mit Schlafperformer Markus Kamps
pixabay Mohamed_Hassan
Wie Unternehmen Förderungen für Künstliche Intelligenz und Prozessautomation nutzen können
Viele Unternehmen beschäftigen sich inzwischen mit Künstlicher Intelligenz und Prozessautomation. Häufig bleibt es jedoch bei einzelnen Tools, ersten Tests oder externen Dienstleistern. Entscheidend wird deshalb die Frage: Wie bauen Unternehmen eigene Expertise auf, um KI sinnvoll in bestehende Abläufe zu integrieren?
Ein möglicher Hebel dafür ist die Beschäftigtenqualifizierung nach dem Qualifizierungschancengesetz. Sie richtet sich an Unternehmen, die Mitarbeitende im laufenden Arbeitsverhältnis weiterbilden möchten. Gefördert werden können sowohl Weiterbildungskosten als auch Lohnkosten für teilnehmende Beschäftigte.
Die Weiterbildungskosten können je nach Unternehmensgröße bis zu 100 Prozent übernommen werden. Zusätzlich ist ein Lohnkostenzuschuss möglich – anteilig zur Weiterbildungszeit und je nach Voraussetzungen bis zu 75 Prozent. Bei umfangreicheren Maßnahmen kann die Gesamtförderung pro Mitarbeitendem damit schnell bei rund 20.000 Euro oder mehr liegen.
Beantragt wird die Förderung durch das Unternehmen über den Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit. Dort werden zunächst Voraussetzungen, Förderhöhe und passende Weiterbildung geprüft; anschließend kann der Antrag online gestellt werden. Wichtig ist, die Förderung frühzeitig vor Beginn der Maßnahme zu klären.
Die Förderung sollte dabei nicht als Selbstzweck verstanden werden, sondern als Möglichkeit, gezielt interne Umsetzungskompetenz aufzubauen.
Für KI und Prozessautomation reicht eine reine Tool-Schulung nicht aus. Entscheidend sind Mitarbeitende, die Abläufe im Unternehmen verstehen, Automatisierungspotenziale erkennen und das Wissen in konkrete Verbesserungen übersetzen können. Deshalb sollte vorab geklärt werden, welche Prozesse priorisiert werden, welche Rollen KI-Kompetenz benötigen und ob der Bildungsträger neben der Förderfähigkeit auch ausreichend Praxisbezug bietet.
So kann das Qualifizierungschancengesetz dazu beitragen, KI-Kompetenz nicht punktuell einzukaufen, sondern dauerhaft im Unternehmen aufzubauen.
Fabian Wolff Geschäftsführer und Mitgründer Digital Institut des Mittelstands | Hamburg & Hannover
Digital Institut des Mittelstands GmbH
Neue Gröningerstraße 10, 20457 Hamburg
www.din-mittelstand.de
wolff@din-mittelstand.de