Persönlicher Austausch und neue Kontakte in historischem Ambiente
Claudia Sperber
Politik meets Unternehmertum
Am 30. Juni fand erstmals unser BVMW Dialog „Unternehmertum meets Politik“ in Regensburg statt. Mit dieser Premiere wollten wir Unternehmern und Politik eine Plattform für einen offenen und direkten Austausch bieten.
Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Podiumsgäste:
- Gastgeber Marco Friedrich, Geschäftsführer der LI-EX GmbH, der die Idee zu diesem Abend hatte,
- Marcus Sperber, Geschäftsführer der elasto GmbH & Co. KG,
- sowie MdB Susanne Hierl, die sich eineinhalb Stunden lang den Fragen der Unternehmer stellte.
Vielen Dank auch an alle Teilnehmer, die sich neben unseren Podiumsgästen aktiv in die Diskussion eingebracht und ihre Erfahrungen geteilt haben.
Die zentrale Botschaft des Abends war eindeutig: Leistung muss sich in Deutschland wieder lohnen. Eigenverantwortung muss wieder stärker gefördert werden.
Im Mittelpunkt standen der Abbau von Bürokratie, die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland, Unternehmensnachfolge sowie die Frage, wie Deutschland wieder attraktiver für Investitionen und die nächste Generation werden kann.
Besonders eindrucksvoll waren die Praxisbeispiele. Marcus Sperber machte deutlich, welchen zusätzlichen Aufwand neue EU Regelungen wie die Verpackungsverordnung und die EU Entwaldungsverordnung für mittelständische Unternehmen bedeuten.
Marco Friedrich schilderte eine Situation, in der es für einen Mitarbeiter finanziell attraktiver war, die Arbeitszeit zu reduzieren und zusätzlich einen Minijob anzunehmen, als die Arbeitszeit zu erhöhen. Ein Beispiel, das die Diskussion um Leistungsanreize sehr greifbar machte.
Nachdenklich stimmte auch das Thema Unternehmensnachfolge. Mehrere Teilnehmer berichteten, dass ihre Kinder im Ausland studieren oder dort bereits beruflich Fuß fassen. Ob sie eines Tages in die Heimat zurückkehren und den Familienbetrieb übernehmen, ist häufig offen.
Mit ihrer langjährigen Berufserfahrung in der Wirtschaft stellte sich MdB Susanne Hierl den Fragen aus der Praxis, hörte aufmerksam zu und diskutierte auch kontroverse Themen sachlich und auf Augenhöhe. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass politische Veränderungen Zeit, Ausdauer und die notwendigen Mehrheiten brauchen.
Natürlich wurde auch emotional diskutiert. Man konnte spüren, wie groß der Druck auf viele mittelständische Unternehmen inzwischen ist.
Mein Fazit: Diese Premiere hat gezeigt, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen Wirtschaft und Politik ist. Der Mittelstand braucht Freiraum, unternehmerisch handeln zu können. Leistung und Eigenverantwortung müssen sich wieder lohnen. Genau dafür braucht es den offenen Dialog zwischen Wirtschaft und Politik.
Dieser Gedanke zieht sich auch durch die Positionen unseres Bundesgeschäftsführers Christoph Ahlhaus, der sich konsequent für bessere Rahmenbedingungen und mehr unternehmerische Freiheit einsetzt.