EU-Vietnam Freihandelsabkommen unterzeichnet

Am 30. Juni wurde das Freihandels- und Investitionsschutzabkommen zwischen der EU und Vietnam unterzeichnet. Das Abgekommen (EUVFHA) wird für weitere Dynamik in den wirtschaftlichen Beziehungen sorgen.

Am 30. Juni wurde das Freihandels- und Investitionsschutzabkommen zwischen der EU und Vietnam unterzeichnet. Das Abgekommen (EUVFHA) wird für weitere Dynamik in den wirtschaftlichen Beziehungen sorgen. Das EUVFHA ist ehrgeizig, ausgewogen und fortschrittlich und berücksichtigt die Interessen der europäischen und auch der deutschen Wirtschaft. Es umfasst nicht nur tarifäre Fragen, sondern enthält auch Regelungen zu Dienstleistungen, zum Abbau nichttarifärer Handelsbarrieren und anderen handelsrelevanten Aspekten wie Schutz des geistigen Eigentums und Wettbewerbsfragen.

Im Jahr 2018 betrug der angewandte Zollsatz Vietnams 16,4% bei Agrarwaren und 8,4% bei Industriegütern. Durch das Abkommens fallen einerseits 65% der Zölle auf EU-Exporte sofort und nach verschiedenen Übergangsfristen (maximal 10 Jahren) bis zu 99%. Andererseits wird die EU 71% Ihrer Zolltarife beim Inkrafttreten des Abkommens abschaffen und nach sieben Jahren 99%. Bei den nicht-tarifären Handelshemmnisse konnten vor allem bei Kraftfahrzeugen, Arzneimittel und erneuerbare Energien entscheidende Ergebnisse erzielt werden.

Mit einer Bevölkerung von 95 Millionen, einem BIP von 245 Mrd. US$ und einem prognostizierten Wachstum von 6,3% ist Vietnam ein wichtiger Wachstumsmarkt. Im Jahr 2018 betrug Handelsvolumen zwischen Deutschland und Vietnam 13,8 Milliarden Euro davon entfielen 9,7 Milliarden Euro (+1,3%) auf Importe aus Vietnam und 4,1 Milliarden Euro (+18,3%) auf deutsche Exporte nach Vietnam. Deutschlands wichtigste Exportgüter nach Vietnam sind Kraftfahrzeuge- und Autoteile, Maschinen und chemische Erzeugnisse, während Deutschland hauptsächlich elektronische Produkte, Schuhe und Textilien/ Bekleidung aus Vietnam importiert.

Weitere Informationen:
Europäische Kommission
BMWi