Corona-Hilfen werden zu spät ausgezahlt

Die von der Bundesregierung zugesagten Hilfen kommen bei betroffenen Unternehmerinnen und Unternehmern nicht an. Der BVMW fordert, die Corona-Hilfsprogramme deutlich zu vereinfachen.

Hilfen müssen schneller ausgezahlt werden

"Die Bundesregierung hat den unter den staatlichen Reglementierungen leidenden Unternehmern Hilfe zugesagt, und zwar schnell, solidarisch und unbürokratisch.", sagte BVMW Bundesgeschäftsführer Markus Jerger der DPA. "Dies erweist sich heute für viele Unternehmerinnen und Unternehmer als leeres Versprechen und vergrößert die Unsicherheit im Mittelstand weiter. Wenn die Corona-Hilfen in der Breite des Mittelstands bisher noch nicht angekommen sind, helfen sie auch nicht. Dafür jetzt technische Probleme verantwortlich zu machen, ist eine billige Ausrede."

Corona-Hilfsprogramme müssen vereinfacht werden

BVMW Bundesgeschäftsführer Markus Jerger: "Anstatt die um ihre Existenz kämpfenden Betriebe mit immer neuer Bürokratie zu überziehen (Stichwort: „ ungedeckte Fixkosten“), ist es jetzt dringend erforderlich, die Corona-Hilfsprogramme deutlich zu vereinfachen. So sollten die Vorauszahlungen von Steuern und Sozialabgaben zinslos gestundet werden, bis die Corona-Pandemie überwunden ist. Den Unternehmern sollten zudem sofort zinslose KfW-Darlehen zur Verfügung gestellt werden, um ihre Liquidität zu sichern. Zusätzlich sollte die Möglichkeit bestehen, aktuelle Verluste mit versteuerten Gewinnen der letzten drei, besser fünf Jahre verrechnen zu können. All dies könnte den unverschuldet in Not geratenen Mittelständlern Hilfe und Hoffnung geben. Dies wäre gerade jetzt ein wichtiges Signal."

 

Lesen Sie mehr auf Spiegel OnlineBusiness Insider, FOCUS Online, Hamburger Abendblatt, ProSieben, Berliner Morgenpost, Stern, WELT, Bayrischer Rundfunk.