Hybrides Arbeiten schafft Flexibilität aber nicht automatisch gute Arbeitsbedingungen.
Andreas Bauer
Wie klare Regeln helfen, Emotionen aus dem Entscheidungsprozess herauszuhalten.
Auch erfahrene Unternehmer folgen bei Anlageentscheidungen psychologischen Mustern. Fachwissen allein schützt nicht vor Fehlentscheidungen. Das gilt auch bei der Geldanlage.
Gerade Unternehmer und Selbstständige, die im Berufsalltag komplexe Entscheidungen treffen, können bei finanziellen Fragen denselben psychologischen Mustern unterliegen wie andere Anleger.
Als Direktor und selbstständiger Berater bei Kapitalwerk Private Finance GmbH beschäftige mich intensiv mit Behavioral Finance. Meine zentrale These lautet: Langfristiger Anlageerfolg hängt nicht nur von Märkten und Produkten ab, sondern wesentlich vom eigenen Verhalten.
Fünf Denkfehler, die Anlageentscheidungen beeinflussen
Die Verhaltensökonomie (Behavioral Finance) beschreibt eine Reihe von Mustern, die rationale Entscheidungen erschweren können. Fünf davon begegnen mir in der Beratung besonders häufig:
Ankereffekt: Anleger orientieren sich beispielsweise am ursprünglichen Einstiegskurs einer Aktie, obwohl dieser für die aktuelle Entscheidung wirtschaftlich keine Bedeutung mehr haben muss.
Verlustaversion: Verluste werden emotional stärker wahrgenommen als gleich hohe Gewinne. Das kann dazu führen, Verlustpositionen zu lange zu halten und Gewinne zu früh zu realisieren.
Bestätigungsverzerrung: Informationen, die die eigene Meinung bestätigen, erhalten mehr Gewicht. Warnsignale geraten dadurch leichter aus dem Blick.
Selbstüberschätzung: Wer die eigenen Fähigkeiten bei der Auswahl einzelner Wertpapiere überschätzt, riskiert häufiges Handeln und eine zu geringe Streuung.
Framing: Auch die Art, wie Informationen präsentiert werden, beeinflusst Entscheidungen. Derselbe Sachverhalt kann – als Chance oder Risiko formuliert – unterschiedlich bewertet werden.
Fazit
Der größte Risikofaktor im Depot ist häufig nicht der Markt, sondern der Anleger selbst. Ankereffekt, Verlustaversion, Bestätigungsverzerrung, Selbstüberschätzung und Framing wirken bei jedem - unabhängig von Bildungsgrad oder beruflichem Erfolg. Wer diese Muster kennt, kann bewusster gegensteuern. Und wer den Entscheidungsprozess so strukturiert, dass emotionale Impulse möglichst wenig Raum bekommen, reduziert genau jene Fehler, die reines Wissen allein nicht verhindert.
Den vollständigen Artikel zu den fünf Denkfehlern finden Sie hier: https://kapitalwerk.de/assets/docs/kapitalwerk-bauer-fuenf-denkfehler-behavioral-finance.pdf
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*Hinweis: Andreas Bauer handelt als vertraglich gebundener Vermittler (§ 3 Abs. 2 WpIG) im Auftrag, im Namen, für Rechnung und unter der Haftung des verantwortlichen Haftungsträgers BN & Partners Capital AG, Steinstraße 33, 50374 Erftstadt. Die Inhalte des Beitrags stellen keine Anlageberatung oder individuelle Empfehlung dar und sind nicht als Aufforderung zum Abschluss eines Geschäftes in Finanzinstrumenten oder Wertpapierdienstleistungen zu verstehen. Geldanlagen sind mit vielschichtigen Risiken verbunden und können im Extremfall zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Daher sollten mögliche Interessenten eine Investitionsentscheidung erst nach einem ausführlichen Anlageberatungsgespräch durch einen registrierten Anlageberater und