Thiem-Klinikum Cottbus: „Wir könnten das Tesla der Lausitz werden“

Zum einem exklusiven BVMW-Themenabend „Uniklinik und Medizinische Fakultät in Cottbus – Chancen für den regionalen Mittelstand“ gab der Geschäftsführer des Carl-Thiem-Klinikum (CTK) Cottbus, Dr. Götz Brodermann, einen Einblick, wie eine Unimedizin in...

Foto: Jannis Simons

Zum einem exklusiven BVMW-Themenabend „Uniklinik und Medizinische Fakultät in Cottbus – Chancen für den regionalen Mittelstand“ gab der Geschäftsführer des Carl-Thiem-Klinikum (CTK) Cottbus, Dr. Götz Brodermann, einen Einblick, wie eine Unimedizin in Cottbus aufgebaut werden soll.

Erst vor ein paar Wochen gab eine zehnköpfige Expertenkommission dazu grünes Licht und erarbeitete erste Vorschläge. Die Kommission empfiehlt, an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg eine medizinische Fakultät zu gründen und das CTK zu einem Universitätsklinikum und digitalen Leitkrankenhaus auszubauen. Bis 2035 sollen dabeirund 1.600 direkte neue Arbeitsplätze entstehen.

Schon jetzt gehört das CTK mit rund 2.500 Mitarbeitern zu einem der größten Arbeitgeber in der Region. Bei Umsetzung geht man von einem Finanzbedarf von etwa 1,9 Milliarden Euro bis 2038 aus. Dr. Götz Brodermann: „Wir könnten das Tesla der Lausitz werden. Wir müssen jetzt anfangen größer zu denken.“

So soll im Zuge der geplanten Unimedizin eine Modellregion „Gesundheit Lausitz“ entstehen, in der das Innovationszentrum Universitätsmedizin Cottbus (IUC) der zukünftige Kern des Ganzen sein wird. Die Komponenten des IUC sollen das CTK als digitales Leitkrankenhaus sowie ein digital gestütztes Netzwerk von Akteuren der Gesundheitsversorgung in der Region sein. Das wissenschaftliche Profil des IUC soll sich neben den klassischen Aufgabentrias einer Universitätsmedizin (Forschung, Lehre und Krankenhausversorgung) an den Schwerpunkten Gesundheitssystemforschung“ und Digitalisierung des Gesundheitswesens ausrichten.

Als Schnittstelle zwischen Uniklinikum, medizinischer Fakultät der BTU und der Region ist ein Kompetenzzentrum Gesundheitssystementwicklung vorgesehen. Das wäre deutschlandweit ein Alleinstellungsmerkmal. „Wir werden hier ein großes Reallabor bekommen, wo wir zu digitalen Gesundheitsanwendungen forschen können“, so der CTK-Geschäftsführer. „Es geht darum, für die Lausitz einen Mehrwert zu schaffen.“

Mit diesem und weiteren Themenabenden, zu den in der Lausitz geplanten „Strukturstärkungsprojekten“, möchte der BVMW von Anfang an die regionale Wirtschaft in die Projektvorbereitungen einbeziehen. „Für den Erfolg des Strukturwandels ist es wichtig, dass die regionale Wirtschaft in die Lage versetzt wird, von den Strukturmilliarden zu profitieren. Da steht am Anfang immer die Information. Aus diesem Grund werden wir hier auch weiterhin unsere Mitglieder mit exklusiven Informationen versorgen“, erklärt Ralf Henkler, BVMW - Leiter der Wirtschaftsregion Brandenburg Süd-Ost.