Von der Idee zum Produkt
Unternehmertreff des BVMW Kreisverbandes Greiz bei Innopaint
In den Beratungsraum der Wertbau GmbH am Daßlitzer Kreuz mussten noch eine Menge Stühle geräumt werden, um am vergangenen Montag alle Gäste unterzubringen, die sich für die neue Firma Innopaint GmbH in der Wertbau-Gruppe interessierten. Kerstin Kramer, Leiterin des Kreisverbandes Greiz des BVMW, betonte in Ihrer Begrüßung, dass es heute wichtiger denn je ist, neue Marktnischen zu erkennen, diese mit innovativen Produkten zu bedienen und dann auch wirtschaftlich zu vertreiben. Wie kommt ein Unternehmen nun zu einer neuen Idee und von der Idee zum Produkt? Dieser Frage wurde an dem Abend nachgegangen. Rainer Taig, geschäftsführender Gesellschafter der Firmengruppe erläuterte leidenschaftlich den Werdegang für die „Pulverbeschichtung thermosensibler Stoffe“, das Herzstück der neuen Firma.Es soll als weiteres Standbein des Fenster-, Türen- und Fassadenproduzenten dienen, der inzwischen auf 235 Mitarbeiter gewachsen ist und 30 Mio Euro Nettoumsatz pro Jahr erwirtschaftet. Schwerpunkt ist die Frage der Qualität und Langlebigkeit, mit der sich Wertbau einen Namen gemacht hat.
„Gut Ding braucht Zeit“ meint Rainer Taig, dabei hat er mit seinem Team erst vor etwa 3 Jahren mit einer Pilotanlage erste Versuche gefahren. Nun entstand bereits eine 30 000 m² große Halle mit 50 Mio Investitiosumfang und es erfolgt die Montage der Produktionsanlage, die einmal 500000 m² Platten pro..?pulverbeschichten soll. Vor allem an die Ablösung von Lösemitteln bei der Beschichtung von Möbeloberflächen ist gedacht, aber auch an großflächige Raumgestaltung, wie bei Flughäfen.
Beim Betriebsrundgang stellte er eindrucksvoll dar, wie in das neue Konzept auch energetische Fragen der Firma berücksichtigt, denn die Energiekosten werden immer mehr zum begrenzenden Faktor. Die Verwertung eigener Holzabfälle ist genauso wichtig, wie eine automatische Verbundsteuerung der Energiesysteme und der Einsatz von Photovoltaik. Auch an die Verwertung von Wärme aus der benachbarten Biogasanlage ist gedacht. Bei der Investition wurden natürlich Fördermittel für Forschung und Entwicklung und auch für Investition eingesetzt. Monika Fulle, von der Thüringer Aufbaubank nutzte die Möglichkeit, den anwesenden Unternehmern die neuesten Möglichkeiten für Zuschüsse, Darlehen und Beteiligungskapital vorzustellen. Wolfgang Krug von der Gesellschaft für Innovationsförderung, die auch Mitglied im Kreisverband ist, erläuterte die Förderprogramme des Bundes, die für Forschung und Entwicklung nutzbar sind. Durch Vermittlung, Austausch und Information der Leiterin des Kreisverbandes sind im letzten halben Jahr bereits vier Vorhaben bei kleinen Unternehmen in die Wege geleitet worden.



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