22. Treffen von "Präzision aus Jena" bei der PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH
Text und Fotos: Janine Weller, FAKT PR
High-Tech Materialien erzeugt unter Vakuum und Temperaturen bis zu 3000 Grad - das gehört zum beeindruckenden Leistungsspektrum der PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH in Jena-Maua, die am 7. September 2011 zum 22. Treffen der Fachgruppe des Bundesverband mittelständische Wirtschaft „Präzision aus Jena“ in ihre heiligen Hallen einlud. Für die Muttergesellschaft PVA TePla produziert die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH komplexe Vakuum-Wärmebehandlungsanlagen und Druck-Sinteranlagen, die kundenspezifisch in Jena-Maua konzipiert, hergestellt und später am Fertigungsort des Kunden montiert werden. Schwerpunkte des ca. 100-Mann-starken Unternehmens sind Einkristallzuchtanlagen zur Herstellung monokristalliner Silizium-Ingots, aus denen Wafer für die Halbleiter- und Photovoltaikindustrie gefertigt werden sowie Anlagen zur Oberflächenaktivierung und Feinstreinigung im Plasma.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den Geschäftsführer des BVMW Jena und Saale-Holzland-Kreis, Dietmar Winter, und Corinna Rosenkranz, kaufmännische Leiterin der PVA Vakuum-Anlagenbau Jena GmbH, gab Sally Händschel, Leiter der Arbeitsvorbereitung, den 35 Teilnehmern eine Einführung in die Unternehmensgeschichte und das technische Know-How für die verschiedensten Anwendungsbereiche im Vakuum. 1991 wurde in Aßlar die PVA-Pfeiffer Vakuum Anlagenbau GmbH gegründet, 1998 dann die PVA Vakuum Anlagenbau GmbH in Jena-Maua. Ein Jahr später, im Jahr 2000 wird das Vakuum Löt- und Wärmebehandlungszentrum gegründet. In den folgenden Jahren expandiert die PVA TePla Gruppe zunehmend auf dem amerikanischen und asiatischen Markt und gewinnt im Jahr 2007 den Geschäftsbereich Ultraschallmikroskopie. 2009 werden die Geschäftsbereiche neu strukturiert in Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems.
Die PVA Tepla Gruppe ist ein weltweit etablierter Anbieter und F&E Partner für Anlagen und Systeme zur Herstellung und Bearbeitung von neuen Werkstoffen und Materialien mit dem Einsatz hoher Temperaturen, Plasma und Vakuum. Anwendung finden diese im Geschäftsbereich Industrial Systems, bei dem der Gebrauch des Vakuums und der Wärmebehandlung unter anderem in der Halbleiterindustrie angewandt wird. Dazu gehören Drucksintern, Hartlöten, Graphit-Reinigung, das Sintern von Hochleistungskeramiken und Schmelzen oder Gießen für die Metallurgie. Mit seinen Leistungen gehört das Unternehmen zum Weltmarktführer in der Herstellung von Drucksinteranalgen und genießt eine starke internationale Ausrichtung. Durch die steigenden Rohstoffpreise und zunehmende Anforderung an die Reinheit von Materialien gewinnt die PVA TePla einen hohen Stellenwert und blickt auf eine erfolgreiche Entwicklung dieses neuen Geschäftsfeldes zurück. Ein weiteres Geschäftsfeld ist der Solarbereich für die Produktion von Mono-Siliziumkristallen und multikristallinen Siliziumblöcken, sogenannten Ingots. Das dritte Geschäftsfeld der PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH umfasst die Semiconductor Systems, die sich in drei Produktionsbereiche, die Kristallzucht-Anlagen, Plasma-Systeme und Analyse-Systeme unterteilt.
Nach dem kurzen Ausflug in die Welt der PVA Vakuum-Anlagenbau Jena GmbH, hatten die BVMW-Mitglieder die einmalige Gelegenheit, das aufwendige Produktionsmanagement in den Fertigungshallen kennenzulernen, die Vakuumanlagen sowie die Reinraumkapazitäten zu bewundern und Interessantes zum Tätigungsfeld zu erfahren. So bildet das Unternehmen jährlich 2 Lehrlinge zu Mechatronikern aus. Da es sich meist um kundenspezifische Produkte handelt war es nicht möglich, während des Rundganges Fotos zu machen. Pech für alle, die nicht dabei waren.
Zahlreiche Detailgespräche am Rande des Firmenrundgangs und während des nachfolgenden „get togethers“ bestätigten einmal mehr das Konzept des BVMW, die Aufnahme und Vertiefung von Kontakten und Kooperationen der ansässigen Firmen mit derartigen Treffen maßgeblich zu unterstützen. „Diese Treffen tragen dazu bei, dass Sich die Unternehmer besser kennen lernen, so Möglichkeiten der Zusammenarbeit vor Ort ausloten mit dem Ziel, dass Aufträge, Arbeit und damit Arbeitsplätze in Jena, der Region und in Thüringen bleiben“, verdeutlichte BVMW-Geschäftsführer Dietmar Winter, dass dieses Anliegen von „Präzision aus Jena“ auch weiterhin umgesetzt werden wird. Zudem bekommen die Mitglieder die hier oft einmalige Gelegenheit, die Produktionsstätten näher kennenzulernen und am Fertigungsprozess live dabei zu sein. Ein nächstes Highlight erwartet die BVMW-Mitglieder am 21. September 2011:Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS), die Friedrich-Schiller-Universität Jena und die BVMW-Fachgruppe "Präzision aus Jena" laden ein zum ersten Hermsdorfer Werkstoff- und Technologie-Kolloquium. Informationen, Programm und Anmeldung läuft über www.jena.bvmw.de (Veranstaltungskalender)
















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