Gelungene Premiere für Hermsdorfer Werkstoff- und Technologiekolloquium zu Einsatz der Mikro- und Nanotechnik
In die Welt des „nano“ führte die Premiere des Hermsdorfer Werkstoff- und Technologiekolloquiums am 21. September 2011 an prädestinierter Stelle im Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS. Diese neue Veranstaltungsreihe für das produzierende Gewerbe und industrienahe Dienstleistungen zur Vermittlung technologischer Einblicke und Hintergründe bildete einen weiteren herausragenden Höhepunkt in der thematischen Vielfalt der Veranstaltungen des BVMW-Kreisverbundes Jena/Saale-Holzland-Kreis. Auch die beiden Veranstalter - die Jenaer BVMW-Fachgruppe „Präzision aus Jena“ und die Friedrich-Schiller-Universität, Jena - zeigen und leben gemeinsam mit dem gastgebenden Forschungsinstitut IKTS in der Vorbereitung und Durchführung den Gedanken von Kooperation und Arbeitsteilung, vom notwendigen Miteinander von Wirtschaft und Wissenschaft. Und so wird auch in diesem Jahr Professor Kurt-Dieter Koschmieder (Prorektor für Lehre und Struktur der FSU) gemeinsam mit Dietmar Winter die Gäste begrüßen.
In drei Fachvorträgen rund um Materialien und Anwendungsbeispiele aus der Mikro- und Nanotechnik informierten Dr. Ingolf Voigt, IKTS (Hermsdorf), Professor Markus Rettenmayr, FSU Jena sowie Udo Staps, FKT (Triptis) und Dr. Wolfgang Markgraf, KTS (Schmölln). Die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) mit dem Enterprise Europe Network Thüringen unterstützten diese Börse und Elke Römhild informierte über Arbeit und Angebote, insbesondere bei der Formierung von Forschungskooperationen mit europäischen Partnern.
„Nanostrukturen helfen gegenwärtig und zunehmend auch in der Zukunft, den globalen Herausforderungen - Umwelt, Klima und Energie - zu begegnen. So halten die ultrafeinen Strukturen in Filtern kleinste Partikel und Moleküle zurück, eine Eigenschaft, die sie bei der Wasserfiltration ebenso bedeutsam macht wie beispielsweise in der Abgasreinigung, Biogaserzeugung und für das weite Feld der Energiespeicherung“, formulierte Gastgeberin Dr. Bärbel Voigtsberger, stellvertretende Institutsleiterin und verantwortlich für den Institutsteil Hermsdorf, die anspruchsvollen Forschungs- und Anwendungsfelder der Werkstoffe und Technologien aus dem Nanokosmos. Insbesondere solle den Präzisions-Spezialisten das breite aber vielfach noch unbekannte Einsatzspektrum keramischer Werkstoffe vorgestellt werden.
Das gastgebende Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS - führender Akteur auch im Verbund MNT Mikro-Nano-Thüringen - deckt das Feld der technischen Keramik von der grundlagenorientierten Vorlaufforschung bis zur Anwendung in seiner ganzen Breite ab. Hierzu stehen an den beiden Standorten in Dresden und Hermsdorf hervorragend ausgestattete Labors und Technika zur Verfügung. Im Institutsteil Hermsdorf des Fraunhofer IKTS sind aktuell 130 Mitarbeiter sowie 7 gewerblich Auszubildende beschäftigt. Der Standort befindet sich in einer Region Thüringens mit einer langen Tradition bei der Herstellung von Porzellan und technischer Keramik.
Ausgehend von einem soliden Werkstoffwissen in keramischen Hochleistungswerkstoffen erstrecken sich die Entwicklungsarbeiten im IKTS über die gesamte Wertschöpfungskette bis hin zur Prototypenfertigung. Das Fraunhofer IKTS zeichnet sich damit durch eine dreifache Kompetenz aus: Werkstoff-Know-how, Fertigungstechnologien und System- bzw. Produktintegration. Seinen Partnern, Keramikherstellern wie Anwendern, eröffnet das IKTS vielfältige innovative Lösungsmöglichkeiten in den Bereichen Energie-, Umwelt- und Verfahrenstechnik, Mikrosystemtechnik, Medizintechnik, Automotive, Elektrotechnik, Optik, Maschinen- und Anlagenbau.
Der Rundgang durch das Institut half, die Erkenntnisse und erste Ideenansätze zu vertiefen. Zudem bot sich im traditionell großzügig bemessenen „Netzwerk-Teil“ Raum für ein engeres Kennenlernen in individuellen Gesprächen.
Bereits hier stellte sich mehrfach die Frage nach einer Wiederholung, die von den Veranstaltern damit praktisch auch nur bejaht werden konnte und wurde.
Text und Foto: Karsten Seifert






























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