Mittelstand steht zur Euro-Währung
Erfurt – „Die positive Stimmung angesichts der anhaltenden Konjunktur der deutschen Wirtschaft wird zunehmend durch die Sorge einer neuen und internationalen Finanzkrise getrübt. Sowohl von den Schulden in den USA und einiger EURO-Länder befürchten besonders exportorientierte Unternehmen eine neue weltweite Rezession verbunden mit schwerwiegenden Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit“, gibt Günther Richter, Landesgeschäftsführer des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), die weitverbreiteten Meinungen seiner Mitgliedsunternehmen wieder. Die gegenwärtige positive Auftragslage im Handwerk, vor allem des Bauhaupt- und -nebengewerbes, sei offensichtlich ein Ausdruck der sich abzeichnenden Flucht in die Sachwerte.
„Dem Mittelstand hat bisher die Gemeinschaftswährung viele Vorteile gebracht. Früher kam es oft durch das ‚Auf und Ab‘ der einzelnen Landeswährungen zur Verteuerung deutscher Exporte. Seit Einführung des Euro besteht diesbezüglich ein hohes Maß an Planungssicherheit bei der Preisbildung und Kostenkalkulation im Exportgeschäft. Deshalb stehen wir ohne wenn und aber zur gemeinsamen europäischen Währung“, so Richter.
Kritisch beurteilt der BVMW den Umgang mit dem hochverschuldeten Griechenland durch Berlin und Brüssel. „Es ist nach Expertenmeinung unmöglich, dass Griechenland mit seinen angehäuften 340 Milliarden Euro Schulden aus eigener Kraft wieder auf die Beine kommt. Bleibt zu hoffen, dass der europäische Rettungsschirm hält. Wenn noch mehr Länder, wie z. B. Italien, notleidend werden, sind die finanziellen Möglichkeiten der Länder total überfordert. Was dann? Diese Sorge beschäftigt nicht nur die mittelständische Wirtschaft. Wie gelingt es, die Euro-Stabilität wieder zu erreichen oder ist eine Währungsreform unausweichlich?“, fragt sich nicht nur der Thüringer Mittelstandsverteter.





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