Rückblick - KOMPETENZNETZ MITTELSTAND

Am 28.03.2019 luden der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Kooperation mit der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft der Stadt Rheinbach mbH (wfeg) zum ersten KOMPETENZNETZ MITTELSTAND ...

Rückblick – BVMW KOMPETENZNETZ Mittelstand

„Nachfolgeregelung im Mittelstand“

Am 28.03.2019 luden der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Kooperation mit der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft der Stadt Rheinbach mbH (wfeg) zum ersten KOMPETENZNETZ MITTELSTAND mit dem Thema „Nachfolgeregelung im Mittelstand“ ein.

Die Kooperationspartner Herr Dr. Alois Kreins (Leiter des BVMW Kreisverbandes Bonn, Düren, Euskirchen und Rhein-Sieg-Kreis West) und Herr Dr. Raffael Knauber (Erster Beigeordneter der Stadt Rheinbach und Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft der Stadt Rheinbach mbH) betonten, dass das KOMPETENZNETZ MITTELSTAND keine einmalige Veranstaltung war, sondern regelmäßig stattfinden wird, und zwar mit weiteren aktuellen Themenstellungen, die für den Mittelstand wichtig sind (wie z.B. Digitalisierung, Arbeitsmarkt, Innovation, Bildung, Gesundheit, Energie, etc.).

Die Auftaktveranstaltung dieses neuen Formates KOMPETENZNETZ MITTELSTAND mit den Themenschwerpunkten „Nachfolgeprozess, Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten sowie erbrechtliche Rahmenbedingungen“ fand im Gründer- und Technologiezentrum Rheinbach statt. Gut 40 interessierte Teilnehmer ließen sich in mehreren Fachvorträgen von der Wichtigkeit einer geregelten Unternehmensnachfolge überzeugen.

Nach Aussage der staatlichen Förderbank KfW stehen in den nächsten fünf Jahren mehr als eine halbe Millionen Unternehmensübergaben im deutschen Mittelstand an und dem Management des Generationswechsels wird eine mindestens gleich große Bedeutung wie der Unternehmensgründung beigemessen.

Beachtet man die wirtschaftliche Bedeutung dieser Unternehmen, wird klar, dass vom Gelingen des Generationenwechsels viel abhängt. Allein bis Ende 2020 stehen mehr als 200.000 Betriebe zur Übergabe an - Arbeitgeber für fast zwei Millionen Erwerbstätige und nahezu 89.000 Auszubildende.

Familieninterne Nachfolge, Übergabe an geeignete Mitarbeiter, Verkauf an Externe oder Stilllegung sind die abzuwägenden Alternativen.
 

Um eine erste Orientierung zu diesem komplexen Thema zu erhalten, wurde zunächst der allgemeine Nachfolgeprozess von den Herren Uwe Stephan (DeHa Nachfolgeberatung) und Herrn Stefan Hagen (DeHa Nachfolgeberatung, Präsident der Industrie und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg) vorgestellt.

Über die Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten referierte Jochen Hellmann, der seit 2005 bei der NRW.BANK tätig und als Förderberater u.a. für den Rhein-Sieg-Kreis zuständig ist. „Wenn Sie einen passenden Nachfolger gefunden haben, dann gelingt es in der Regel auch die notwendige Übernahmefinanzierung darzustellen. Hierfür gibt es eine ganze Reihe von öffentlichen Finanzierungshilfen“, so Hellmann. Drei Förderprogramme seien hier von besonderem Interesse. Der Gründungskredit der NRW.BANK, das Angebot der Bürgschaftsbank NRW, um die Sicherheitensituation ggf. zu stärken, und das „ERP-Kapital für Gründung“. „Vor allem bei größeren Beträgen macht es Sinn, diese Förderungen miteinander zu kombinieren, um eine ausgewogene und belastbare Finanzierungsstruktur zu erhalten“, so Hellmann.

Wer von den Teilnehmern des Forums bis zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht von der Notwendigkeit überzeugt war, sich rechtzeitig und mit kompetenter Hilfe um die Unternehmensnachfolge zu kümmern, den machte Rechtsanwalt Dr. Johannes Pyhrr von der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Caspers, Mock und Partner mbB noch einmal nachdenklich. Anschaulich und auch humorvoll stellte er dar, zu welchen Katastrophen ungeregelte Erbfälle regelmäßig führen können, wenn kein Testament, sondern einfach nur das deutsche Erbrecht greift.

„Vielen Unternehmern ist nicht klar, dass Gesellschaftsrecht Erbrecht brechen kann. Wenn im Gesellschaftsvertrag also festgelegt ist, dass keine Ehegatten in die Gesellschafterstellung kommen dürfen, dann kommen die da auch nicht rein“, so Pyhrr.

Bitte wenden Sie sich an Herrn Dr. Alois Kreins, wenn Sie nähere Informationen benötigen.