BVMW zu Gast in der Botschaft der Philippinen in Berlin

Am 07. Januar 2020 empfing die Botschafterin der Philippinen, I.E. Theresa Dizon-De Vega, Frau Dorothea Mertes, Leiterin Internationale Märkte Bereich Außenwirtschaft des BVMW, zu einem Austausch in der Botschaft der Philippinen in Berlin.

Mit einem anhaltenden Wirtschaftswachstum von mehr als 6 Prozent sind die Philippinen eine der dynamischsten Volkswirtschaften in der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN). Treibende Kraft des Wachstums ist neben dem florierenden BPO-Segment (Business Process Outsourcing) nicht zuletzt die wachsende konsumbegeisterte Bevölkerung und expandierende Mittelschicht. Auch das bilaterale Handelsvolumen zwischen Deutschland und den Philippinen erreichte im Jahr 2018 mit 6,3 Mrd. € einen neuen Höchststand (Vergleich 2017: 5,6 Mrd. €). Im ersten Halbjahr 2019 beläuft sich das bilaterale Handelsvolumen der Länder bereits auf 3,2 Mrd. €.

Chancen für den deutschen Mittelstand sieht die vor 8 Monaten nach Berlin entsandte Botschafterin besonders in der Infrastrukturentwicklung. Diese gilt als zentrale Herausforderung für die Entwicklung des Landes und wird von der Regierung u.a. mit dem Programm Build! Build! Build! (BBB) mit Milliardeninvestitionen unterstützt. Deutschen mittelständischen Unternehmen bieten sich in diesem Zusammenhang Möglichkeiten im Bereich Umwelttechnologien, besonders in der Abfall- und Wasserwirtschaft.

In Deutschland aktiven Unternehmen bieten die Philippinen angesichts des Fachkräftemangels interessante Möglichkeiten, besonders im Pflegesektor. Hier wird der Fachkräfteaustausch zwischen beiden Ländern bereits erfolgreich durchgeführt. Eine Ausweitung auf weitere Sektoren ist von der Bundesregierung geplant.

Als wichtigster EU-Wirtschaftspartner der Philippinen ist Deutschland heute bereits mit mehr als 200 Unternehmen vor Ort aktiv. Die voranschreitenden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Philippinen versprechen die Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen in der Zukunft noch stärker auszuweiten.