Grundrente beschleunigt drohenden Kollaps der Rentenversicherung

Der Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Grundrente löst das Problem der Altersarmut nicht. Der Staat sollte stattdessen private Vorsorge und betriebliche Altersvorsorge stärker durch steuerliche Anreize fördern.

Berlin – Zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Grundrente erklärt Mittelstandspräsident Mario Ohoven:

„Die Grundrente ist nur durch einen Griff in die Rentenkasse zu finanzieren und verschärft so die Finanzierungsprobleme der Rentenversicherung, ohne das Problem der Altersarmut zu lösen. Der jährliche Bundeszuschuss zur Rente überschreitet bereits in diesem Jahr die Schwelle von 100 Milliarden Euro und steigt bis 2023 auf fast 114 Milliarden Euro an. Damit finanziert der Steuerzahler rund ein Drittel der Einnahmen der Rentenversicherung.

Um Altersarmut entgegenzuwirken und einen Kollaps der Rentenversicherung zu verhindern, bedarf es einer grundlegenden Reform des Rentensystems. Der Staat sollte zum einen die private Vorsorge durch steuerliche Anreize weit über die Riesterrente hinaus fördern. Zum anderen muss die betriebliche Altersvorsorge als dritte Säule der Absicherung ausgebaut werden. Dazu sollte das mittelstandsfeindliche Betriebsrentenstärkungsgesetz schleunigst reformiert werden.“