Integration in den Arbeitsmarkt Südthüringen

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Arbeit & Soziales
Schmalkalden, 23.07.2026 Lesezeit: 3 Minuten

Integration in den Arbeitsmarkt

Besuch bei der IFBW e.V. in Schmalkalden

Autorin: Dr. Jana Beez

Wie gelingt Integration nicht nur auf dem Papier, sondern ganz konkret im Alltag und im Berufsleben? Darüber habe ich mich bei meinem Besuch der IFBW e.V. in Schmalkalden mit der Vereinsvorsitzenden Sina Diller ausgetauscht.

Die Interessengemeinschaft zur Förderung der beruflichen Weiterbildung e.V. ist seit 1999 in der Region aktiv. Heute ist der gemeinnützige Verein an drei Standorten in Schmalkalden, Meiningen und Bad Salzungen vertreten. Seit Ende 2024 führt Sina Diller den Verein als Vorsitzende.

Sprache, Beratung und persönliche Begleitung

Die IFBW unterstützt Menschen mit Migrationsgeschichte dabei, in Thüringen anzukommen und beruflich Fuß zu fassen. Das Angebot reicht von Sprachkursen über individuelle Beratung bis zur persönlichen Begleitung im Alltag.

Dabei geht es häufig nicht nur um die Suche nach einem Arbeitsplatz. Auch eine Wohnung muss gefunden, ein Antrag gestellt oder ein Termin bei einer Behörde vorbereitet werden. Gerade für Menschen, die mit der deutschen Sprache und den Verwaltungsstrukturen noch nicht vertraut sind, können diese Schritte große Hürden darstellen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IFBW unterstützen deshalb unter anderem bei:

  • Sprach- und Integrationskursen,
  • der beruflichen Orientierung,
  • dem Einstieg in den Arbeitsmarkt,
  • Behördengängen und Anträgen,
  • der Wohnungssuche und damit verbundenen Fragen,
  • der Orientierung im persönlichen und gesellschaftlichen Alltag.

Enge Kontakte zu Behörden, Unternehmen und weiteren Institutionen helfen dabei, passende Lösungen zu finden und die unterschiedlichen Beteiligten miteinander zu verbinden.

Sprachkurse direkt in Unternehmen

Auch für Unternehmen in Südthüringen ist die Arbeit der IFBW interessant. Der Verein bietet Sprachkurse nicht nur in den eigenen Räumen, sondern bei Bedarf auch direkt in Betrieben an.

Damit können Unternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit internationaler Herkunft gezielt dabei unterstützen, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Das erleichtert die Kommunikation im Arbeitsalltag, stärkt die Zusammenarbeit im Team und kann dazu beitragen, neue Fachkräfte langfristig im Unternehmen und in der Region zu halten.

Darüber hinaus gehören auch Sprach- und Unterstützungsangebote für Studierende zum Leistungsspektrum.

Integration braucht starke Netzwerke

Ein zentraler Punkt unseres Gesprächs war die Bedeutung regionaler Vernetzung. Erfolgreiche Integration entsteht dort, wo Bildungsträger, Unternehmen, Behörden, Kommunen und gesellschaftliche Organisationen zusammenarbeiten.

Genau deshalb ist die IFBW e.V. Mitglied im BVMW. Der Austausch mit mittelständischen Unternehmen und die unterschiedlichen Veranstaltungs- und Netzwerkangebote eröffnen neue Kontakte und Kooperationsmöglichkeiten.

Gleichzeitig erhalten Unternehmen einen direkten Zugang zu einem erfahrenen Ansprechpartner für Fragen rund um Sprache, berufliche Integration und die Begleitung internationaler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Aktuell werden Verstärkung und Unterstützung gesucht

Der Verein sucht derzeit insbesondere Deutschlehrkräfte mit einer Zulassung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge – BAMF.

Darüber hinaus möchte die IFBW ihre digitale Kommunikation und ihre Präsenz in den sozialen Medien weiterentwickeln. Gesucht werden deshalb Kontakte zu Fachleuten aus den Bereichen:

  • Digitalisierung
  • Social Media

Wer entsprechende Expertise besitzt, geeignete Kontakte vermitteln kann oder Interesse an einer Zusammenarbeit hat, kann sich bei mir melden. Ich vermittle dann den Kontakt zum IFBW e.V..

Der Besuch hat gezeigt: Integration in den Arbeitsmarkt gelingt am besten, wenn Menschen nicht nur qualifiziert, sondern bei den ganz praktischen Herausforderungen ihres Alltags begleitet werden. Mit ihrer langjährigen Erfahrung, ihrer regionalen Verankerung und ihrem starken Netzwerk leistet die IFBW e.V. dazu einen wichtigen Beitrag in Südthüringen.

Ich freue mich über die weitere Zusammenarbeit!

Dr. Jana Beez

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