Innovationsoffensive.Mittelstand und Gründer.

Mittwoch, 27. Februar 2019 
Grundig Akademie | Nürnberg


An welchen Stellschrauben müssen Sie drehen, um die Innovationspotenziale Ihres Unternehmens auszuschöpfen? Welche äußeren Einflüsse und Rahmenbedingungen gilt es zu berücksichtigen? Welche Geschäftsmodelle setzen sich durch? Wie muss sich Führung in Zeichen der Digitalisierung verändern?

Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt unserer Veranstaltung "Innovationsoffensive. Mittelstand und Gründer." am 27. Februar in der Grundig Akademie in Nürnberg. Am Nachmittags gab es drei Workshops zu den Themen Design Thinking, Geschäftsmodelle und Digital Leadership, am Abend dann Keynotes von Dr. Thomas Sattelberger und Dr. Peter Bican und eine Talkrunde mit Experten und dem Publikum zum Themenfeld Innovation und Digitalisierung. 

Innovationen sind essentielle Treiber für Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft. Insbesondere der innovative Mittelstand war in der Vergangenheit ein tragendes Element des wirtschaftlichen Erfolges und gleichzeitig das internationale Aushängeschild der Bundesrepublik Deutschland.

Die Innovationstätigkeit im Mittelstand ist jedoch in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Nur 29 Prozent investierten 2015 noch in innovative Produkte und Prozesse – gut ein Drittel weniger als noch vor zehn Jahren. Auch der Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Innovationsleistung ist rücklaufend, obwohl zahlreiche Untersuchungen nach wie vor die positive Wirkung auf die Leistung kleiner und mittlerer Unternehmen bestätigen.

Einfacher Zugang zu technologischem Fortschritt, innovationsfreundliche politische Rahmenbedingungen sowie transparente und unbürokratische Förderrichtlinien sind die Eckpfeiler, um die Unternehmen praxisnah auf diesem Weg zu unterstützen. 

Dabei stellen sich mittelständischen Unternehmen zahlreiche Fragen. Zum Beispiel: An welchen Stellschrauben müssen Sie drehen, um die Innovationspotenziale Ihres Unternehmens auszuschöpfen? Welche äußeren Einflüsse und Rahmenbedingungen gilt es zu berücksichtigen?  Welche Geschäftsmodelle setzen sich durch? 

Die Veranstaltung "Innovationsoffensive. Mittelstand und Gründer." gab Anreize, wie Sie mit dem Thema Innovationen und Megatrend Digitalisierung positiv umgehen und Potenziale heben. Wir haben aufgezeigt, an welchen Stellschrauben die Unternehmen selbst drehen können und an welcher Stelle die Politik gefordert ist, um die Weichen richtig zu stellen.

Die Innovationsoffensive. Mittelstand und Gründer. gibt es seit 2016 statt. Sie ist eine bundesweite Veranstaltungsreihe von Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V., der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit  und der  AiF Forschung Technik Kommunikation GmbH, die mittelständische Unternehmen und Gründer bei der individuellen Entfaltung ihres Innovationspotenzials unterstützt und über politische Rahmenbedingung und Chancen für die Gesellschaft informiert. 


 

Dr. Thomas Sattelberger

Keynote

"Digitalisierung - Hürdenlauf in Deutschland"

Thomas Sattelberger

Thomas Sattelberger, 69, war Topmanager bei der Lufthansa und Personalvorstand bei Continental und Telekom. Seit Herbst 2017 sitzt er für die FDP im Bundestag. Er will vor allem Zukunft gestalten jenseits des Hamsterrads, ob im Bundestag oder für Unternehmen. Stets macht er sich stark für Freiheit und gegen Autokratie, für Veränderung und gegen Erstarrung. Er sagt: "Uns geht es zu gut, wir werden träge. Deutschland ist innovationsschwach und fortschrittsmüde geworden."  Deshalb plädiert er u. a. für eine Innovationsagentur des Bundes nach amerikanischem Vorbild als Inkubator für großartige, bahnbrechende Ideen. Die Politik müsse bessere Rahmenbedingungen schaffen, um Unternehmen und Mitarbeitern ein zukunftsfähiges Arbeiten zu ermöglichen. Und in den Betrieben müsse sich zum Beispiel die Arbeits- und Führungskultur ändern. Welche Ideen genau er hat, um das Innovationspotenzial im Mittelstand zu steigern, haben wir in seiner Keynote erfahren. 


 

Dr. Peter Bican

Keynote

„Innovationspotenziale ausschöpfen“

Dr. Peter Bican 

Besonders in Zeiten der Digitalisierung stehen mittelständische Firmen vor der Herausforderung, ihre Kreativität und Einzigartigkeit stärker im Markt zu positionieren. Erfolgreiche Innovationen waren und sind dabei kein rein deutsches Privileg. Um dieses Potenzial voll auszunutzen, müssen Unternehmen ihr Portfolio an geistigen Eigentumsrechten proaktiv weiterentwickeln und strategisch einsetzen. Langfristigen Erfolg werden nur die haben, die das strategische Management geistiger Eigentumsrechte als Kernaufgabe verstehen und ganzheitlich in das Innovationsmanagement und die Firmenstrategie integrieren. Wie solch eine strategische Integration aussehen kann, erklärte uns Dr. Peter Bican in seinem Vortrag. Er arbeitet als Akademischer Rat am Lehrstuhl für Technologiemanagement der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er hat Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre studiert, ein E-Commerce Start-Up gegründet und in verschiedenen Funktionen bei Deloitte in Luxemburg und PwC in Frankfurt gearbeitet. 


 

Stefan Wacker

Workshop 1

"Innovation für die Dienstleistungsgesellschaft - Service Design Thinking kennenlernen und verstehen"

Stefan Wacker | WACKWORK

Die Wertschöpfung von Unternehmen findet immer mehr durch Services und Dienstleistungen statt – eigenständig oder in Verbindung mit Produkten. Damit werden die Kundenerlebnisse, die „Customer Experiences“, zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Services und die Kundenerlebnisse lassen sich genauso gestalten (designen), wie wir das von Produkten kennen. Es gibt Methoden, Handwerkszeug und Vorgehensmodelle: Service Design. Leider werden Service Design und Design Thinking im allgemeinen Überschwang entweder als Allheilmittel überschätzt oder als bloße Kreativitätstechnik unterschätzt. Der eigentliche Kern liegt in der Kundenzentrierung und einer neuen Form des Arbeitens und des Aufsetzens von Projekten. Stefan Wacker vermittelte in diesem Workshop das grundsätzliche Verständnis von Service Design und ließ Service Design durch das Anwenden einzelner Tools erlebbar werden. Ein Fokus lag dabei auf der kritischen Betrachtung von Anwendungsmöglichkeiten und wirkungsvollen ersten Schritten in Ihrem Unternehmen.

Zum Trainer
Stefan Wacker ist selbstständiger Unternehmensberater. Seit über 14 Jahren unterstützt er mit seinem Unternehmen WACKWORK Projects & Change seine Kunden bei Veränderungs-, Innovations- und Strategie-Prozessen. Mit der von ihm initiierten Plattform und Community „Service Design Nürnberg“ und der Veranstaltungsreihe „Service Design Drinks“ bietet er eine zentrale Anlaufstelle zu diesem Thema. wackwork.de


 

Oliver Fuhrmann

Workshop 2

"Vom analogen zum digitalen Geschäftsmodell"

Oliver Fuhrmann | Trevisto AG

Die „kreative Zerstörung“ von etablierten Strukturen und Handlungsmustern durch Unternehmen wie Amazon, Apple, Uber oder Google ist in aller Munde. Dieser interaktive Workshop dreht sich um die An- und Herausforderungen bei der Digitalisierung. In der digitalen Welt verändern sich Geschäftsmodelle, das Angebot von smarten Services gewinnt zunehmend an Bedeutung. Im interaktiven Teil des Workshops wurden folgende Fragestellungen aufgeworfen: Wie ändern sich bestehende Geschäftsmodelle durch die Digitalisierung? Funktionieren künftig etablierte und erfolgreiche Strukturen und Handlungsmuster noch? Wie können durch Vernetzung neue Dienstleistungsideen und Produkte entstehen? Workshopinhalte waren: Herausforderungen In der digitalen Welt, Beispiele von neu entwickelten Geschäftsmodellen, die Möglichkeiten und Vorteile der Digitalisierung für sich nutzen, Diskussion von Lösungsansätzen sowie die prototypische Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und smarter Services.

Zum Trainer
Oliver Fuhrmann ist Head of Business Development bei der Trevisto AG. Seine Schwerpunkte sind Strategieentwicklung für die Digitale Transformation, Innovation von datenbasierten Geschäftsmodellen und Service Development. www.trevisto.de


 

Jan-Frederik Kremer

Workshop 3

"Digital Leadership und Co. – Als KMU fit für die „new business order“

Jan-Frederik Kremer | AiF

Alle reden von Digitalisierung, alle gehen Digitalisierung irgendwie an. Doch viele verstehen nicht, wie grundlegend sich die Arbeitswelt gewandelt hat und noch weiter wandeln wird. Dabei geht es eben nicht nur um digitale Prozesse und Automatisierung. In dem, was viele Experten als „New Business Order“ bezeichnen, kommt es darauf an, dass auch Leadership, Unternehmenskultur und das Mind-set der Führungskräfte zu den neuen Herausforderungen passen. In diesem Workshop erarbeiteten die Teilnehmer gemeinsam ein Verständnis für diesen Wandel, die damit verbundenen  Herausforderungen und identifizierten Chancen. Dabei kam dem Thema digital Leadership eine ganz besondere Bedeutung zu, es wurde ein „readiness check“ gemacht und konkrete Anwendungsfälle (use cases) diskutiert.

Zum Trainer
Jan-Frederik Kremer ist Geschäftsführer der AiF F·T·K GmbH. Zuvor war er bei der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF) als Leiter des Landesbüro NRW beschäftigt und gleichzeitig Projektleiter „Innovationsoffensive und Wachstumsfelder der Zukunft“.  Er ist außerdem aktuell Associate Fellow am Center for Global Studies der Universität Bonn und am Institut für Entwicklungspolitik und Entwicklungsforschung der Ruhr-Universität Bochum. www.aif.de


 

Kontakt

Edgar Jehnes
Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW)
Wirtschaftsregion Nordbayern
Schopenhauerstr. 21
90409 Nürnberg
Tel. 0911 287 90 46
Fax 03212 110 60 65
Mobil 0174 94 89 133
E-Mail edgar.jehnes@bvmw.de

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