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Ohoven: Vorsichtiger Optimismus für 2012

Unternehmerumfrage: Mittelstand schafft neue Jobs – klares Bekenntnis zum Euro


Berlin – „Der Mittelstand bleibt 2012 der Garant für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. Ich erwarte ein Wachstum von einem Prozent. Entscheidend ist dafür, dass die Bundesregierung Planungssicherheit für die Unternehmen schafft. Die Steuer- und Abgabenlast darf nicht weiter erhöht werden.“ Mit diesen Worten stellte der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, heute die Ergebnisse einer topaktuellen Unternehmerumfrage bei der Bundespressekonferenz in Berlin vor.

Der unternehmerische Mittelstand in Deutschland geht mit vorsichtigem Optimismus in das neue Jahr. Knapp ein Drittel (31,2 Prozent) der Unternehmer erwartet, dass sich ihre Geschäftslage im ersten Halbjahr weiter verbessern wird, rund 52 Prozent gehen von einer gleichbleibend guten Geschäftslage aus. Drei von zehn Mittelständlern (29,6 Prozent) wollen das Investitionsvolumen im Gesamtjahr 2012 steigern, knapp 47 Prozent der Betriebe wollen eben so viel investieren wie 2011.

„Ich bin besonders froh, dass der Mittelstand auch 2012 wieder seine Funktion als Jobmotor erfüllt“, betonte Ohoven. Der Umfrage zufolge plant ein Drittel (33,2 Prozent) der Klein- und Mittelbetriebe, im kommenden Jahr zusätzliche Arbeitskräfte einzustellen. Weit mehr als die Hälfte (62,4 Prozent) will die Mitarbeiterzahl zumindest halten. Überaus positiv wird auch die aktuelle Finanzierungssituation eingeschätzt: Etwas über 84 Prozent der Mittelständler bewerten sie mit den Schulnoten befriedigend, gut oder sehr gut.

Als „Auftrag für die Bundesregierung“ bezeichnete Mittelstandspräsident Ohoven das klare Bekenntnis der Unternehmer zur europäischen Gemeinschaftswährung: Fast 87 Prozent sagen Ja zum Euro in der jetzigen Form. Allerdings stimmen auch knapp 58 Prozent der Aussage zu, es könnten nicht alle Länder im Euro bleiben, weil die Wirtschaftsstrukturen zu unterschiedlich sind. Der Mittelstand erwarte eine konsistente Lösung der EU-Schuldenkrise.

Angesichts der „plötzlichen Richtungswechsel“ in der Energiepolitik und bei Mindestlöhnen forderte Ohoven von der Bundesregierung Planungssicherheit für die Millionen Klein- und Mittelbetriebe ein. „Ich erhoffe mir für unser Land einen klareren politischen Kurs als bisher. Der Mittelstand habe seine Hausaufgaben nachweislich gemacht. „Die Politik in Berlin und Brüssel hat es in der Hand, ob 2012 ein gutes Jahr für den Mittelstand wird“, so Ohoven.

Unternehmerumfrage "Was erwartet der Mittelstand 2012?" als PDF herunterladen (1,2 MB)

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