Fachgruppe LIQUIDITÄT - Nachlese

"Die Rechtsformwahl und ihre Auswirkungen auf die Liquidität: Zukunft gestalten!" Unter dieser Überschrift stand der Informationsabend der Fachgruppe Liquidität im Ivbergs Hotel Premium in Schöneberg.

Und eins gleich vorweg, das Interesse war groß und die Komplexität des Themas ruft nach Folgeveranstaltungen...

Wer denkt, Rechtsform, Haftungsregeln und Steuerrecht seien langweilig, wurde eines Besseren belehrt. Den Referenten ist es gelungen, viele geldwerte Tipps rund die Frage: Welche Rechtsform ist die beste für mein Unternehmen? – an die Frau und den Mann zu bringen.

Steuerberater Holger Krause von K+D (Krause-Dittmar) und Dr. Ulrich Schulte am Hülse von der  Kanzlei ilex Rechtsanwälte waren sich einig: am einfachsten zu handeln sind Personengesellschaften. Denn im Vergleich zu Kapitalgesellschaften sind sie unkomplizierter und flexibler. Doch die Entscheidung über die „optimale Rechtsform“ hängt immer vom Einzelfall ab. Dabei sollten neben rechtlichen und steuerrechtlichen Überlegungen auch betriebswirtschaftliche und unternehmensstrategische Aspekte berücksichtigt werden. Hilfreich ist, sich bereits im Vorfeld darüber klar zu sein, wer entscheiden soll; welche Rechtsform welche Formalitäten mit sich bringt; wer in welchem Umfang haftet; woher das Kapital kommt und was die Gründung kostet. ( alle Informationen dazu finden Sie auf der Homepage

Die Gäste nutzten lebhaft die Möglichkeit, ihre Fragen los zu werden. Dabei ging es um steuerliche Vor- und Nachteile bestimmter Gesellschaftsformen und die Haftungsregeln. Wichtige Informationen lieferte Bernhard Müller von der TRUST Versicherungsmakler AG. Er wies auf die Notwendigkeit einer D&O-Versicherung (Organ-oder Managerhaftpflichtversicherung) hin, die für Geschäftsführer, auch von gemeinnützigen Verbänden, von existenzieller Bedeutung sein kann.

Steuerberater Holger Krause beklagte die zunehmende Verrohung der Finanzämter. Seit mehreren Jahren stützten sich deren Mitarbeiter vor allem auf Formalien. Sein Rat: mittelständische UnternehmerInnen sollten ihre geschäftlichen Aktivitäten so stricken, dass sie wenig Angriffsfläche böten.