News Brasilien März 2021

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Das BIP Brasiliens ging 2020 um „nur“ 4,1% zurück; weniger, als von den Pessimisten prognostiziert. Die Pandemiebekämpfungsmaßnahmen bewirkten einen Rückgang von 4,5% im Dienstleistungssektor, der Industriebereich schrumpfte um 3,5%, während die Landwirtschaft mit einem Zuwachs von 2,5% glänzen konnte.

Der REAL wertete in den letzten Tagen weiter ab und heute sind schon 6,8609 R$ nötig, um 1,0000 € zu kaufen. Ein Nebeneffekt dieser Abwertung ist der bevorstehende Abstieg Brasiliens aus der Liga der zehn größten Volkswirtschaften, es sei denn, man nimmt den Preis eines Hamburgers als Vergleichsmaßstab.

Die Pandemiebekämpfung kostet Geld, viel Geld. Und das bedeutet u.a., dass das Primärdefizit der Zentralregierung immer weiter wächst; 2020 betrug es 743,087 Mrd. R$ bzw. 10% vom BIP. Einen solch hoher Wert wurde seit Beginn der Aufzeichnungen in 1997 noch nie registriert.

Die CORONA-PANDEMIE nimmt erschreckende Dimensionen an. Das sind die aktuellen Werte: 252.562 Todesopfer, 726 Tote in den letzten 24 Stunden bis gestern 20:00, gleitender 7 Tage - Mittelwert der Todesopfer 1.274, positiv getestete Personen 10.647.845, Neuerkrankungen 58.237 in den letzten 24 Stunden bis gestern 20:00, Geimpfte 7.106.147, Gesundete 9.527.173.

Trotz aller widrigen Umstände wird weiter investiert. USINAGEM BRASIL berichtet darüber: „Renault do Brasil wird 1,1 Mrd. R$ im Komplex Ayrton Senna in Paraná investieren und damit die Produktlinie erneuern und einen Turbomotor bauen.

Toyota gab bekannt, dass es beabsichtigt, in diesem Jahr den letzten Zyklus von Investitionen in Höhe von 1 Mrd. R$ abzuschließen, die im Werk Sorocaba (SP) getätigt wurden. In den letzten zehn Jahren hat der japanische Automobilhersteller insgesamt 6 Milliarden R$ in Brasilien investiert. Das Unternehmen will diese neuen Ressourcen nutzen, um ein noch nie dagewesenes Fahrzeugmodell zu produzieren, mit dem es sein Ziel von 25 % Umsatzwachstum bis 2021 erreichen will.

"Aufgrund der besseren Perspektive im Jahr 2021 bekräftigt Mercedes-Benz sein Vertrauen in das Land, in dem das Unternehmen seit fast 65 Jahren tätig ist. In diesem Sinne schaffen wir, um den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze für unsere Nutzfahrzeugwerke, zwischen temporären Einstellungen und der effektiven Übernahme von Auszubildenden aus Senai", sagte Karl Deppen, Präsident von Mercedes- Benz do Brasil und CEO Lateinamerika, bei der Präsentation der 2020er Ergebnisse der brasilianischen Tochtergesellschaft, letzte Woche.

Der Maschinen- und Anlagenbau startete mit positiven Ergebnissen in das Jahr 2021. Im Vergleich zum Januar 2020 stieg der Umsatz um 38,5 %. Dies sei der beste Monat Januar seit 2015, so der Maschinen- und Anlagenbauerverband Abimaq, der am vergangenen Mittwoch auf einer Pressekonferenz die Bilanz des Sektors präsentierte.

Nicht weniger als 82 % der großen Unternehmen beabsichtigen, 2021 zu investieren. Das zeigt die Umfrage "Investitionen in der Industrie 2020-2021" des Nationalen Industrieverbands (CNI), wonach die meisten Unternehmer die Absicht haben, Prozesse zu verbessern und die Produktionskapazität zu erhöhen.

Für CNI signalisiert dieser Index einen starken Wunsch nach Erholung des Industriesektors nach der durch die Pandemie verursachten Krise. Tatsächlich beabsichtigen 84 % der Unternehmen, im Jahr 2020 zu investieren - ein Prozentsatz, der über dem der Vorjahre liegt. Allerdings taten dies nur 69 %, einer der niedrigsten Werte in der Geschichte der Umfrage.“

 

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