„Der Aufschwung ist kein Selbstläufer mehr“

Zu dieser Schlussfolgerung kommt Günther Enger, Landesbeauftragter für Politik des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) – Metropolregion Hamburg, beim Blick auf die jüngsten Wirtschaftsdaten. ...

Günter Enger, Landesbeauftragter für Politik des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW)

... „Hamburg als Tor zur Welt“ bekommt schlechte Außeneinflüsse, wie die unklaren Bedingungen des Brexits, Amerikas aggressive Wirtschaftspolitik oder Chinas schwächelnde Konjunktur, besonders deutlich zu spüren. Den Ernst der Lage zeigt auch die von 1,8 auf 1,0 Prozent zusammengestrichene Wachstumsprognose für 2019 der Bundesregierung.


Doch es ist nicht allein die wirtschaftliche Großwetterlage, die den Mittelstand der Hansestadt in seiner Entwicklung bremsen könnte. Auch „hausgemachte“ Mankos belasten viele Unternehmer. Eine mangelhafte Verkehrsinfrastruktur und scheinbar unkoordinierte, nicht enden wollende Baustellen, fördern den sichtbar wachsenden Leerstand der Verkaufsflächen in Hamburgs Einkaufsstraßen.


Trotz dieser Probleme, die Unternehmer aus nahezu allen Branchen belasten, setzen die meisten Mittelständler nach wie vor ihre ganze Innovationskraft ein. Als Stimme des Mittelstands fordern wir die Politik auf, dieses Engagement tatkräftig und effektiv zu unterstützen. Unter anderem sollte die Hamburger Landesregierung private Forschung und Entwicklung fördern und sich auf Bundesebene für steuerliche Entlastungen in diesem Bereich stark machen. Ebenso nötig sind Investitionen auf dem Bildungssektor. Laut Statistischem Bundesamt konnte Hamburg in 2017 im Bundesvergleich den zweithöchsten Zuwachs an Studenten verzeichnen. Diese Beleibtheit darf der Senat nicht einfach verpuffen lassen, sondern seine Hochschulen mit fundierten Angeboten für innovative Themen wie z.B. künstliche Intelligenz ausstatten.


Fast schon obligatorisch, aber nicht minder dringlich, ist unsere Forderung nach mehr Investitionen in die Infrastruktur. Soll Hamburgs Wirtschaft nicht ins Stocken geraten, müssen neben Datenverbindungen und Verkehrswegen in Zeiten von Fahrverboten und unerwünschtem individual Verkehr auch neue, clevere Konzepte für den ÖPNV entwickelt und zeitnah umgesetzt werden.

Kontakt:

Günther Enger, Landesbeauftragter für Politik
Tel.: +49 40 5516739
E-Mail: guenther.enger@bvmw.de