Mittelstand fordert Kurswechsel der CDU

BVMW-Kreisvorsitzender Lothar Lehner: Schluss mit Sonntagsreden

Kreis Göppingen. Der Mittelstand im Landkreis Göppingen und Umgebung fordert vom nächsten CDU-Bundesvorsitzenden eine scharfe Kurskorrektur der Partei. Die Union werde nur an Profil gewinnen, wenn sie künftig wieder eine Politik der Mitte mit klarer ordnungspolitischer Akzentuierung verfolge, so der Kreisvorsitzende des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) Lothar Lehner (Geislingen).

  

„Wer auch immer das Rennen um den CDU-Vorsitz für sich entscheidet, ist gut beraten, die Wirtschaftspolitik in den Mittelpunkt der Parteiarbeit zu stellen“, so Lehner. Das Beispiel der nordrhein-westfälischen Landespolitik zeige, dass man nach wie vor Vertrauen und Wahlen in der Mitte der Gesellschaft mit bürgerlicher Politik und einer klaren ordnungspolitischen Kurssetzung gewinnen kann. „Die Union hat in den Jahren der Großen Koalition ihren Markenkern schleifen lassen und die für die Mehrheit der Deutschen fundamentalen Fragen der Steuer- und Standortpolitik zugunsten eines zerstörerischen Wettlaufs mit der SPD um teure Schönwetterpolitik sträflich vernachlässigt“, so Lehner in seiner Analyse.

 

„Der Mittelstand erwartet von der Partei Ludwig Erhards mehr als Sonntagsreden zur Sozialen Marktwirtschaft. Es ist höchste Zeit, dass die Union in den Arbeitsmodus findet und liefert, um die aufgelaufenen Projekte einer Unternehmenssteuerreform, der systematischen Umsteuerung öffentlicher Mittel in Investitionsprojekte zur Digitalisierung und zum Infrastrukturausbau in die Wege zu leiten“, formuliert Lothar Lehner seine Erwartungen an die Zukunft der Union und hat dabei die Themen, die den Mittelstand im Landkreis Göppingen und in der Nachbarschaft bewegen, fest im Blick.

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