Abschaffung der EEG-Umlage nur ein erster Schritt

Ohne weitere Begleitmaßnahmen wird die Entlastung nahezu wirkungslos verpuffen.

Region Stuttgart: Lothar Lehner, Selbständiger Repräsentant des BVMW e. V. in der Region Stuttgart | Göppingen begrüßt die jetzt endlich im Deutschen Bundestag beschlossene Absenkung der EEG-Umlage auf 0 Cent pro Kilowattstunde als wichtigen Beitrag zur Dämpfung der Strompreisentwicklung. „Die Umlage war über Jahre ein Preistreiber für Haushalte wie für Unternehmen – mit dem Ergebnis, dass Deutschland zum unangefochtenen Strompreis-Europameister aufgestiegen ist”, ist Lehner einer Meinung mit Markus Jerger, Vorsitzender des Bundesverbandes Der Mittelstand. BVMW, zum aktuellen Aus der EEG-Umlage. Seit Jahren hatte der Mittelstand eine Absenkung der enormen Zusatzbelastung für die Verbraucher gefordert.

 

„Mit der nun beschlossenen Abschaffung der EEG-Umlage ist die Bundes­regierung einen ersten, wenn auch wichtigen Schritt auf dem Weg zu konkurrenz­fähigeren Energiepreisen und damit für die Wirtschaft besseren Rahmen­bedingungen gegangen“. „Ohne weitere Begleitmaßnahmen wird die Entlastung jedoch nahezu wirkungslos verpuffen.” In den Entwürfen des sogenannten Osterpakets der Bundesregierung sind diese notwendigen Begleitmaßnahmen aus Sicht der mittelständischen Unternehmen noch nicht hinreichend abgebildet.

 

Professor Dr. Eicke R. Weber, Vorsitzender der Fachkommission Energie und nachhaltiges Wirtschaften im BVMW: „Nur ein dezentrales, auf erneuerbare Energien ausgerichtetes Energiesystem wird die Preise nachhaltig senken können. Damit der Mittelstand den Aufbau dieses Energiesystems vorantreiben kann, brauchen die Unternehmen ein klares und einfach handhabbares Regelwerk. Viele bürokratische Hürden werden aber leider auch nach der Umsetzung des Osterpakets der Bundesregierung bestehen bleiben. So wird der Eigenverbrauch im Unternehmen durch unterschiedliche Vergütungstarife weiter benachteiligt.“

 

„Für sinkende Strompreise werden wir jede Kilowattstunde verbrauchsnah erzeugten Stroms benötigen, die wir bekommen können. Die Unternehmen des Mittelstands stehen bereit, ihren Beitrag zu leisten – wenn die Bundesregierung endlich die verbliebenden bürokratischen Hürden wirksam und schnell abbaut“, so sind sich Lehner und Jerger einig.“

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