung.
Die Fernsehgeräte verfügten alle über einen integrierten Sat-Empfangsteil.
Im Folgenden ging er auf Irreführungen der Kunden durch die derzeitigen TV-Hersteller ein. Das machte er am Beispiel von UHD, den beworbenen Hertzzahlen oder Sky deutlich.
Danach war er weiterhin ein gefragter Gesprächspartner, der noch über viele interessante technische Details zu berichten wusste.

Franz Korsch
Klaus-Peter Meier


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5. BVMW-Sommerabend * 08.07.2015 * WBR Rathmannsdorf

Der 5. Sommerabend des Kreisverbandes fand wieder im Ausbildungsstandort WBR Rathmannsdorf des BBRZ Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrums e.V. Aschersleben und damit im schönen Ambiente des Schlosses Rathmannsdorf statt.

Zunächst begrüßte der Leiter der BVMW-Wirtschaftsregion Nord, Peter Martini, die anwesenden BVMW-Mitglieder und Gäste.
Es war ihm eine besondere Freude, auch den neugewählten Oberbürgermeister der Stadt Staßfurt, Herrn Sven Wagner, begrüßen zu können.

Herr Wagner nutzte die Gelegenheit bei seinem ersten Auftritt vor Vertretern der regionalen Wirtschaft seine Vorstellungen von der Unterstützung der Wirtschaft im Rahmen seiner Amtsführung darzulegen.

In seiner Begrüßung stellte dann Herr Graul den Teilnehmern das BBRZ und speziell die Ausbildungsstätte WBR Rathmannsdorf näher vor.

Auch diesmal stand  wieder ein Speed Dating auf der Tagesordnung.
Hierbei ist es den Teilnehmern – analog eines - möglich, in relativ kurzer Zeit durch kompakte, nur wenige Minuten dauernde Gespräche in Vierergruppen sich selbst und ihr Unternehmen zu präsentieren und durch das Kennenlernen einer größeren Anzahl anderer Teilnehmer das eigene unternehmerische Netzwerk zu erweitern.

Peter Martini erläuterte hierzu die Spielregeln. Insgesamt wurden fünf Runden absolviert, so dass jeder Teilnehmer die Möglichkeit hatte, mit 15 anderen Unternehmern in Kontakt zu kommen. Betreut wurde dieser Teil des Abends  durch Stefan Petsch vom BVMW-Mitgliedsunternehmen Petsch Automaten aus Werdershausen. Herr  Petsch konnte die Teilnehmer von der Leistungsfähigkeit der Kaffeeautomaten überzeugen, indem er kostenneutral unterschiedlichste Kaffeesorten anbot.

In den aufgestellten Pavillons am Grill konnten dann die Teilnehmer die entstandenen und für Sie interessanten Kontakte vertiefen und ausbauen. Es wurde wieder ein schöner Abend mit vielen interessanten Gesprächen.
Daran hatten wieder Kurt und Edith Stein, Inhaber des Weinfachhandels Stein aus Staßfurt, maßgeblichen Anteil.

Peter Martini
Sven Wagner
Klaus-Dieter Graul


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Unternehmertreffen im Landwirtschaftsbetrieb Matthias Saudhof * 27.05. 2015 * Nelben

Etwa 25 Unternehmerinnen und Unternehmer – auch aus angrenzenden Kreisverbänden – hatten sich auf dem Bauernhof von Matthias Saudhof in Nelben eingefunden, um Interessantes über den Landwirtschaftsbetrieb zu erfahren und Kontakte zu knüpfen.
Der Gastgeber machte deutlich, dass er es mit dem Hinweis auf seiner Webseite ernst meint: Öffnungszeiten: 360 Tage, 24 Stunden.

Nach der Begrüßung durch den Leiter des  Kreisverbandes,  Dr. Helmhard Kraft, gab Matthias Saudhof einen Einblick in seine Arbeit als Landwirt und informierte, wie heute moderne Pflanzenproduktion funktioniert. Dazu fand dann auch eine Betriebsbesichtigung statt.
Der Gastgeber informierte, dass sein Unternehmen auf einer Fläche von 650 ha ausschließlich Ackerbau betreibt. Und davon etwa 20 Prozent als ökologische Landwirtschaft. Angebaut werden vor allem Weizen, Zuckerrüben und Mais. Er wusste zu schätzen, dass mit der Saalemühle Alsleben, sowie der Zuckerfabrik und der Biogasanlage in Könnern  in unmittelbarer Nähe leistungsfähige Abnehmer zur Verfügung stehen.
Das Team umfasst neben dem Chef und seiner Ehefrau zwei weitere Mitarbeiter.
Die Tierproduktion beschränkt sich auf ein nahegelegenes Damwildgatter mit mehr als30 Tieren und der dazugehörigen Aufzucht. Diese weiden auf einem 3,5 ha großen Areal. Zugefüttert wird lediglich Getreide sowie im Winter etwas Heu. Naturbelassenes  und edles Fleisch sei das Endprodukt.

Dass Matthias Saudhof auch ein passionierter Jäger ist, wurde gleich in dem Raum deutlich, in dem er seine Gäste empfing.

In der Diskussion war schließlich dann auch die Rede von der „Salzlandkiste“, für die sich Matthias Saudhof als Vorsitzender des Bauernverbandes Salzland e.V. mit engagiert.
In dieser soll ein bunter Mix an verschiedensten Produktspezialitäten zu finden sein. Das könnte beispielsweise Ziegenkäse aus Glinde, Wurstspezialitäten aus Glöthe oder Gerlebogk, Produkte aus Heil- und Gewürzpflanzen aus Calbe und Aschersleben und Einiges mehr aus der Ernährungswirtschaft und der Direktvermarktung sein. Etwa zwölf bis fünfzehn typische Produkte aus dem Salzlandkreis zusammenzustellen, ist das Ziel. Aber auch Informationen über touristische Besonderheiten der Region sollen über die Kiste vermittelt werden.

Nach einer interessanten Vorstellungsrunde der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden dann bei einem ländlichen Abendbrot intensive Gespräche geführt und Kontakte geknüpft.


Matthias Saudhof


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Unternehmertreffen zum Thema „Social Media – Rechtliche Fallstricke im Web 2.0“ * 24. Febr. 2015 * Bernburg

Rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung von Social Media standen im Mittelpunkt des Vortrages der IBWF-Mitglieder Rechtsanwalt Thilo Herges und Rechtsanwältin und Mediatorin Sandra Robertz aus Berlin.

Schwerpunkte bildeten dabei die Bereiche Wettbewerbsrecht, Urheberrecht, Zivilrecht, Impressum und Datenschutz.

Sie gingen von der Definition des Begriffes Social Media als eine Form des Web 2.0 aus, worunter alle Medien (Plattformen) zu verstehen sind, die die Nutzer über digitale Kanäle in der gegenseitigen Kommunikation und im interaktiven Austausch von Informationen unterstützen (Austausch on User Generated Content, UGC).
Da Social Media zunehmend an Bedeutung auch für das Geschäftsleben gewinnt, führe das zu zunehmenden Auseinandersetzungen über das, was erlaubt ist oder nicht.

Deshalb sei es wichtig, sich mit den rechtlichen  Rahmenbedingungen für Online‐Kommunikation auseinanderzusetzen und Rechtsverletzungen durch Mitarbeiter vorzubeugen.

Im Einzelnen empfahlen sie daher:

  • eine Vorbereitung der Mitarbeiter im Umgang mit dem Web 2.0

  • die Erstellung von sog. Social Media Guidelines (SMG) als Orientierungshilfe

  • eine Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen beim „Posten“ sowie

  • die Benennung eines Social Media Ansprechpartners (SMA).


Bezüglich des Urheberrechts gingen sie auf den Fall der Beauftragung einer Agentur mit der Erstellung einer Kampagne ein.
Hier sei im Vertrag besonders zu achten auf die Zusicherung über alle Rechte, die sie selbst gegenüber dem Unternehmen einräumt, zu verfügen, eine Haftungsklausel für den Fall, dass die Agentur nicht über alle Rechte verfügen konnte sowie die Einräumung der Nutzungsrechte der  Agentur gegenüber dem Unternehmen.

Im Zusammenhang mit dem Wettbewerbsrecht unterschieden sie zwei Formen der Werbung im Internet :
Individuell  oder massenhaft versandte E‐Mails sowie die Präsentation auf der Website.
Sie hoben hervor, dass getarnte Werbung grundsätzlich verboten ist.
Gemäß § 4 Nr. 3 UWG handelt unlauter, wer den Werbecharakter von geschäftlichen Handlungen  verschleiert.
Unzulässig gemäß Anhang Nr. 11 zu § 3 Abs. 3 UWG ist als Information getarnte Werbung.
Im Online-Bereich sei getarnte Werbung unzulässig nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 TMG.
Danach handelt unlauter, wer vergleichend wirbt, wenn der Vergleich sich nicht auf Waren oder Dienstleistungen für den gleichen Bedarf oder dieselbe Zweckbestimmung bezieht.

Konkret gingen sie auf folgende Arten der verbotenen Schleichwerbung ein:

Links im Fließtext
Entgeltliche Links, welche im Rahmen eines Textes auf ein Unternehmen oder seine Angebote verweisen und nicht als Werbung offen kenntlich gemacht werden.
Virales Marketing
Werbefilme, bei denen werbende Charakter in den Hintergrund tritt
Wecken  der Aufmerksamkeit durch die unterhaltsame Gestaltung, z.B. auf YouTube
In-Game‐Advertising
Hintergrundkulisse in Computerspielen z. B. in Spiellandschaf integrierte Werbeplakate, Litfasssäulen, Firmenschilder
„Fake Banner“
Pop‐Up Meldungen über scheinbare Programmmeldungen
(Weiterleitung bei Anklicken auf die Website des Unternehmens)
„Fake Blogs“
vorgetäuschte Blogbeiträge, Diskussionsforen, Leserbriefportale, Gästebücher, Bewertungsforen
Bezahlte Empfehlungen
Angebote, insbesondere im Reisebereich
Reiseanbieter verkaufen Listenplätze für Newsletter

Besondere Bedeutung maßen die Referenten bei Facebook, Twitter, XING und  Co. der Frage zu, wem der entsprechende Account gehört bzw. wann dieser privat und wann dienstlich ist.
Hieraus würden sich vor allem Konsequenzen für ein Impressum ergeben.
Nutzer sozialer Netzwerke müssen eine eigene Anbieterkennung vorhalten, wenn die Nutzerkonten zu Marketingzwecken benutzt werden und  nicht nur eine rein private Nutzung vorliegt.
Impressumspflichten würden sich in erster Linie aus § 5 TMG (Telemediengesetz) ergeben, als Mindeststandard an Anbietertransparenz und sich beziehen auf Mindestangaben, Erreichbarkeit und Erkennbarkeit.

Herr Herges und Frau Robertz hoben weiterhin hervor, dass im Rahmen von Social Marketing regelmäßig unbeachtet bleibt, dass auch hier vielfältige Datenschutzvorgaben zu beachten sind.

Als Beispiele nannten sie die Gewinnung von geeigneten Bewerbern mit Hilfe von Social Media sowie die Einbindung eines sogenannten Social‐Plugins (etwa der „Gefällt‐mir“‐Button von Facebook) soll in die Internetpräsenz eingebunden werden

Schließlich gingen die Referenten in diesem Zusammenhang auf das Telemediengesetz (TMG) ein.
Hier enthält § 13 TMG die Verpflichtung zum Datenschutz für Dienstanbieter, zu denen jede natürliche oder juristische Person gehört, die eigene oder fremde Telemedien zur Nutzung bereithält oder den Zugang zur Nutzung  ermittelt.
Nicht nur die Webseite, sondern auch jegliche Form der Nutzung von Social Marketing diene der Information oder Kommunikation der Besucher. Daher bestünde auch hier Datenschutzerklärungspflicht nach § 13 TMG.
Bei Verstößen seien entsprechend § 16 TMG:  Bußgelder bis zu 50.000 EUR möglich.

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Unternehmertreffen bei TAXO-Obermaier * 04.11.2014 * Egeln

In ihrer Firmenpräsentation berichteten die beiden Geschäftsführer Olaf Hörding und Thomas Obermaier, dass die TAXO-Obermaier GmbH seit März 2012 in Egeln agiert und auf die Herstellung von Nutzfahrzeugen spezialisiert ist. Dabei könne der Obermaier „Fahrzeugbau“ auf eine über 50-jährige Fahrzeugbaugeschichte zurückblicken.
Gegenstand des Unternehmens ist die Konstruktion, Produktion und Vertrieb von Nutzfahrzeuganhängern (von 3,5 bis 18 Tonnen zulässigen Gesamtgewichts), diversen Fahrzeugteilen sowie LKW-Umrüstung und Vermietung. Die Fertigung am jetzigen Produktionsstandort ist primär auftragsbezogen ausgerichtet, wodurch flexibel auf die Bedarfsanforderungen der Kunden eingegangen werden kann.
Die Hauptprodukte sind Minibagger Transporter, Tieflader/Dreiseitenkipper, Anhängerfahrgestelle und Zugmaschinen mit Minisattel. Universelle Transportlösungen für jede Branche und Einsatzart, ob Schüttgut, Paletten oder Baumaschinen.
Die Qualität der Produkte würde aus der Zusammenarbeit mit namenhaften Zulieferern, der partnerschaftlichen Zusammenarbeit der Kunden mit den Konstrukteuren und einem hochwertigen Korrosionsschutz sowie Oberflächenbehandlung resultieren. Bei der Umsetzung innovativer Produkte setzt das Unternehmen auf gewichtsoptimierte Fahrzeuge, die stets die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und für die Kunden auch unter veränderten Rahmenbedingungen eine hohe Investitionssicherheit garantieren.
Die vorhandene Kapazität ermögliche ein jährliches Produktionsvolumen von ca. 500 Fahrzeugen.
Das Unternehmen beschäftigt derzeit 40 Mitarbeiter.

Unter Bezugnahme auf die Produktpalette der Gastgeber sprach Volker Frank, Inhaber eines Sachverständigenbüros für Kfz-Technik in Staßfurt zum Thema „Die Verantwortung der Fahrzeughalter zur Einhaltung der Transportsicherheit“.
Nach der Vorstellung seiner Firma und seiner Aktivitäten bei der Weiterbildung der Berufskraftfahrer erinnerte an das unter der Bezeichnung „Vision Zero“ in Europa vorgenommene Ziel, Straßen und Verkehrsmittel so sicher zu gestalten, dass keine Verkehrstoten und Schwerverletzten mehr auftreten.
Um dieses zu erreichen, seien auch mehr Polizeikontrollen im Güterkraftverkehr erforderlich. Von den angestrebten 3,5 Prozent würden gegenwärtig nur etwa ein Fünftel realisiert.
Ein weiteres Problem sei dabei die Tatsache, dass etwa 70 Prozent der von der Polizei festgestellten Mängel nicht zutreffend seien.
Herr Frank betonte, dass das Thema Ladungssicherheit ernst zu nehmen sei. Das würden auch die Urteile der Gerichte zeigen.
Ausgehend von der Definition der Ladung im § 22 verwies er auf die weiteren diesbezüglichen Festlegungen der Straßenverkehrsordnung und nicht zuletzt auf Forderungen der Berufsgenossenschaft an den Unternehmer.
Diese würden sich aus dem BG-Grundsatz 916 „Prüfung von Fahrzeugen durch Sachkundige“ ergeben und seien unbedingt im Unternehmensalltag zu berücksichtigen.
Schließlich informierte er noch auf mögliche strafrechtliche Konsequenzen entsprechend § 223 des Strafgesetzbuches.

In seinem Vortrag „Brauchen wir mehr Rücksicht auf der Straße?  - Verkehrsvergehen und Unfallgeschehen aus Sicht der Polizei“ berichtete dann Polizeihauptkommissar Andreas Wichmann, Fachlehrer für Verkehrsrecht an der Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt in Aschersleben über den Ausbildungsstandort und seine Tätigkeit als Fortbildungsmanager.
Bezogen auf das Unfallgeschehen hob er hervor, dass mit 76.000 die Verkehrsunfälle in Sachsen-Anhalt rückläufig sind, was u.a. auf die demografische Entwicklung, das Unfallauswertesystem oder die Umgehungsstraßen zurückzuführen sei. Mehr als 70 Prozent ereigneten sich innerorts, 5 Prozent auf Autobahnen und 20 Prozent außerhalb geschlossener Ortschaften. Hier seien die meisten Toten (insgesamt 130) zu beklagen.
Er informierte dann über die steigende Zahl an manipulierten Versicherungsunfällen und Drogenfahrten sowie über das neue Punktesystem.
Weiterhin machte er deutlich, dass es zum einen unbedingt erforderlich sei, den Verkehrsteilnehmern die bestehenden Vorschriften mehr zu erklären, um falsche Interpretationen zu vermeiden. Und zum anderen sei es notwendig, die Stellung der Schutzpolizisten im Verkehr richtigzustellen. Sie seien mit dem ihnen übermittelten Wissen  nicht in jedem Fall in der Lage, die richtige Entscheidung zu treffen.  Teilweise sei situationsbedingt ein falsches Handeln vorgegeben. Auftretende Probleme seien dann durch Staatsanwaltschaft, Bußgeldstelle oder Gutachter zu lösen.

Olaf Hörding
Thomas Obermaier
Volker Frank
Andreas Wichmann


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Unternehmerfrühstück mit Landrat Markus Bauer * 16.09.2014 * Bernburg

In seiner Begrüßung stellte Kreisgeschäftsführer Dr. Helmhard Kraft noch einmal fest, dass der Salzlandkreis einen neuen Landrat hat. Im Juni habe sich der langjährige Bürgermeister der Stadt Nienburg (Saale), Markus Bauer (SPD), in der Stichwahl gegen seinen Mitbewerber durchgesetzt.

Er bedankte sich beim Landrat, dass er nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt zu einem Unternehmerfrühstück gekommen ist, um sich den BVMW-Mitgliedern und –Interessenten vorzustellen. Er begründete das mit dem guten Kontakt zu Herrn Bauer in den zurückliegenden Jahren. Als Bürgermeister von Nienburg habe er sich stets um die Belange des Mittelstandes und die Aktivitäten des BVMW interessiert und sei zu manchem Unternehmertreffen erschienen.
Dr. Kraft sagte: "Wir freuen uns, dass die bisherigen guten Kontakte zwischen dem Landkreis und unserem Verband nicht abreißen, sondern nun noch weiter intensiviert werden können." In der Vergangenheit hätte sich die Möglichkeit kurzer Entscheidungswege stets bewährt.

Markus Bauer erläuterte in seinem Vortrag seine Vorstellungen von der weiteren Entwicklung des Salzlandkreises zu einem zukunftsorientierten Landkreis.

Er bezeichnete es als ein wichtiges Ziel seiner Arbeit, den Landkreis noch mehr als Dienstleistungsunternehmen auszurichten. Daran solle die Verwaltung gemessen werden.

Kreative Mitarbeiter seien gefragt, die auch gerade in der Wirtschaftsförderung Wege ebnen sollen. Er bedauerte es, dass gerade dieser Bereich als "freiwillige Aufgabe" der Kommunen eingestuft wurde. Das binde bei Entscheidungen zwar die Hände, doch sein Ziel sei es, die Wirtschaftsförderung des Landkreises zu erhalten, besser aufzustellen und bekannter zu machen. Auf diese Weise könnten die Bemühungen der Städte auf diesem Gebiet eine effektive Begleitung erfahren.

Für den Landrat ist es eine Prämisse, alle Entscheidungsebenen in der Region zu vernetzen. Letztlich gehe es ihm darum, mehr als bislang das Internet als Informationskanal für potenzielle Investoren, Firmen vor Ort aber auch beispielsweise Studenten, die einen Arbeitsplatz suchten, zu nutzen. Dabei gelte es Reserven zu nutzen.

Verbesserung versprach er zudem bei der Arbeit der Bürgerbüros vor Ort. "Die Menschen und Unternehmen müssen sich auf alle Fälle auf deren Öffnungszeiten verlassen können", lautete seine Aussage.

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4. BVMW-Sommerabend * WBR Rathmanndorf * 24.06.2014

WBR Rathmannsdorf

Der 4. Sommerabend des Kreisverbandes fand wieder einmal im Ausbildungsstandort WBR Rathmannsdorf des BBRZ Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrums e.V. Aschersleben und damit wieder im schönen Ambiente des Schlosses Rathmannsdorf statt.

Zunächst begrüßte Kreisgeschäftsführer Dr. Helmhard Kraft die anwesenden BVMW-Mitglieder und Gäste und bedankte sich beim Geschäftsführer des BBRZ e.V., Klaus-Dieter Graul, und dem Leiter des Ausbildungsstandortes, Alfred Radl, und seinem Team für die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung.

In seiner Begrüßung stellte dann Herr Graul den Teilnehmern das BBRZ und speziell die Ausbildungsstätte WBR Rathmannsdorf näher vor.

Auf Grund der positiven Resonanz stand auch diesmal wieder zu Beginn des Abends eine Kontaktbörse auf der Tagesordnung.
Hierbei ist es den Teilnehmern – analog eines Speed Datings - möglich, in relativ kurzer Zeit durch kompakte, nur wenige Minuten dauernde Gespräche in Vierergruppen sich selbst und ihr Unternehmen zu präsentieren und durch das Kennenlernen einer größeren Anzahl anderer Teilnehmer das eigene unternehmerische Netzwerk zu erweitern.

Dr. Kraft erläuterte hierzu die Spielregeln. Insgesamt wurden  vier Runden absolviert, so dass jeder Teilnehmer die Möglichkeit hatte, mit 12 anderen Unternehmern in Kontakt zu treten.

Betreut wurde dieser Teil des Abends  durch Stefan Petsch vom BVMW-Mitgliedsunternehmen Petsch Automaten aus Werdershausen (www.petsch-automaten.de). Herr  Petsch konnte die Teilnehmer von der Leistungsfähigkeit der Kaffeeautomaten überzeugen, indem er kostenneutral unterschiedlichste Kaffeesorten anbot.

Am Grill konnten dann die Teilnehmer die entstandenen und für Sie interessanten Kontakte vertiefen und ausbauen. Es wurde wieder ein schöner Abend mit vielen interessanten Gesprächen. Daran hatten wieder Kurt und Edith Stein, Inhaber des Weinfachhandels Stein (www.weinhandel-stein.de) aus Staßfurt, maßgeblichen Anteil.

Klaus-Dieter Graul und Alfred Radl
Stefan Petsch und Klaus-Dieter Graul
Edith und Kurt Stein (links)
 


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Unternehmerfrühstück zum Thema "Wirtschaftsspionage" * 29.04.2014 * Salzland Center Staßfurt

Bei diesem Unternehmerfrühstück ging es um die Frage, ob es in Sachsen-Anhalt Wirtschaftsspionage gibt und wie sich die Betriebe hiervor schützen können.

Um darauf eine Antwort zu bekommen, hatten wir mit  Andreas  H o c h  einen Experten von der Abteilung 4 „Verfassungsschutz“ des Ministeriums für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt eingeladen.

In seiner Begrüßung führte Dr. Helmhard Kraft an Hand eines aktuellen Falles in das Thema ein.

Zu Beginn seines Vortrages ging dann Herr Hoch im Zusammenhang mit dem Verfassungsschutz-Gesetz des Landes (VerfSchG-LSA) auf solche grundlegenden Dinge, wie den Verfassungsschutz, die Wirtschaftsspionage und die für Unternehmen und Forschungsinstitute potenziellen Angreifer (Angriffsvektoren, wie Kurzzeitkräfte, Externe Kräfte oder der IT-Bereich) und die Hintergrundakteure (nicht zuletzt die ausländischen Nachrichtendienste) ein.
Dabei seien die Lieferanten des Unternehmens, Lagerbestände, Versorgungskonzeptionen, Umsätze und Kundenadressen, Kalkulationsunterlagen, Budgetplanungen und Inves-titionsvorhaben, Verkaufsstrategien, Absatz- und Vertriebswege, Marketingstudien, Li-zenzverträge, Forschungsergebnisse, Produktideen und Designstudien, Konstruktionsunterlagen, Herstellungsverfahren, Qualitätsprüfungsmaßnahmen, Spezialwerkzeuge und Steuerungssysteme oder strategische und taktische Entscheidungen der Unternehmens-leitung besondere firmeninterne Ausspähungsziele.

Bei den fremden Nachrichtendiensten ging er insbesondere auf die der Russischen Föderation (SWR, GRU und FSB) und der Volksrepublik China (MSS, MID, MPS und Büro 610 der KPCh) ein. Hier nannte er die Gefahren, denen Unternehmer ausgesetzt sind und führte einige konkrete Spionagefälle der letzten Jahre an.

Konkrete Mittel und Methoden der Nachrichtenbeschaffung seien dabei
offene Informationen, Geprächsabschöpfung, Teilnahme am Wirtschaftsleben, Abschöpfung / Einschleusung, Anwerbung, Botschaften und Konsulate (Abtarnung von Nachrichtendienst-Mitarbeitern, sog. Legalresidenturen), Audits / Zertifizierungsverfahren, Informationstechnik (Fernmeldeaufklärung, Elektronische Angriffe), Nutzung von Reisedokumenten und Hotelüberwachung, Observation.

Zu beachten seien auch die privaten Datenkraken, wie der Google-Android-Kontinent ( z. B. Google-Glass), der Facebook-Whatsapp-Kontinent, Kaspersky - „The Godfather of IT-Security“, Yandex, odnoklassniki.ru, etc.

Von besonderer Bedeutung waren für die anwesenden Unternehmer die vom Referenten gegebenen Hinweise. So empfahl er Folgendes:

  • Benennen Sie einen Know-how-Schutz Verantwortlichen.

  • Identifizieren Sie Ihre Betriebsgeheimnisse („Kronjuwelen“).

  • Klassifizieren Sie Ihre Geschäftsgeheimnisse, z.B. in offen, vertraulich, geheim, nur für die Geschäfts-leitung.

  • Entwickeln Sie ein Schutzkonzept und einen Notfallplan für potenzielle Schadensfälle.

  • Binden Sie alle Mitarbeiter in dieses Konzept ein.

  • Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter für Sicherheitsbelange, warnen Sie vor den Methoden des „social engineering“.

  • Beziehen Sie ihre Geschäftspartner in Ihr Sicherheitskonzept ein.


Auch für die Sicherheit gelte, dass sie unbedingte Chefsache sei.

Schließlich gab Herr Hoch noch Ratschläge für die Sicherheit auf Reisen:
Für die Vorbereitung von Reisen empfahl er den Flyer „Geschäftsreisen“ des Vwerfassungsschutzes sowie die Hinweise auf der Homepage des Auswärtigen Amtes.
Ebenso die Verwendung eines speziellen Reise-Notebooks, -Smartphones oder – Tablets - ohne privaten Daten, mit nur absolut notwendige Dateien. Die Daten sind zu verschlüsseln. Das Gerät darf nicht unbeaufsichtigt gelassen werden.
Hinsichtlich der Smartphones verwies er u.a. auf Infektionsgefahr an Universalladestationen. Es soll-ten vertrauliche Telefonate nach Hause, im Zug, im Bahnhof und auf dem Flughafen unterlassen wer-den.
Bei Vorfällen sollte nach der Reise der Kontakt zum Verfassungsschutz gesucht werden.


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Unternehmerfrühstück in der Agentur für Arbeit * 28.03.2014 * Bernburg

Das Unternehmertreffen begann mit einem Frühstück, einer Vielzahl von Kontaktgesprächen sowie einer Vorstellungsrunde der etwa 40 Teilnehmer.


In seiner Begrüßung hob Kreisgeschäftsführer Dr. Helmhard  K r a f t  hervor, dass Unternehmerveranstaltungen mit der Agentur für Arbeit bereits zur Tradition geworden sind und ging dann näher auf das Thema Personal aus der Sicht des Verbandes ein.

Bezug nehmend auf die alljährliche Unternehmerumfrage des BVMW am Jahresende stellte er u.a. fest, dass die Sicherung des Bedarfs an qualifizierten Fachkräften zunehmend schwieriger wird, der Fachkräftemangel im Mittelstand bereits als besorgniserregend bezeichnet werden kann. Denn Unternehmer geben durchaus an, in bestimmten Fällen überhaupt keine geeigneten Fachkräfte zu finden und daher Aufträge mangels Mitarbeitern ablehnen zu müssen.

Von den verschiedenen Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken, ging er an Hand eines Unternehmens aus dem Kreisverband auf die Beschäftigung von ausländischen Arbeitskräften ein. Dem hat sich das BIB Bildungsinstitut Brücker aus Berlin verschieben. Es beabsichtigt als ersten konkreten Schritt, Vietnamesinnen und Vietnamesen mit deutschen Unternehmerinnen und Unternehmern auf einer Jobbörse in Vietnam zusammenzubringen, um jeweils eine entsprechende Ausbildung für einen späteren Einsatz in Deutschland einzuleiten.

Schließlich ging Dr. Kraft noch auf aktuelle Forderungen des Verbandes ein, wie betriebliche, flexible Lösungen bei Mindestlohn und Rente, einen bildungspolitischen Kurswechsel hin zur dualen Ausbildung und bessere steuerliche Rahmenbedingungen für die betriebliche Aus- und Weiterbildung.

In seinem Vortrag „Der Arbeitsmarkt im Salzlandkreis - Rückblick und Ausblick 2014“ informierte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bernburg Thomas  H o l z ,  dass die Agentur für Arbeit Bernburg etwa 4.000 Arbeitslose betreut.

Durch die Frühjahrsbelebung entwickelte sich der Arbeitsmarkt im März 2014 im Salzlandkreis positiv. Dieser kurzfristige Trend sei saisonal bedingt, insbesondere durch den milden Winter. Die Jugendarbeitslosigkeit sank in den letzten sechs Jahren, jetzt seien die Arbeitgeber gefragt die Jugendlichen an sich zu binden. Dem gegenüber stehe eine Verfestigung der Arbeitslosigkeit von über 50-Jährigen Im Salzlandkreis sei ein Zuwachs am Bestand der Lebensälteren, entgegen dem Landestrend zu verzeichnen. Auch hierauf sollten sich Arbeitgeber bei ihrer Personalrekrutierung einstellen.

„Im Vergleich 2012 zu 2013 hat die Agentur für Arbeit Bernburg die Eintritte in berufliche Weiterbildung um 30 Prozent steigern können.2014 werden wir das Level analog 2013 halten, denn Personalentwicklungen in Unternehmen erfordern einen drei– bis fünfjährigen Vorlauf um langfristig Fachkräfte halten und rekrutieren zu können“, erläuterte Thomas Holz..

Danach stellten Raik  E r t e l t , Geschäftsführer Operativ, und Daniel  S t e i n m e t z e r , stellv. Teamleiter Arbeitgeberservice, die Jobbörse der Agentur für Arbeit vor.

Diese sei mit 3 Mio. Bewerbern, 740 Tsd. offenen Stellen und 265 Tsd. Ausbildungsstellen die größte Jobbörse in Deutschland. Sie hat etwa 20 Mio. aufgerufene Seiten und 1,2 Mio. Benutzer pro Tag.

Es sei eine gute Möglichkeit für Unternehmen, neue Mitarbeiter zu gewinnen, über www.arbeitsagentur.de bzw. direkt über www.jobboerse.arbeitsagentur.de.

Die Vorteile bestehen vor allem in Folgendem:
Sie ist schnell, individuell (Möglichkeit der Unternehmenspräsentation), innovativ und kostenlos. Sie besitzt eine Multiuser-Funktion.

In einem Matchingverfahren werden die Stellenangebote und Berberprofile zusammengeführt. Auf einer Trefferliste erfolgt eine Bewertung nach Übereinstimmung und eine Sortierung. Die Kontaktaufnahme und den potenziellen Bewerbern sowie dem persönlichen Ansprechpartner der Agentur für Arbeit ist danach unkompliziert möglich.

Die anwesenden Unternehmer wurden eingeladen, sich nach den Vorträgen im Berufsinformationszentrum (BiZ) gleich einmal praktisch mit der Jobbörse vertraut zu machen.

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Unternehmertreffen in der Bilfinger MCE Aschersleben GmbH * 19.02.2014

Das BVMW-Unternehmertreffen fand in einem der bedeutendsten Unternehmen Ascherslebens statt. Als ein Unternehmen der Bilfinger Power Systems GmbH entwickelt, errichtet, wartet und betreibt die Bilfinger MCE Aschersleben GmbH als Engineering- und Servicekonzern Anlagen und Bauwerke für Infrastruktur, Immobilien, Industrie und Energiewirtschaft. Das Unternehmen fertigt für Kraftwerke und Prozessindustrien Druckbehälter und Apparate sowie geschweißte Formstücke. Die Stärken liegen dabei in der Herstellung anspruchsvoller, großer und schwerer Apparate, Behälter und Reaktoren für den Maschinen-, Apparate- und Anlagenbau.

Die zahlreich erschienen Unternehmer wurden vom Leiter des Kreisverbandes Dr. Helmhard  K r a f t   begrüßt. Er nutzte die Gelegenheit, an Hand der wichtigsten Veranstaltungen des Verbandes um den Jahreswechsel, wie der Bundespressekonferenz, des Parlamentarischen Abends und des Jahresempfangs über die politische Arbeit des Verbandes zu informieren.

Dem folgte der Vortrag des Geschäftsführers der Bilfinger MCE Aschersleben Matthias  S c h r ö d e r  zum Thema

„Marktorientierung und Flexibilität, ein Schlüssel zum Erfolg, dargestellt am Beispiel der Bilfinger MCE Aschersleben GmbH“.

Herr Schröder informierte, dass die Produktion des traditionsreichen Unternehmens gegenwärtig wieder eine deutliche Tendenz nach oben hat. Für dieses Jahr wird mit einem Umsatz von 25 Millionen Euro gerechnet. Er sagte, "uns ist die Neuorientierung nach dieser Krise gelungen". Seit rund 18 Monaten füllen sich die Auftragsbücher Stück für Stück, Normalität zog wieder ein.
Und das, nachdem fast ein Jahr Kurzarbeit an der Tagesordnung war.

Die Ursache war, dass in den letzten Jahren die Fertigung auf Gründungskonstruktionen von Offshore-Windkraftanlagen ausgerichtet war, erläuterte Schröder den Mitgliedern des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft. Die Bilfinger MCE Aschersleben war auf diese anspruchsvollen Konstruktionen spezialisiert und hatte sich in einem stark wachsenden Markt als verlässlicher Partner etabliert. Doch mit dem Wandel in der Energiewirtschaft sank die Nachfrage auf einen nie gekannten Tiefpunkt

Der Betrieb der Bilfinger Power Systems suchte im Konzernverbund nach anderen Aufgaben. Schon immer prägte der Metallbau den Standort Aschersleben, der zu DDR-Zeiten zum Kombinat Kraftwerksanlagenbau gehörte. "Die Krise als Chance nutzen, das war unsere Lösung", berichtete der Geschäftsführer seinen Gästen. Das führte zum einen zu einer Ausrichtung auf den internationalen Markt und der Hinwendung zu neuen Geschäftsfeldern unter anderem in der Eisen- und Stahlerzeugung sowie wie in der Chemieindustrie. Druckbehälter, Apparate, Reaktoren und geschweißte Formstücke werden inzwischen für einen veränderten komplett veränderten Kundenkreis produziert. Dabei wurden die vorhandenen Produktlinien Apparatebau und Konstruktionsstahlrohre um Drehrohröfen und Mühlen sowie abgeschlossene Funktionseinheiten für Gesamtanlagen erweitert. So stieg der Exportanteil binnen Jahresfrist von 20 auf 80 Prozent. Allein die Hälfte aller Lieferungen ging 2013 an den Golf. Der Auftragseingang im Chemieanlagenbau liegt inzwischen bei 50 Prozent.

Um sich auf die veränderten Anforderungen auf allen Ebenen einzustellen, gab und gibt es für die rund 70 Mitarbeiter ein umfassenden Fortbildungs- und Trainingsprogramm. Beispielsweise gehören Englischsprachkurse ebenso dazu wie die Vermittlung von Fertigkeiten im Vertragsmanagement.

Wie sich dieses Herangehen auszahlt, sahen die BVMW-Mitglieder in den Werkhallen. In einer von ihnen entstehen gerade zwei annähernd 70 Meter lange Drehrohröfen mit einem Durchmesser von vier Metern für einen Kunden in den Arabischen Emiraten. Sie kommen dort in der chemischen Industrie zum Einsatz. Eine echte Herausforderung für die Fachleute in Aschersleben. Auch an einem anderen Objekt haben sie Präzisionsarbeit geleistet. 368 Stunden wurde dort an einem rohrförmigen Stahlelement mit 15 Zentimetern Wanddicke geschweißt. Zwei Schweißnähte mit einer Gesamtlänge von mehr als 24 Metern verlangten höchste Präzision.  

Bilfinger MCE ist ein hervorragendes Beispiel für die Flexibilität eines Unternehmens. In Aschersleben hat sich ein ganze Betrieb nicht aufgegeben und auch dank seiner über Jahrzehnte bewiesenen Kompetenz seine Überlebensfähigkeit bewiesen.

Und so sah Anja Vogel - www.anjavogel-fotodesign.de - das Unternehmertreffen:

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