Empfang im Senegal durch Staatspräsident Macky Sall

Zukunftsmarkt: Im Senegal haben deutsche Firmen vielfältige Marktchancen

Neue Chancen im Außenhandel - Förderung des Markteintritts im Senegal

Verbandspräsident Mario Ohoven und Bundesgeschäftsführer Markus Jerger haben uns im Oktober 2019 bei einer Delagationsreise im Senegal Gespräche mit den höchsten politischen und wirtschaftlichen Vertretern des Landes ermöglicht.  

Beim Empfang des Staatspräsidenten Macky Sall und sechs seiner Ministern im Präsidentenpalast erhielten wir einzigartige Einblicke in Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten im Senegal. Die Wichtigkeit dieses Treffens zeigt ein Fernsehbeitrag in den senegalesichen Abendnachrichten (ab Minute 1:30).

Situation im Senegal

Rund 70 Millionen Afrikaner sind fluchtbereit mit Ziel Europa, weil sie keine Perspektive in Afrika sehen. Ein Engagement der deutschen Wirtschaft in Afrika ist also hochwillkommen und im Interesse der Deutschen. Denn wenn wir als Unternehmer/innen nicht nach Afrika gehen, kommt Afrika zu uns!

Senegal ist seit der Unabhängigkeit eine Republik und hat eine etablierte Demografie. Seit März 2012 ist Macky Sall Präsident, er wurde in 2017 für weitere 5 Jahre wiedergewählt.

Das Land befindet sich derzeit im wirtschaftlichen Umbruch. Der Präsident legt nämlich großen Wert auf den Ausbau der Privatwirtschaft. Deshalb hat Senegals Regierung eine wirtschaftspolitische Agenda aufgesetzt, sodass sich ausländische Wirtschaftsvertreter ansiedeln und Arbeitsplätze schaffen.

Im Transparenzregister liegt das Land auf  Platz 46. Das ist für ein afrikanisches Land sehr gut.

Bevölkerung

über 50% sind unter 18 Jahren. Jedes Jahr drängen ca 300.000 junge Menschen auf den Arbeitsmarkt. 60% der Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft, die aber nicht konkurrenzfähig ist und dringend Unterstützung bei Technologie und Prozesswissen benötigt.

Gebraucht wird

alles zur Unterstützung der Landwirtschaft, alles was mit Hafenarbeit zu tun hat, Ausbildung, Recycling, Umwelttechnologie. Und alles im Bereich Hausbau und Gebäudetechnik.

Der jährliche Bedarf an Wohnbauten liegt bei 10 – 15.000 Einheiten, wobei lediglich 5.000 angeboten werden. Es fehlt an Baumaterialien, Elektrizität, Wasserversorgung, Telekommunikation und Sanitäreinrichtungen.

Ebenso benötigt wird alles aus dem Bereich Energie (Gas, Solar, Hydropower, Speicher).

Unterstützung

für deutsche Firmen bietet die GIZ. Außerdem wurden mittlerweile Erleichterungen bei Hermes-Bürgschaften geschaffen.

Während des Aufenthaltes konnte ein Memorandum of Cooperation Agreement zwischen dem BVMW e. V. und dem Wirtschaftsrat Senegals (CDES) unterzeichnet werden. CDES unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Senegal zum Beispiel beim Eintritt in den europäischen Markt.

Im Nachgang zur Delegationsreise hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eine strategische Partnerschaft mit dem BVMW abgeschlossen, die mit erheblichen Fördergeldern verbunden ist.

Kontaktaufnahme gerne überBeatrice Brenner

Für Fragen zu Wirtschaftsbeziehungen mit Afrika steht auch die Mittelstandsallianz Afrika zur Verfügung.

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