„Energiekosten dürfen nicht zur Wachstumsbremse werden“

Mit diesen Worten kommentiert Günther H. Enger, Landesbeauftragter Politik Hamburg des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), die jüngste BVMW-Umfrage zum Thema Energie.

„97 Prozent der befragten Unternehmen rechnen in den kommenden fünf Jahren mitweiter steigenden Energiepreisen. Setzt sich der Trend explodierender Strompreise und des rasant steigenden CO2-Preises fort, droht eine schleichende Abwanderung energieintensiver Produktionen. Für heimische Zulieferer würde dies das Aus bedeuten, es sei denn sie würden ihren Auftraggebern folgen.

In den Parteiprogrammen zur Bundestagswahl versprechen allerdings zahlreiche Parteien die milliardenschwere Umlage nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) zur Förderung des Ökostroms abzuschaffen. Leider würde den Unternehmern damit nur bedingt geholfen, wie ein Blick auf die Zusammensetzung des aktuellen Strompreises zeigt. 24 Prozent des Preises werden für den Stromeinkauf, Service und Vertrieb aufgewandt. Weitere 25 Prozent sind die Kosten für Netzentgelte und Zähler. Steuern, Abgaben und Umlagen schlagen mit 51 Prozent zu Buche. Größtenteils bestehen sie aus der Umsatz- und Stromsteuer (22,4 Prozent) sowie der EEG-Umlage (20,4 Prozent).

Einen Ausweg aus dieser Preisspirale könnte darin bestehen, Unternehmer endlich bei der eigenen Energiegewinnung zu unterstützen, statt sie ständig auszubremsen. Als Stimme des Mittelstands fordern wir die politisch Verantwortlichen im Bund und im Hamburger Senat auf, durch eigene Photovoltaik-Anlagen gewonnenen, selbstgenutzten Strom gänzlich von Steuern und Umlagen zu befreien. Nur so kann der Mittelstand sein volles Potenzial für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende entfalten und gleichzeitig seine Konkurrenzfähigkeit erhalten.“

Kontakt: Günther H. Enger, Landesbeauftragter Politik Hamburg, Tel.: 040/552 606 36, E-Mail:
guenther.enger@bvmw.de