Der BVMW packt's an – die Bildungsallianz Mittelstand

2,7 Millionen Studierende - 1,1 Millionen absolvieren eine Berufsausbildung. Das ist ein riesengroßes Missverhältnis, das der Wirtschaft - und gerade dem Mittelstand - enorm schaden kann

Bildungsallianz Mittelstand

2,7 Millionen junge Menschen studieren derzeit in Deutschland. Wie viele davon ihr Studium erfolgreich abschließen, steht in den Sternen. Dem stehen 1,1 Millionen junge Menschen gegenüber, die derzeit eine Berufsausbildung absolvieren. 
Das ist ein riesengroßes Missverhältnis, das der Wirtschaft - und gerade dem Mittelstand - enorm schaden kann. Deshalb hat der BVMW gemeinsam mit Verbänden aus den Bereichen Wirtschaft, Schule und berufliche Bildung die „Bildungsallianz Mittelstand“ ins Leben gerufen, denn ein starker Mittelstand braucht eine starke Bildung. 

Ein Ziel dieser Allianz ist es, jungen Menschen die Bildung zu ermöglichen, die auf ihre persönlichen Stärken ausgerichtet ist. Denn Deutschland braucht einen Quantensprung gerade im Bereich Bildung. Es braucht dringend eine höhere Gleichwertigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung. 

Die Forderungen der „Bildungsallianz Mittelstand“ an die Politik lauten deswegen:

 

  • Differenzierte Bildungsgänge: Junge Menschen sollen angemessen und individuell gefördert werden
  • Leistung bringt Erfolg: Der Leistungsgedanke soll an den Schulen wieder gestärkt werden. Das beinhaltet auch ein transparenteres Notensystem.
  • Gute Master UND gute Meister: Die gesellschaftliche Anerkennung sollte nicht davon abhängen, ob ein junger Mensch Abitur beziehungsweise ein Hochschulstudium vorweisen kann. Andere Schulabschlüsse müssen gesellschaftlich ebenso gewürdigt werden. Auch ein guter Hauptschulabschluss! Berufliche und akademische Bildung sind absolut gleichwertig. 
  • Bildungsausgaben sollen effizienter genutzt werden: Die Investitionen kommen viel zu häufig nicht an den Schulen vor Ort an, sondern „versickern“ in der Bildungsbürokratie beziehungsweise in Reformprojekten von zweifelhaftem Nutzen.
  • Die Digitalisierung der Schulen muss endlich umgesetzt werden: Junge Menschen sollen die Chancen aber auch die Risiken der Digitalisierung erkennen und bewerten können. Dafür müssen sie diese aber auch beherrschen. Deswegen fordert der BVMW einen „Digital Pakt Schulen“
  • Die Lehrkräfte sind die wichtigsten Träger der Bildung. Es muss  den Lehr- und Erziehungsberufen deshalb wieder mehr Respekt, Wertschätzung und Anerkennung entgegengebracht werden. Der gravierende Lehrermangel muss dringend durch Investitionen in eine quantitativ und qualitativ gute Lehrerausbildung behoben werden.  
  • Vernetzung von Schule und Wirtschaft stärken. Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Schulen muss von den Ländern intensiviert und gefördert werden. Die Schulbildung sollte wieder mehr mit dem realen Leben nach der Schule zu tun haben. Praxis- und Wirtschaftsthemen müssen mehr in den Schulunterricht eingebunden werden. 

 

Schule trifft Unternehmen – die BVMW Ausbildungsoffensive

Um genau solche Themen geht es auch bei unserer Veranstaltungsreihe Forum(AUS)BILDUNG.
Die nächste Veranstaltung dieser Reihe findet am 15.09.2019 im Julius-Echter-Gymnasium in Elsenfeld statt – das übrigens mit Signet „Digitale Schule“ ausgezeichnet wurde. 

Ein ganz besonderes Highlight ist der KeyNote Speaker den wir gewinnen konnten: Arthur Zimmermann, ehemaliger Finanzvorstand und Gesellschafter des Klett-Verlags. Ein Mann also, dem das Thema Bildung ganz besonders am Herzen liegt. 

>> Mehr Informationen und zur Anmeldung

Dieser Link ist gültig bia 15.10.2019

Autor: Miriam Weitz

Forderungen: BVMW