Der Kaufentscheidungsprozess On- und Offline

Händler fragen sich, wodurch sich ihre Kunden beeinflussen lassen, wo sie kaufen und warum gerade dort, welche sozialen Kontakte bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen.

Für Sie gelesen: Stationärer Handel im Wandel 

2/3 der Deutschen shoppen online, unterwegs mit dem Handy, auf dem Sofa mit dem Tablet. In unseren Nachbarländern sieht es ähnlich aus.

Der Handelsverband Österreich ist gemeinsam mit der Post und Google Fragen nachgegangen, 

 

  • wodurch sich Kunden beeinflussen lassen
  • wo sie kaufen
  • und warum gerade dort
  • welche sozialen Kontakte bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen. 

 

Für Händler, egal ob Online oder Offline, liefern die Ergebnisse einen tollen Einblick in den Kaufentscheidungsprozess von Konsumenten. Auch für den deutschen Handel durchgeführte Untersuchungen bestätigen den Trend.

Ergebnisse im Überblick

Dieser Absatz ist entnommen von der Website des Handelsverbandes

 

  • Über 50% der Webrecherchen führen direkt auf die Website des Händlers – eine professionelle Online-Präsenz ist damit unverzichtbar.
  • 65% achten bewusst auf Flugblätter und Prospekte in der Informationsphase
  • Das Internet ist dreimal so oft digitaler Showroom für den stationären Handel als umgekehrt
  • Qualität der Zustellung ist für den Wiederkauf entscheidend – zwei Drittel kaufen wieder, wenn sie zufrieden sind, jedoch nur ein Viertel bei Unzufriedenheit
  • Cross-Selling-Potenziale überraschend hoch über alle Produktgruppen hinweg
  • Nach dem Kauf ist vor dem Kauf: Über 50% teilen ihre Erlebnisse im privaten Umfeld und bis zu jeder 6. Kunde bewertet im Netz oder Social Media.

 

Robert Hopperdietzel, Weinhändler in Günzburg ist überzeugter Offline- und Online-Händler und meint: Der Reiz, online anzubieten, ist die Symbiose zwischen stationärem und Online-Handel. Er ist überzeugt, dass er in seiner Stadt kein so großes Sortiment anbieten könnte, wenn er den Online-Handel nicht hätte. Statt 50 oder 60 Weine kann er so 350 Weine anbieten.

Auch wenn sich viele Verbraucher vor einer Kaufentscheidung im Internet informieren, so kaufen sie dann doch beim Händler. Sie finden aber oftmals nicht, wo sie das Gewünschte in der Stadt oder ihrem Ort bekommen. Diese Erkenntnis bewegt Software-Entwickler, Marktplätze für den regionalen Online-Handel anzubieten.

Auch in Aschaffenburg können Händler ihre Produkte und somit auch Ihr Geschäft auf einem regionalen Marktplatz online präsentieren. R.I.O, bietet hierzu verschiedene Kategorien:

 

  • Händler
  • Handwerker
  • Dienstleister
  • Restaurants
  • Regionale Erzeuger
  • Veranstaltungen

 

 

Erstaunlich ist, dass weltweit immer mehr Online-Unternehmen mit kleinen und flexiblen Läden den direkten Kontakt zu ihren Zielgruppen suchen. So versucht z.B. auch Amazon mit kleinen Pop-up Stores den stationären Handel zu erobern. 

Das ist im Prinzip eine Aufforderung an den Handel, offline wie online präsent zu sein. Es ist aber auch ein Indiz dafür, dass der klassische stationäre Handel nicht verschwinden wird. Allerdings muss er sich verändern, wenn er auch morgen noch am Markt sein will.

TSO-DATA Nürnberg GmbH hat für 2018 die innovativsten Trends im stationären Handel zusammengestellt und in einer Broschüre veröffentlicht. Sie geben u.a. Tipps zu Einkaufserlebnis, virtuelle Welt, Technik, Nachhaltigkeit, Zusammenarbeit und Individualisierung. Die Broschüre können Sie hier kostenfrei downloaden:  Zukunft Retail