Ein Flughafen funktioniert nicht ohne Umland

Mit der „Leichhardt Lounge“ bietet der BVMW Brandenburg Süd-Ost in einem exklusiven Rahmen (Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern) Informationsaustausch und Dialog auf Entscheiderebene. Am vergangenen Mittwoch fand die „Leichhardt Lounge“ im exot...

Chris Jung (Tropical Islands), Aletta von Massenbach (Flughafen BER) & Ralf Henkler (BVMW) v.l.n.r.

Mit der „Leichhardt Lounge“ bietet der BVMW Brandenburg Süd-Ost in einem exklusiven Rahmen Informationsaustausch und Dialog auf Entscheiderebene. Am vergangenen Mittwoch fand die „Leichhardt Lounge“ im exotischen Ambiente des Tropical Islands im Landkreis Dahme-Spreewald statt. Knapp 30 Geschäftsführer und Geschäftsführerinnen fanden sich zusammen, lauschten den einführenden Worten von Islands-Chef Thorsten Christopher Jung, der mit Zahlen untersetzt die beeindruckende Entwicklung der größten tropischen Urlaubswelt Europas skizzierte. Anschließend konnten die Angebote des BVMW-Gesundheitspartners DAK genutzt werden, um beispielsweise die körperliche Fitness auf effiziente Weise zu ermitteln.
Schließlich dann der mit Spannung erwartete Vortrag von Aletta von Massenbach, der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (BER). Kaum eine Baustelle hat die Gemüter im Nachwende-Deutschland so sehr erhitzt und Kopfschütteln verursacht, wie der BER. Neun Jahre vergingen vom ersten geplanten Eröffnungstermin im November 2011 bis zur Inbetriebnahme. Seit Oktober 2020 ist das als Jobmotor und Wirtschaftsentwicklungs-Hotspot angepriesene Drehkreuz am Start. Seit dem zieht der BER Wirtschaft und Menschen in sein Umfeld und sorgt für eine rasante Entwicklung der umliegenden Kommunen. Der Landkreis Dahme-Spreewald ist der einzige Landkreis in den neuen Bundesländern, der es deutschlandweit unter die Top Ten der pro Kopf einkommensstärksten Regionen geschafft hat.


Aletta von Massenbach ließ mit ihrer mitreißenden Art und viel Humor keine Sekunde Zweifel aufkommen, dass trotz der Probleme des Flughafens (das „Chaos blieb aus“), der Luftfahrt allgemein und der aktuellen Krise der BER die richtige Entscheidung für Berlin und Brandenburg war und ist und dass dort neben Leuchttürmen wie dem Tropical Island und Tesla bereits jetzt Zukunft geschrieben wird.


Aletta von Massenbach tauschte sich mit den anwesenden Mittelständlern rege aus und begründete ihr Interesse so: „Der Flughafen funktioniert nicht ohne das Umland. Mir ist es wichtig, zu verstehen, was die Region braucht und wieviel Potenzial in ihr steckt. Wir sind immer wieder in Verhandlung mit Partnern unterschiedlichster Art. Wenn beispielsweise eine Fluggesellschaft kommt und sich für unseren Standort interessiert, schaut sie sich nicht nur die Bedingungen unmittelbar am Airport an. Sie fragt sich grundsätzlich, ob es Sinn macht, hierher, in diese Region, zu kommen.“ Da ginge es unter anderem um potenzielle Fachkräfte, aber auch um mittelständische Unternehmen, die für diverse Dienstleistungen und Zulieferungen gebraucht werden. Aletta von Massenbach betont dabei: „Was das betrifft, sind wir sehr gut eingebettet und wissen, dass wir unsere Themen gemeinsam anpacken können.“ Praktisch belegt wurde diese Aussage an diesem Abend, als die Anfrage eines Unternehmers hinsichtlich möglichen Bedarfs an weitergehenden Automatisierungsdienstleistungen konkret mit der Vermittlung eines praktischen Arbeitskontakts in der Flughafengesellschaft beantwortet wurde.


Kristin Becker, Geschäftsführerin der Callplus Telemarketing GmbH Cottbus, sprach mit ihrer Begründung, warum eine Teilnahme an einem Event wie der „Leichhardt Lounge“ viel Sinn macht, sicher vielen aus dem Herzen: „Vernetzung ist immer wieder eine Option, erst recht in einem solch entspannenden Umfeld. Der BVMW bietet damit eine exzellente Plattform, um andere Unternehmer:innen kennen zu lernen und sich auszutauschen. Da geht es nicht vordergründig darum, neue Kunden zu gewinnen. Gerade auch der von Mensch-zu-Mensch-Kontakt ist wichtig, man erfährt, wie andere in ähnlichen Führungspositionen mit den alltäglichen und auch den nicht alltäglichen Herausforderungen umgehen. Das ist bereichernd und dazu findet man sonst kaum Gelegenheit. Wenn dann auch noch eine Person wie Frau von Massenbach zu erleben ist, die mit Mut und Power ein Mega-Projekt wie den BER voranbringt, dann ist das sehr motivierend für die eigene Arbeit.“

 

Fotos: Tudyka