Inspiration beginnt dort, wo Fantasie Raum bekommt
Ellen Kimmel
im Keller Z87 - Bürgerbräu Würzburg
Warum noch?
Diese Frage hört man derzeit oft, wenn es um Unternehmertum, Investitionen, Nachfolge oder den Wirtschaftsstandort Deutschland geht.
Die Antwort unseres BVMW-Abends in Würzburg lautete deshalb ganz bewusst:
JETZT ERST RECHT!
Unter diesem Motto begrüßten wir am 11. Juni zahlreiche Unternehmer. Sie hatten die Gelegenheit, unseren Bundesgeschäftsführer Christoph Ahlhaus persönlich kennenzulernen. Nicht als die Stimme aus Berlin, die man aus Interviews und den Medien kennt, sondern als engagierten Interessenvertreter des Mittelstands, der zuhört, diskutiert und die Sorgen wie auch die Chancen unserer Unternehmen genau kennt.
Sein Impuls war keine wirtschaftspolitische Analyse.
Es war ein Weckruf.
Während Deutschland immer neue Regeln, Berichte, Nachweise und Absicherungen produziert, fragen sich viele Unternehmer längst nicht mehr, wie sie wachsen können – sondern wie sie den nächsten zusätzlichen Aufwand noch bewältigen sollen.
Christoph Ahlhaus brachte es auf den Punkt:
Wir haben in Deutschland kein Erkenntnisproblem. Wir haben ein Umsetzungsproblem.
Der Mittelstand wartet nicht auf perfekte Bedingungen. Er schafft sie. Jeden Tag.
Unternehmer investieren, obwohl die Unsicherheit groß ist.
Sie bilden aus, obwohl Fachkräfte fehlen.
Sie übernehmen Verantwortung, obwohl die Hürden wachsen.
Deshalb braucht unser Land weniger Absicherungsmentalität und mehr Mutmentalität. Mehr Vertrauen in die Menschen, die Verantwortung tragen. Mehr Respekt für diejenigen, die Arbeitsplätze schaffen.
Denn was wäre unsere Region ohne die vielen mittelständischen Betriebe, die jeden Tag dafür sorgen, dass unser Leben funktioniert?
Ohne die Unternehmen, die uns mit Lebensmitteln versorgen. Ohne Handwerker, Planer, Architekten und Gestalter, die unsere Gebäude erhalten und unsere Umgebung lebenswerter machen. Ohne IT- und Digitalisierungsexperten, die unsere Kommunikation sichern und Prozesse effizienter gestalten. Ohne Steuer- und Wirtschaftsberater, Energieexperten, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, die Menschen und Unternehmen Tag für Tag begleiten.
Kurz gesagt: Ohne Menschen, die anpacken.
Deshalb stellt sich die Frage nicht: „Warum noch?“
Sondern vielmehr:
Wer würde all das tun, wenn nicht der Mittelstand?
Der Mittelstand ist nicht nur ein Wirtschaftsfaktor.
Er ist der Grund, warum unsere Region lebenswert ist.
Jetzt erst recht!
Ein besonderer Dank gilt unseren Gastgebern Roland Breunig und Julia Dillamar von archicult breunig architekten gmbh, Jochen Schönleber für seine Impulse zur Gründungs- und Nachfolgeförderung, Katrin Schuler für die hervorragende Moderation sowie Adrian Sedmann und Efkan Sengel von eismann GmbH für die Coolness des Abends.