Eiertanz um das Goldene Kalb - ohne Vertrauensverlust?

"Es ist kein Wunder, dass das Vertrauen bei dem Thema saubere Luft und Automobilabgase in die Politik und die Autokonzerne allmählich schwindet," kommentiert Dr. Ulrich Köppen vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft Baden-Württemberg.

Sie hat durch das Urteil des Stuttgarter Verwaltungsgerichte wieder an Fahrt aufgenommen. "Für jeden ordentlichen Mittelständler gilt es, dass ausschließlich er die Verantwortung übernehmen muss, wenn er ein fehlerhaftes Produkt auf den Markt bringt oder wenn dieses Produkt nicht den schwarz auf weiß kommunizierten Kriterien entspricht. Dass bei dem neuesten Eiertanz um das vierrädrige Goldene Kalb bereits wieder von Fonds gesprochen wird, die dazu beitragen sollen, das Problem zu lösen, ist eine Zumutung. Die Automobilindustrie muss für absichtliche oder versehentliche Falschangaben haften, nicht der Steuerzahler. Wenn Ministerpräsidenten aus Niedersachsen und Bayern finanzielle Unterstützung bemühen wollen, die von den Steuerzahlern finanziert wird, steigt nicht gerade die Glaubwürdigkeit in die politische Unabhängigkeit."

Dass die federführende Deutsche Umwelthilfe finanzielle Zuwendungen es Autokonzerns Toyota erhält, beruhige das empfundene Misstrauen nicht gerade. Unglücklich, so Köppen weiter, sei auch, dass die DUH einen Teil ihres Umsatzes - 2014 waren es 2,323 Millionen Euro (Quelle: Der Tagesspiegel) - durch gewonnene Mahnverfahren erhält. Bei diesen Verfahren seien oft kleine und mittelständische Autohändler im Visier.

Das öffentliche Hauen und Stechen wirke nicht gerade Vertrauenerweckend in die Managementkünste bei der deutschen Schlüsselindustrie Automobilbau. Ebenso, dass die Politik wiederum ziemlich vielzüngig darauf antworte, oder besser, klare Antworten schuldig bleibe.

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Ulrich Köppen