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Mittelstand kritisiert Kürzungspläne für Theater in Sachsen-Anhalt

Anhaltisches Theater Dessau Foto: Claudia Heysel

Magdeburg - Heftige Kritik an den radikalen Kürzungsplänen der Landesregierung bei einer Reihe von Theatern hat der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) geäußert. Ein solcher Sparkurs füge dem Image des Bundeslandes erheblichen Schaden zu, sagte der Leiter der Wirtschaftsregion Nord, Peter Martini, am Donnerstag. Die erheblichen Einschnitte in der Förderung der Bühnen in Dessau, Halle und in der Lutherstadt Eisleben gingen an die Substanz der Kultureinrichtungen. Das könne in dem geplanten Ausmaß wie beim Anhaltischen Theater, dem die Streichung von Schauspiel- und Ballett drohe, nicht hingenommen werden. Irreparablen Schäden seien die Folge, wenn notwendige Mittel für die Pflege und Weiterentwicklung der Häuser gestrichen würden.

Kultur gehöre seit jeher zu den weichen Standortfaktoren und sei deshalb für die Witschaft wichtig, erklärte Martini. Mit ihnen bekommen die Ansiedlung von Unternehmen und die Zuwanderung dringend benötigter Fachkräfte wichtige Impulse. Für diese zählten neben ansprechenden Wohnungen und einer guten Verkehrsanbindungen auch Schulen, Kindertagesstätten und Einkaufsmöglichkeiten zu den Dingen, die bei der Entscheidung für eine Ansiedlung oder einen Umzug nach Sachsen-Anhalt eine wichtige Rolle spielten. Ein positives kulturelles Umfeld bekomme zunehmend einen hohen Stellenwert, erklärte Martini.

Eine gut aufgestellte Infrastruktur in der Kultur unterstützt die Wirtschaftspolitik in den Regionen in einem oft noch unterschätzen Maß. Nachhaltigkeit auf diesem Gebiet dürfe sich nicht allein an der aktuellen Kassenlage orientieren, kritisierte Martini. Zudem finanzierten Unternehmer über Steuern und Sponsoring auch Museen, Theater, Galerien und andere Angebote mit. Sie forderten deshalb Ausgewogenheit der politischen Entscheidungen. Der BVMW forderte die Landesregierung auf, mit Augenmaß und Blick auf die Zukunft die geplanten Theaterverträge für Dessau, Halle und Eisleben noch einmal auf den Prüfstand zu stellen und das Überleben der Bühnen zu sichern.


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