Einblicke aus erster Hand mit Andreas Müller
Veranstalter:in
Donnerstag,
05. Nov. 2026
18:30 — 20:30
Das Jahr ist 1945.
Aachen liegt in Trümmern. Der Krieg ist noch nicht vorbei.
Am 24. Januar erscheint in Aachen die erste Ausgabe der Aachener Nachrichten – die erste Zeitung in Deutschland, die nicht mehr unter nationalsozialistischer Kontrolle steht. So dokumentiert es Mediahuis Aachen in seiner Unternehmensgeschichte.
Ganz am Anfang stehen zwei Namen: Heinrich Hollands und Otto Pesch. Hollands ist Drucker, Pesch Journalist. Sie arbeiten an den ersten Ausgaben einer Zeitung, die unter den Bedingungen der amerikanischen Besatzung entsteht.
Dann kommt der 8. Mai 1945.
Auf der Titelseite steht:
„Der Krieg ist aus!“
Nur wenige Wochen später, am 27. Juni 1945, gehen die Aachener Nachrichten mit der Lizenz Nr. 1 in deutsche Hände über.
Ein Jahr später, am 6. März 1946, erscheint die erste offizielle Ausgabe der Aachener Volkszeitung. Die britische Militärregierung erteilt Josef Hofmann, Albert Maas, Jakob Schmitz und Johannes Ernst die Lizenz Nr. 8.
Und die Geschichte bekommt weitere Namen.
Hans Hahn ist bereits 1946 bei der Gründung der Aachener Volkszeitung dabei. Jahrzehnte später beschreibt ihn die Stadt Aachen als dienstältesten Journalisten und als einen Zeitzeugen, der Aachen kannte wie kaum ein anderer.
Später prägt Wolfgang Trees als Chefreporter der damaligen Aachener Volkszeitung die Berichterstattung der Region. Mit seinen Büchern über Aachen, Krieg, Nachkriegszeit und das Dreiländereck wird er auch zu einem frühen publizistischen Brückenbauer zwischen Deutschland, Belgien und den Niederlanden.
Dann ist es 1978.
Andreas Müller beginnt als freier Mitarbeiter bei den Jülicher Nachrichten.
1984 startet er seine Ausbildung zum Redakteur. Danach arbeitet er in verschiedenen Positionen in der Redaktion der Aachener Nachrichten. 1996 wechselt er als Redaktionsleiter zu den Anzeigenblättern der Unternehmensgruppe. 2005 übernimmt er dort die Geschäftsführung. Seit 2008 steht Andreas Müller als Chief Executive Officer an der Spitze des heutigen Mediahuis Aachen.
Nachrichten entstehen damals auf Papier. Texte werden gesetzt, geprüft und korrigiert. Die Druckmaschinen laufen. Die Zeitung muss fertig werden.
Heute scheint uns diese Welt weit entfernt.
Und genau dorthin gehen wir an diesem Abend noch einmal zurück.
Nicht aus Nostalgie. Sondern weil man die Gegenwart dieses Hauses nur versteht, wenn man weiß, woher es kommt.
2019 passiert etwas, das zunächst nur nach einem neuen Namen aussieht.
Aus der Zeitungsverlag Aachen GmbH wird die Medienhaus Aachen GmbH.
Andreas Müller erklärt damals selbst, warum. Die Zeitung ist längst nicht mehr das einzige Geschäftsfeld. Anzeigenblätter, Magazine, Beteiligungen an lokalen Radiosendern, Veranstaltungen, Zustellung und digitale Angebote sind hinzugekommen. Seine Begründung bringt es auf den Punkt:
„Wir haben viel mehr als Zeitungen zu bieten.“
Doch noch interessanter ist seine Antwort auf die Frage, wo dieses Medienhaus in zehn Jahren stehen soll.
Für Andreas Müller geht es darum, nah bei den Menschen in der Region zu bleiben, sie mit verlässlichen Informationen zu begleiten und Menschen zusammenzubringen.
2025 formuliert er die nächste Etappe noch klarer:
„Wir brauchen keine Silos – wir brauchen Verbindungen.“
Fast fünf Jahrzehnte liegen zwischen dem freien Mitarbeiter bei den Jülicher Nachrichten und dem heutigen CEO von Mediahuis Aachen.
Einblicke aus erster Hand mit Andreas Müller
Donnerstag, 05. November 2026
18:30–20:30 Uhr
Mediahuis Aachen GmbH
Dresdener Straße 3
52068 Aachen
Im Anschluss öffnen wir das Gespräch für Ihre Fragen und den gemeinsamen Austausch.
Wir freuen uns auf Mitglieder des BVMW, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Interessierte aus der Region.