Marktpotenzial Brasilien und Freihandelsabkommen MERCOSUR-EU

Brasilien ist mit großem Abstand der wichtigste Handelspartner und Investitionsstandort deutscher Unternehmen in Lateinamerika.

Mit seinen kontinentalen Ausmaßen und außergewöhnlichen Rohstoffreserven ist das Land heute integraler Bestandteil in der weltweiten Unternehmensorganisation gerade auch vieler mittelständisch geprägter Unternehmen aus Deutschland.
  
Trotz  der im Wesentlichen politisch bedingten Krisenzeiten in Brasilien bietet die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas  nach wie vor vielfältige Möglichkeiten für Investoren und Unternehmer. 


Brasilien befindet sich krisenbedingt im „Ausverkauf” und insbesondere viele deutsche Unternehmen steigen derzeit in einen der größten Konsumentenmärkte der Welt zu historisch günstigen Konditionen ein.
 
CEEI/BVMW Brasilien ist ein German Desk und Unternehmens Beratung in Brasilien und verfügt über Büros in São Paulo, Rio de Janeiro und in Recife.  Das erfahrene Team bestehend aus Beratern, Buchhaltern und Wirtschaftsprüfern als Partner betreut insbesondere deutsche Unternehmen aller Branchen in sämtlichen Fragen der Wirtschaftsprüfung, Dienstleistungen, Business Process Outsourcing (Buchhaltung) sowie  Steuer- Unternehmensberatung /Gründung und Marktanalysen. An allen Standorten arbeiten brasilianische und deutsche Fachleute in Teams zusammen und können dadurch eine ganzheitliche Beratung und Betreuung in allen relevanten Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch) gewährleisten.

Freihandelsabkommen zwischen EU und MERCOSUR vereinbart

Ein langerwartetes Freihandelsabkommen zwischen dem MERCOSUR und der EU wurde vereinbart: „größter Deal in der Geschichte der EU”. 
 
Die neue brasilianische Regierung  versucht derzeit systematisch eine Reformagenda anzugehen, die neben Entbürokratisierung, Privatisierung und einer grundlegenden Steuerreform insbesondere auch Marktöffnung vorsieht.
 
Überblick des geplanten Freihandelsabkommens 

 

  • Weltweit die größte Freihandelszone: Die größte Freihandelszone der Welt mit rund 800 Mio. Marktteilnehmern wurde geschaffen. Das Bruttoinlandsprodukt der teilnehmenden Staaten beläuft sich mit insgesamt rd. 18 Bio. Euro.
  • Teilnehmer: sämtliche EU-Staaten (rd. 512 Mio. Einwohner) inkl. Deutschland und die südamerikanischen MERCOSUR (rd. 260 Mio. Einwohner) – Staatengemeinschaft Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay.
  • Marktöffnung in Brasilien: Insbesondere Brasilien setzt mit der Unterschrift ein Zeichen für Marktöffnung.
  • Einfuhrerleichterungen: Die MERCOSUR-Länder erheben z.B. Abgaben von bis zu 35 Prozent auf Autos, Kleider und Schuhe, 14 bis 20 Prozent auf Maschinen und bis zu 18 Prozent auf Chemikalien. Diese Zölle sollen systematisch abgeschafft werden.
  • Graduelle Abschaffung von Zöllen: Graduell sollen 91 Prozent der bestehenden Importzölle auf EU-Güter eliminiert werden (92 Prozent von der EU auf MERCOSUR-Einfuhren). Laut der EU ergibt sich daraus eine potenzielle Ersparnis für europäische Importeure von rd. 4 Mrd. Euro.
  • Öffentliche Ausschreibungen: Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen soll für Firmen aus dem EU-Raum in Zukunft im MERCOSUR-Raum einfacher möglich sein.
  • Potenzielle Gewinner: Insbesondere die deutsche Industrie verspricht sich durch Einsparung von Importzöllen Wachstumspotenziale .
  • Die von der EU-Kommission ausgehandelte Einigung muss noch von den 28 Mitgliedstaaten und dem Europaparlament bestätigt werden. 
  • Für die deutsche Exportwirtschaft bieten sich durch die geplante Freihandelszone zweifelsohne neue Chancen.