TÜRKEI

Seit der Wirtschaftskrise von 2009 kann die Türkei auf ein stetig ansteigendes Wirtschaftswachstum zurückblicken. Der Aufwärtstrend bescherte der Türkei eine bis heute andauernde Nachfrage zwischen fünf und zehn Prozent. Treiber dafür waren massive Staatsausgaben zur Förderung des Verbrauchs und der Investitionen bei gleichzeitiger Absicherung von Bankkrediten durch staatliche Fonds.

Steuererleichterungen, Preis- und Zinssubventionen sollten die Konjunktur zusätzlich anregen. Zur Finanzierung geplanter Großprojekte wurde ein Investitionsfond aufgelegt. Auch der Anstieg des privaten Konsums um 4% trug zum Wachstum bei.

Immer wieder waren jedoch kurzfristig Einbußen zu verzeichnen. 2014 führten Kredit beschränkende Maßnahmen der Regierung vorübergehend zu einer gedämpften Binnennachfrage von 5%. Politisch verursachte Turbulenzen (Putsch im Juli 2016, Referendum April 2017) sowie die aktuellen geopolitischen und globalen Risiken brachten die türkische Wirtschaft ebenfalls nur geringfügig in Schwierigkeiten. So wurde für 2017 wieder ein Wachstum von 7,5 Prozent erreicht.

2018 zeichneten sich Turbulenzen ab, die die heimischen Märkte, Unternehmen und auch die Bevölkerung an einer empfindlichen Stelle trafen: der Werteverfall der eigenen Währung. Die Inflation lief aus dem Ruder, weil die türkische Notenbank auf Anraten der Politik lange keinerlei Maßnahmen zur Stützung der Lira einleitete. Erst im Oktober 2018 wurden die Anhebung des Leitzinses und weitere förderliche Gegenmaßnahmen beschlossen.

Weitere Tendenzen:

• Chronisch hohes Leistungsbilanzdefizit
• Starke Abhängigkeit von Energieimporten (mehr als 50% des Defizits)
• Fehlende Leistungsfähigkeit in höherwertigen Wirtschaftssektoren, in Teilen
beschränkte globale Wettbewerbsfähigkeit, niedrige lokale Wertschöpfung in der
Produktion
• Abhängigkeit von ausländischen Kapitalflüssen (auch durch geringe Sparquote: 13%
BIP)
• Steigende Arbeitslosenquote: 15% (2017), im Südosten 25%
• Hoher Anteil an Schwarzarbeit und geringer Anteil von Frauen in der Erwerbsarbeit
Grundlegende Indikatoren • Fläche: 783.562 qkm
• Einwohnerzahl: (2017) 88,8 Mio.
• Politisches System: Republik / parlamentarische Demokratie
• Territoriale Struktur: Die Kommunalverwaltung ist in 81 Provinzen unterteilt, die durch
einen Gouverneur verwaltet werden
• Hauptstadt: Ankara
• Amtssprache: Türkisch
• Währung: Türkische Lira (TL)
• Jahresdurchschnitt Wechselkurs (2018): 1 Euro = 4,154 TL  


Über GLS Global Logistics Consulting Services

Wolfgang Wanja ist seit ca. 25 Jahren in Istanbul zu Hause und verfügt über vielfältige Kontakte zu Institutionen, Behörden, Wirtschaft und Industrie. Er spricht fließend englisch, türkisch und etwas französisch. Seit 1999 ist er Geschäftsführer des Beratungsunternehmens GLS Global Logistics Consulting und seit 2008 zusammen mit einem türkischen Partner Franchisenehmer von InterGest Worldwide, einem auf die Betreuung von KMU auf ausländischen Märkten spezialisiertes global agierendes Netzwerk. Darüber hinaus repräsentiert Wolfgang Wanja seit 2009 den Bundesverband der Mittelständischen Wirtschaft (BVMW) in der Türkei und vertritt in der Türkei die speziellen Belange der deutschen Verbandsmitglieder.
Seit September 2012 ist Wolfgang Wanja offizieller Partner des Landes Niederachsen in der Türkei Mit Herrn Wanja und seinem Team stehen Unternehmen und Institutionen, die in der Türkei tätig sind oder sich für diesen Markt interessieren, kompetente und erfahrene Ansprechpartner zur Verfügung.

Leistungen für Unternehmen

- Beratung im Hinblick auf einen möglichen Markteinstieg in der Türkei
- Beschaffung branchenspezifischer Marktinformationen / Erstrecherchen - Vermittlung möglicher Kunden oder Kooperationspartner
- Einbindung in außenwirtschaftliche Netzwerke in der Türkei
- Unterstützung und Begleitung bei der Etablierung im Zielmarkt Direktkontakt Wolfgang Wanja

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