Wahlforum mit sensationeller Beteiligung

Am 11. September wählt Cottbus eine/n neue/n Oberbürgermeister/in (OB). Gemeinsam mit dem BWA, dem UVBB und der WIL präsentierten wir die Kandidaten.

Sven Benken (Unser Cottbus), Thomas Bergner (CDU), Tobias Schick (SPD), Lars Schieske (AfD), Felix Sicker (FDP) und Johann Staudinger (Einzelbewerber)v.l.n.r.

Am 11. September wählt Cottbus eine/n neue/n Oberbürgermeister/in (OB). Gemeinsam mit dem BWA, dem UVBB und der WIL präsentierten wir die Kandidaten – bis auf Lysann Kobbe (Die Basis), die ihr Teilnahme kurzfristig abgesagt hatte. Den Fragen der Verbandsvertreter und des Publikums stellten sich Sven Benken (Unser Cottbus), Thomas Bergner (CDU), Tobias Schick (SPD), Lars Schieske (AfD), Johann Staudinger (Einzelbew.) und Felix Sicker (FDP). Das „Prima Wetter“ war mit 140 Gästen komplett ausgebucht. Der Auftritt der einzelnen Kandidaten war sehr differenziert zu erleben. Eine objektive Bewertung jedes Einzelnen würde hier den Rahmen sprengen. Zumal die Veranstaltung jedem die Chance bot, sich persönlich einen Eindruck zu verschaffen.

Hier eine kurze Auswahl von Statements der möglichen Cottbusser OB von morgen zu Wirtschaftsthemen, die jedoch keine Ausgewogenheit beanspruchen können.

Tobias Schick favorisierte einen Wirtschaftsrat aus Unternehmern an der Seite des zukünftigen OB. Er plädiert dafür, weiter Voraussetzungen zu schaffen, „dass Unternehmen hier Geld verdienen können“. Alles was ginge an Entwicklung von Infrastruktur für die Wirtschaft – „einfach machen!“
Für Lars Schieske bedeutet „der Strukturwandel die Deindustrialisierung der Lausitz“. „Cottbus ist Mittelstand“ meint er und mahnt dabei: „Wir müssen unsere Identität als Stadt erhalten. Das bindet auch Familien und damit auch Fachkräfte.“
Felix Sicker, betrachtet den Mittelstand als „Reichtum einer Stadt“. Er sieht im Kohleausstieg „Chancen und Risiken für den Mittelstand“ und fordert auf „Wir müssen die Chancen nutzen.“ Cottbus soll dabei „die Stimme der Region werden“.
Sven Benken sieht im Mittelstand „das Rückgrat der deutschen Wirtschaft“. Für spezifische Fachthemen wisse er einen Kreis von Experten um sich, die er als OB zu Rate ziehen könne. Er möchte die Euphorie des Aufstiegs vom FC Energie in die Bundesliga wieder herbeirufen und das damalige „Wir-Gefühl“ wieder reaktivieren.
Thomas Bergner rückt die fortlaufende Entschuldung der Kommune in den Mittelpunkt und sieht auch das als wesentlichen Wirtschaftsfaktor an. „Deshalb müssen die Hebesätze von Cottbus bleiben, denn sie bedeuten Stabilität.“    
Johann Staudinger hob als einziger parteiloser Kandidat die Wichtigkeit hervor, parteiübergreifend an den Problemen der Stadt zu arbeiten und damit der „Spaltung der Gesellschaft“ entgegenzuwirken.
             
Wie immer, wird sich der schließlich Mitte September gewählte Kandidat an den Taten messen lassen.

Fotos: J. Tudyka (Tudyka.PR)