News rund um Corona

Bayerische Staatsregierung legt Schnellkredit für Unternehmen bis zehn Mitarbeitern auf

Ergänzend zum Soforthilfe-Programm und dem Schnellkreditprogramm der KfW, soll es aufgrund der Änderungen der beihilferechtlichen Vorgaben der EU eine Erweiterung des Kreditangebots der LfA für bayerische Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern geben. Es soll sich ebenfalls um ein Förderdarlehen mit einer hundertprozentigen Haftungsfreistellung handeln. Unternehmen bis fünf Mitarbeiter sollen dabei Darlehen bis zu 50 000 Euro, Unternehmen bis zehn Mitarbeiter bis zu 100 000 Euro beantragen können. Eine beantragte Soforthilfe soll angerechnet werden. Diese Kredite sollen ebenfalls zu 100 Prozent staatlich abgesichert sein. Es sollen ebenfalls drei Prozent Zinsen zu zahlen sein. Maximal soll ein Kreditbetrag in Höhe von bis zu drei Monatsumsätzen des Jahres 2019 beantragt werden können. Unter Verzicht der Risikoprüfung durch die Banken, sollen so Kredite auch an kleine Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern schnell vergeben werden können. Weitere Informationen zum Milliarden-Hilfsprogramm und Schutzschild finden Sie unter https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-19-Milliardenhilfe-fuer-alle.html

Bundesregierung beschließt weitergehenden KfW-Schnellkredit für den Mittelstand

Die Bundesregierung spannt einen weiteren umfassenden Schutzschirm für den Mittelstand angesichts der Herausforderungen der Corona-Krise. Auf Basis des am 03.04.2020 von der EU-Kommission veröffentlichten angepassten Beihilfenrahmens (sog. Temporary Framework) führt die Bundesregierung umfassende KfW-Schnellkredite für den Mittelstand ein.

Die KfW-Schnellkredite für den Mittelstand umfassen im Kern folgende Maßnahmen:

Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein „Sofortkredit“ mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

 

  • Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
  • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis 25 % des Jahresumsatzes 2019, maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
  • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
  • Zinssatz in Höhe von aktuell 3% mit Laufzeit 10 Jahre.
  • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.
  • Der KfW-Schnellkredit kann nach Genehmigung durch die EU-Kommission starten.

Sonderzahlungen jetzt steuerfrei

In der Corona-Krise werden Sonderzahlungen für Beschäftigte bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuer- und sozialversicherungsfrei gestellt. Das teilt das Bundesfinanzministerium mit.  Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können ihren Beschäftigten nun Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren. Erfasst werden Sonderleistungen, die die Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 erhalten. Voraussetzung ist, dass die Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen. Andere Steuerbefreiungen und Bewertungserleichterungen bleiben hiervon unberührt. Die Beihilfen und Unterstützungen bleiben auch in der Sozialversicherung beitragsfrei. Mit der Steuer- und Beitragsfreiheit der Sonderzahlungen wird die besondere und unverzichtbare Leistung der Beschäftigten in der Corona-Krise anerkannt. [Mehr...]

Online-Konferenz #surviveANDprosper in Kooperation mit dem BVMW

BVMW-Mitglied RUCON Group führt am 6. April von 10.00 bis 16.00 Uhr in Kooperation mit dem BVMW eine Online-Konferenz durchführt. Ihnen sollen dabei Tipps und Handlungsempfehlungen an die Hand gegeben werden, um gut und sicher durch die aktuelle Krise zu navigieren. Die Konferenz bietet Vorträge zu Themen wie "Stark durch Krisen", "Unternehmerische Resilienz", "Wie komme ich mit meinem Team aus der Krise", "Changemanagement" und  "Awareness in besonderen Lagen" sowie eine Diskussionsrunde. [Info + Anmeldung]

Förderprogramm: Bis zu 100 Prozent Zuschuss für Unternehmensberatung

Viele Unternehmen leiden unter den Auswirkungen der aktuellen Corona-Krise. Arbeitsplätze sind gefährdet, Existenzen bedroht. Betroffene Unternehmen stehen hierbei oftmals vor gravierenden Problemen, die sie nicht allein bewältigen können. Im Rahmen des bundesweiten Förderprogramms "Förderung unternehmerischen Know-hows" ist nun ein Sofortprogramm für kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Freiberufler, die aufgrund der Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, in Kraft getreten. Unternehmen können sich zu Wegen aus der Corona-Krise professionell beraten lassen und erhalten einen Zuschuss zu den anfallenden Beraterkosten. Die Kosten werden bis zu einer Summe von maximal 4 000 Euro zu 100 Prozent bezuschusst. Die Unternehmen müssen nicht in Vorleistung gehen, da der Zuschuss direkt an die Berater ausgezahlt wird. In Anbetracht der aktuellen Situation ist es NICHT unbedingt notwendig, betroffene Unternehmen vor Ort zu beraten (d.h. es geht auch telefonisch, über Videochat o.ä.)! Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der entsprechenden [Internetseite des  BAFA] sowie dem [Merkblatt für von Corona betroffene Unternehmen].

Der BVMW stellt Unternehmen eine Liste mit empfehlenswerten Experten zur Verfügung, die Unternehmen beraten und über die Unternehmen den Zuschuss erhalten. Die Liste wird nach und nach aktualisiert. [Hier geht es zur Liste mit den Beratern]

Kurzarbeitergeld (KUG)

Sowohl Produktionsausfälle aufgrund von Covid-19-bedingten Lieferschwierigkeiten als auch Ausfälle aufgrund von Infektionsschutzmaßnahmen wie Betriebsschließungen können ein Grund für die Anordnung von Kurzarbeit sein. Dann kann Anspruch auf Zahlung von Kurzarbeitergeld durch die Bundesagentur für Arbeit bestehen. Der Zugang zu Kurzarbeitergeld wurde wegen der Corona-Epidemie erleichtert. Sie können Kurzarbeit z. B. online im Portal "eServices" der Bundesagentur für Arbeit beantragen. [Hier] Seit 1. April steht übrigens ein vereinfachter Leistungsantrag im Download-Bereich der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung. Bereits eingereichte Leistungsanträge behalten jedoch ihre Gültigkeit und müssen nicht durch den Kurzantrag ersetzt werden.

Politische Forderungen des BVMW zur Bewältigung der Corona-Krise

Wir meinen: Die Bundesregierung agiert in diesen Zeiten im Grundsatz richtig. Wir haben jedoch Hinweise, dass viele Prozesse schleppend und bürokratisch verlaufen. Es kann nicht eindeutig festgestellt werden, ob die zur Verfügung gestellten Mittel ausreichend sind und von den Unternehmen angenommen werden. Um eine effektive Unterstützung zu gewähren, sollte zeitnah bereits eine erste Überprüfung der Hilfspakete vorgenommen werden. Sollte festgestellt werden, dass die Mittel nicht wie geplant genutzt werden, sind schnelle und vor allem unbürokratische Anpassungen vorzunehmen. Unsere politischen Forderungen in diesen Zeiten können Sie sich als Pdf hier herunterladen

Sozialschutzpaket - das Bundesministerium für Arbeit und Soziales informiert

Schaffer & Partner weist darauf hin, dass das Bundeskabinett am 25. März 2020 den Entwurf eines Gesetzes für den erleichterten Zugang zu sozialer Sicherung und zum Einsatz und zur Absicherung sozialer Dienstleister aufgrund des Coronavirus SARS-CoV-2 (Sozialschutz-Paket) beschlossen hat. Mit dem Entwurf stellt die Bundesregierung die Weichen, um die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für die Bürgerinnen und Bürger abzufedern. Der Zugang in die Grundsicherungssysteme wird vorübergehend erleichtert. Die Bemessung des Kinderzuschlags wird vorübergehend an die gegenwärtige Situation angepasst. Diese Maßnahmen stärken insbesondere Familien mit geringem Einkommen und Selbständige ohne oder mit nur wenigen Angestellten. [BMAS-Pressemitteilung 25.03.2020]  [BfA-Info Grundsicherung]

Justizministerium lockert Insolvenzregeln 

Zahlreiche Insolvenzen drohen. Ein neues Gesetz zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sieht deshalb Erleichterungen bei den Haftungsregeln für Geschäftsleiter, Kreditgeber und Geschäftspartner vor. [Mehr...]

Corona-Schnellhilfe: Umsatzsteuersondervorauszahlungen werden zurückgezahlt 

Die bayerischen Finanzämter bereiten den Unternehmen eine weitere Erleichterung: Auf Antrag erhalten Betriebe bereits geleistete Umsatzsteuersondervorauszahlungen wieder zurück. Diese Maßnahme gab das bayerische Finanzministerium gestern bekannt. Die Dauerfristverlängerung bleibt den Unternehmen trotzdem erhalten. „Bayern dreht gerade an allen möglichen Stellschrauben um unsere Unternehmen bestmöglich zu unterstützen und liquide zu halten. Wo wir entgegenkommen können, machen wir das auch. Dementsprechend werden wir den durch die Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen auf Antrag die Umsatzsteuersondervorauszahlungen für 2020 wieder zurückzahlen“, betonte der bayerische Finanzminister Albert Füracker. [Mehr...]


Ergebnisse Befragung BVMW zu Corona

Wir haben fast 2.500 Mittelständler befragt. Die Ergebnisse zeichnen ein düsteres Bild. „Wenn diese negativen Erwartungen Wirklichkeit werden, steht Deutschland vor einer schweren Rezession. Der Staat muss deshalb den betroffenen Unternehmen so schnell und unbürokratisch wie möglich helfen“, so der Mittelstandspräsident Mario Ohoven. Fast 3/4 der Befragten meint, dass der Staat nicht genug unterstützt. Außerdem ist bereits jetzt der Wunsch nach Direkthilfen deutlich erkennbar. Das größte Alarmsignal ist allerdings, dass ein Großteil der Mittelständler mit Umsatzeinbußen von mehr als 60 % rechnen. Die Unternehmen brauchen jetzt Hilfe! Es müssen auch langfristige Steuerentlastungen in Form der Abschaffung des Solidaritätszuschlages oder einer Unternehmenssteuerreform angegangen werden, um die anstehende Rezession für alle Mittelständler abzufedern. Wir setzen uns weiterhin für den Mittelstand ein!