Im Zeichen internationaler Zusammenarbeit
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Forbes zählt die Power International Holding (PIH) zu den zwölf führenden arabischen Familienunternehmen. Wie es dazu kam und was das Unternehmen ausmacht, ...
... erzählt der Vorsitzende Ramez Al-Khayyat.
Mittelstand.: Würden Sie Ihre Erfolgsgeschichte als Geschäftsmann und Unternehmer sowie das Vermächtnis der Familie Al-Khayyat, wie von Forbes gelistet, mit uns teilen?
Ramez Al-Khayyat: Die Geschichte unseres Familienunternehmens geht auf das Jahr 1983 zurück und ist im Bauwesen verwurzelt. Mein Bruder Moutaz Al-Khayyat und ich wurden mit den Werten unserer Familie großgezogen: Vertrauenswürdigkeit, Integrität, harte Arbeit und ein unermüdliches Engagement für den Erhalt des guten Rufs unseres Unternehmens. Diese Werte waren entscheidend für unseren Werdegang. Heute führen wir Power International Holding (PIH) als Vorsitzender bzw. Präsident. Forbes zählt uns zu den zwölf führenden arabischen Familienunternehmen, was unser Engagement für die Weiterentwicklung des Geschäfts und unseren unternehmerischen Geist widerspiegelt, der uns dazu motiviert hat, in sieben Sektoren zu diversifizieren: Bauwesen und Energiekonzessionen, Dienstleistungen, Immobilienentwicklung, Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie, Lifestyle und Unterhaltung sowie Telekommunikation und digitale Innovationen.
Können Sie Power International Holding in Bezug auf die Unternehmensgröße, Mitarbeiterzahl, Vision und Investitionsgröße beschreiben?
PIH ist ein globaler Mischkonzern, der aus fünf Unternehmensgruppen besteht, einen jährlichen Umsatz von über 5 Milliarden US-Dollar erzielt und in 19 Ländern mit mehr als 65.000 Mitarbeitern tätig ist. Wir haben über 1.200 Projekte erfolgreich abgeschlossen, verwalten 2 Millionen Quadratmeter landwirtschaftlicher Flächen, betreiben acht Krankenhäuser mit internationalen Partnerschaften, acht Familienunterhaltungszentren, 100 Restaurants, mehrere Energiekonzessionsprojekte, einen Telekommunikationsanbieter und ein digitales Unternehmen.
Wir haben unser Unternehmen in eine Governance-orientierte Organisation umstrukturiert. Dabei haben wir zwei Gruppen an der Börse von Katar ausgegliedert: Baladna, unsere Gruppe für Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie, die einen Marktanteil von 70 Prozent im Milchsektor hält, sowie Estithmar Holding, unsere Multiservice-Gruppe. Gleichzeitig haben wir die vollständige Kontrolle über UCC Holding, das größte Bauunternehmen in der MENA- Region, die Assets Group, die auf Immobilienentwicklung spezialisiert ist, und die Aura Group, unsere Lifestyle-Restaurant- und Unterhaltungsgruppe, behalten.
In welchen Ländern ist PIH vertreten, und was sind Ihre wichtigsten Tätigkeiten dort?
Wir sind in 19 Ländern tätig:
Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit und die Beziehungen zu deutschen mittelständischen Unternehmen, die durch den BVMW und dessen BVMW GCC-Büro in Doha unterstützt werden?
Wir begrüßen die Eröffnung des BVMW GCC Headquarter-Büros in Katar. Die Präsenz dieses Büros in der Region hebt die erfolgreiche Partnerschaft zwischen der katarischen Wirtschaft und dem deutschen Mittelstand hervor, die durch das BVMW GCC Headquarter Büro in Doha, Katar, erfolgreich vertreten wird. Besonders SAP hat entscheidend zur Digitalisierung unserer Prozesse beigetragen und so unsere Effektivität und Effizienz erheblich gesteigert. Zudem kooperieren wir mit einem erfahrenen deutschen Health Care Spezialisten im Rahmen eines Gesundheitsprojekts, das wir derzeit in Algerien entwickeln. Diese Partnerschaften verdeutlichen den Wert deutscher Innovation und Expertise für unsere Aktivitäten. In der Landwirtschafts- und Lebensmittelindustrie arbeiten wir eng mit mehreren deutschen Unternehmen zusammen, darunter SIG Combibloc GmbH, DMK Deutsches Milchkontor GmbH und GEA TDS GmbH.
Der BVMW organisiert im November 2024 eine Wirtschaftsdelegation nach Katar. Welche Möglichkeiten gibt es für deutsche Unternehmen in Katar?
Katar eröffnet deutschen Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten. Als florierendes Touristenziel zieht es Besucher mit seiner modernen Infrastruktur und kulturellen Vielfalt an. Das Geschäftsumfeld ist investorenfreundlich und bietet solide rechtliche Rahmenbedingungen sowie attraktive Anreize für ausländische Investitionen. Das Land bietet erstklassige Einrichtungen, einen dynamischen Lebensstil und einen hohen Lebensstandard, wodurch es sich als ideales Ziel für deutsche Unternehmen eignet, die im Nahen Osten wachsen möchten.
Das Interview führte Christian Tarik Schwippert, Managing Director, The German Mittelstand GCC Office LLC.